Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

4. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 64 
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kam im September 1828 mit allen Symptomen einer floriden 
Lungenschwindsucht zurück.- Dahin gehören anhaltendes Gefäss- 
fieber, hartnäckiger Husten, -‚eiterartiger Auswurf mit Blut unter- 
mischt, Blutspeien, Bruststechen, Nachtschweisse, Neigung zu 
Diarrhöe u. 8. w. Kleine Aderlässe, ein Fontanell am Öber- 
arme, antiphlogistische Mittel in schleimigem Vehikel, igitalis, 
Aq: Laurocerasi u. dergl. bei sorgsamer Pflege brachten den 
Patienten in den ersten 3—4 Monaten auch nicht ein Maarhreit 
weiter. Endlich hörte das Blutspeien von selbst anf, der Fiusten 
minderte sich, der Auswurf ward geringer und gutartiger, der 
Puls langsamer und gehobener, kurz Patient genas. vollkommen 
und ist jetzt glücklicher Vater mehrerer Kinder. — Ein Sech- 
zirer, der schon öfters an periodischer Brustbeklemmung mit 
Husten, nächtlicher Unruhe mit unregelmässigem, ausseizendem 
Pulse u. Oedema pedum gelitten hatte, und offenbar mit Angina 
pectoris mit Hinneigung zu Hydrothorar oder gar schon begoan- 
nener Ausschwitzung auf der Brust behaftet war, ward plötzlich 
vom Schlaze getroffen. Zwölf Stunden hatte man fast ohne alle 
Hülfe verstreichen lassen und die alsdann angewandten passen- 
den Heilmittel hatten gaf nichts gefruchtet. Durch einen zwei- 
ten Aderlass gewann man höchstens 1} Tassen schwarzes dickes 
Blut und das am Morgen gelassene hatte eine starke, tütenförmig 
aufwärts gewundene Kruste. Man applicirte 20 Blntegel an den 
Kopf, Sinapismen an die Fusssochlen, Waden, auf die Magen- 
gegend, ein Vesicator in den Nacken und Eisumschläge auf den 
Kopf. Es trat relative Besserung ein: der Kranke schlug die 
Augen auf, schluckte nieder, bewegte den nicht gelähmten Arm 
und gab einige Zeichen von Besinnung. Allein der Kopf bieh 
heiss, der Puls unregelmässig, voll und hart. Man setzte noch- 
mals 16 Blutegel und reichte ein Emeticum. Letzteres wirkte 
nicht, der Sopor wurde vollständig und Nachmittags starb der 
Kranke. — Ein 63jähriger Mann mit deutlich gezeichnetem Aa- 
bitus apoplecticus war vor zwei Jahren wegen Herzklopfens, Be- 
klemmungen, angreifenden Hustene, oedema pedum u. 8. w. mit 
Aderlässen, abführenden Mitteln, or. benz08&8. Digitalis und mit 
Opiaten. nicht ohne Glück behandelt worden. Am 19. October 
ward er vom Schlage gerührt, halbseitig gelähmt, der Sprache 
und der Besinnung beraubt. Auch hier war die schnelle Hüölie 
vernachlässigt, und so ward der Tod unabwendbar. — Eine vor 
5 Tagen mit der Zange schwer, aber glücklich entbundene Frau 
hatte sich in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft sehr 
wohl befunden, in den letzten 3 Monaten aher öfters Unterleibs- 
beschwerden gehabt, die sie von den Blähungsbeschwerden, an 
welchen die Fran vor der Schwangerschöft gelitten haben soll, 
nicht zu unterscheiden vermochte. Die Wöchnerin sah kachek- 
tisch aus, der Leib war hoch aufgetrieben und finetuirend; die 
Brüste waren fast milchleer, der Lochialflnss im Gange, 'die 
Haut heiss, trocken; die Zunge roth, der Durst arg, der Puls 
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