Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

VI. . .Thierarzneikunde, 
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wein- Destillationsgeräthe selbst in ökonomischer und staatswirth- 
schaftlicher Minsicht grasse Nachtheile. . Abreschen davon, dass 
durch ‚die Abnützung des Zinnes vieles unwiederbringlich verloren 
gell, 80. ist. anch der Verlust an Kupfer beim Abkratzen u. s. 
w.. noch. beträchtlicher. — ‘ Die Faeultät ist demnach der Mei- 
nung, „dass die kupfernen Gefässe beim Branntweinbrennen bei- 
zubehalten. und stets ‚rein gu halten sind, und dass die Verzin- 
nun“ annöthig ie‘ * Ted, Jahrb. d. k, k. Österreich. Staa- 
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‚„. 2316. Ueber die ‚hösartigen Pusteln und Ge- 
schwüre an den Geschlechtstheilen des ‚Pferdes 
(moarb. pustulosus, Framboesia), Von MıcnaeL v. Ervunyn, Dr. 
und Prof. an der Thierarzeneischule. zu Wien. Diese. Krankheit 
kommt sowohl beim männlichen, als beim weiblichen Pferde ‚vor. 
Man ‚sieht Tuberkein, Pusteln, ‚die ‚später platzen and. ein. bös- 
arliges, um sich fressendes Eiter gehen, wodurch schankerartige 
Geschwüre , analog den Rotzgeschwüren, sich bilden ,.oder eine 
Materie, :,wie. sie: aus. den geplatzten  Wurmbeulen: sickert, abson- 
dern. ‚Die Krankheit. sitzt zwar. in der Haut der ‘Geschlechts- 
theile, afficirt aber gewiss ‚gleichzeitig das Lymphsyestem, . vorr 
züglich die, Lymphdrüsen. Sie kommt aber auch an andern Or- 
ganen, besonders an den in der Beckenhöhle gelagerten, vor. — 
Die Ursaehen sind grosse Empfindlichkeit der Haut, ausgeartete 
Lymphe, ‚erbliche. Anlage, : ‚übermässige ‚und ‚geile. Fütterung, 
Mangel an Wartung und Pflege, schlechtes Putzen, Unreinlich- 
keit im Stalle, dumpfe Luft, ‚unterdrückte Hautausdünstung, 
Die nächste Ursache, weiche zum. Ausbruche: des Uebels bei- 
trägt, scheint in der dumpfen Luft; wie sie in niedrigen,. moo- 
rigen Gegeuden vorkommt, wo viel Schilfarten: wachsen,  Wür- 
mer und Pflanzen verwesen und schlechte Wasser die faulige 
‚Gährung begünstigt; im schlechten. Reinigen des Schlauches, der 
Schamlefzen, wodurch verdichtete Schmiere, . aus den Talgdrü- 
sen. abgesondert, ‚sich oft in grosser Menge ansammelt, . ‚so dass 
Selbst .der Harnfluss gehindert, der Harn ätzend wird. und die 
aunterdrückte Hautausdünstung an diesen heilen zu juckeadem 
Reize. und zu Entzündungen Veranlassung giebt, +zu liegen, — 
Vorläufer: Mattigkeit, Röthe der Schleimhäute, ‚besehlennig- 
ter. Fuls, Durst, Fröstein und erhöhte Temperatur der Haut, 
besonders. in der Gegend der Geschlechtstheile,, Krstes Sta- 
dium:. am Rande. des Afters und der Scham: bricht das Uebel 
aus; die Mutterscheide entzündet sich. Beim Hengste erscheint 
die Krankheit am Schlauche und au der männlichen Ruihe, die 
Leistendrüsen schwellen an; man, sicht ‚kleine Pustela und Tu- 
berkein, wie kleine Perlgruppen, wie ein Conglomerat von Mir-
	        
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