Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

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{V. Gynäkologie und Pädiatrik, 
plethorischen Zustande und langem Stande des. Kopfex des Kin- 
des im Becken, oder bei starkem Drucke auf den ganzen Köv- 
per des Kindes. ist die Prognose ungünstig, und noch ungünsti- 
ger, wenn die Nabelschnur - Arterien nicht mehr pulsiren; . ‚Ad b. 
Je stärker oder je anhaltender der Druck. auf. .die Nabelschnur, 
desto seltener gelingt die Wiederbelebung. — dd, 2) Die ‚Lro- 
gnose richtet sich nach der richtigen Erkennung, der ‚wahren 
Ursache und hängt von deren schneller und ‚leichter Entfernung 
ab. Sie ist daher in den meisten Fällen ungünstig,.da die Aus- 
mittelung der Ursache oft nicht leicht, wenigstens nicht. schnell 
möglich ist. — Bei 3) ist die Prognose immer ungünslig ,. da die 
Schwäche nicht schnell zu heben ist. — Günstige Zeichen 
sind Röthung der bleichen Haut, Verschwinden der bläulichen 
Gesichtsfarbe, abnehmende Schlaffheit der Extremitäten, schwa- 
che Zuckungen und zitternde. Bewegungen „um den Mund, ge- 
ringe Contractionen der Brustinuskeln, Bewegung des Schaumes 
vor. dem Munde, Oeffnen der Augenlider, Versuche. zum Athem- 
holen, Bewegung der Zehen beim Kitzeln der Fusssohlen, zu- 
nehmender Herzschlag, Andrängen der Zungenwurzel. gegen den 
Gaumen und Schliessung des Sphincter ani.. Die ungünstigen 
Zeichen. ergeben sich hieraus von selbst, ; — :Behandlung. 
Die Ursachen müssen ‚entfernt. und das Athmen des Neugebore- 
nen muss erweckt werden, Ad 1) a. Der Nabelstrang wird s0- 
gleich. durchschnititen, etwas Blut aus demseiben gelassen ,, der 
Kindskopf mit kaltem Wasser oder Essig bespritzt; oder mit kal- 
ten Umschlägen behaudelt. Dann wird die Mundhöhle vermit- 
telst eines Fingers untersucht und von vorhandenem Schleim ge- 
sänbert. Athınet. das. Kind ‚nicht, . nachsem „Blut aus der. Nahet- 
schnur gelassen worden, 80 wird die Brust des Kindes. mit kal- 
tem Wasser bespritzt,. mit der Hand oder,mit. warmen. Tüchern 
gerieben... Um mehr zu reizen, tröpfelt man ‚Kssig,,. Branntwein 
pder Essignaphtha auf, und lässt auch. wohl noch etwas. Blut. aus 
dem Nabel. Wird das Kind.blass, ohne zu atlımen, so. wird die 
Gefahr durch folgende Mittel abzuwenden gesucht, . Ad 6, Die 
Nabelschnur wird nicht durchschnitten;: wohl, aber Brust ung 
Rücken des Kindes mit warmen Tüchern gerieben und die obige 
Behandlungsweise befolgt. - Hier kommt das Kinblasen von, Enft 
zur Sprache, und es werden die verschiedenen Arten angegeben. 
Aus allen diesen Versuchen geht hervor, dass das Einbiasen der 
Luft mit dem Munde ‚oder einem Instrumente ‚nichts nützt, son- 
dern in den meisten Fällen schadet... — Sa.lange..das Kind noch 
in Verbindung mit der Mutter: ist, ‚nützt 7ein. gelindes Streichen 
am Nabelstrange gegen das Kind zu, Ausserdem wird noch. das 
Min- und Herschwingen des, Kindes gerathen, Hilit das alles 
nicht, so wird ein warmes Bad ‚vorgeschlagen. Ist der Nabel- 
strang zu kurz und das Kind. noch mit der Mutter in Verbin- 
dung, sa.wird, nach Munor’s Rathe, ein Gefäss. mit warınem 
Wasser nahe ‚an die Gehurtstheile der Mutter gebracht, um 89 
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