Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

6 ‚3 Materia medica und Toxikologie, 
80 gegangen ist, wie. der französischen Akademie. Es sind eben 
50 Jahre verflossen, dass er, gleich bei dem ersten Erscheinen 
Mesmer’s und der. Bekanntmachung ‚des ersten Berichts, als Geg- 
ner Mesmer’s. und des Magnetismus aaftrat und ihn bekämpfte, 
Es war eine seiner ersten literarischen Arbeiten, die 1784 er- 
schien. . Er hat nachher diesem Gegenstande 50 Jahre fortdau- 
ernde. Aufmerksamkeit gewidmet, ihn durch alle seine Schick- 
sale, sowohl günstige, als widrige, begleitet, selbst beobachtet, 
selbst sich damit beschäftigt, streng geprüft, alle seine Schwä- 
chen, die dabei so. häufigen und so leicht möglichen Betrüge- 
reien‘, so ‚wie seine Gefahren für Sinnlichkeit, Missbrauch, See- 
lengesundheit erkannt, und nun ist das Resultat für ihn am Ehde 
seiner Latfbahn folgendes: .1) Der Magnetismus hat fa- 
ctische Existenz. Es ist factisch erwiesen, dass ein Zustand 
des organischen Lebens und zwar des Nervenlebens besteht, den 
die Naturbeobachter unter dem Namen Somnambulismus, Kata- 
lepsis, Ekstasis, schon seit den frühsten Zeiten beschrieben ha- 
ben und. der noch neuerlich in Deutschland ,: Frankreich , Italien 
beobachtet worden ist, der sich von selbst als krankhafte Ab- 
normität erzeugt und der die nämlichen Erscheinungen darbietet, 
die man jetzt unter dem Namen Lebensmagnetismus begreift, 
2) Dieser Zustand kann bei disponenten Individuen durch Ein- 
wirkung eines anderen lebenden Individuums absichtlich hervor- 
gebracht werden.‘ 3) Durch solche‘ magnetische Einwirkung ei- 
ues Individuums auf ein anderes dafür ‚empfängliches ‚können 
manchertiei krankhafte Affectionen, die vom Nervensystem be- 
dingt sind, aufgehoben werden, auch ohne dadurch erzeugten 
Somnambulismus. Alles andere ist hypothetisch; so auch, 
was über die Natur dieser merkwürdigen Erscheinung und ihren 
Standpunkt im Universum hervorgebracht worden ist, wo sie ei- 
gentlich zwischen Himmel und Erde, gwischen Geist und Köri 
per schwebt. — Das Beste hierüber findet sich wohl im der 
vom Bruder des Vrfs. herausgegebenen Schrift über Sympathie. 
[Hufeland’s Journ, der prakt. Heilk. 3834, Juli} (K-— e.) 
; 226. Crotonöl, ein zuverlässiges Purgans; vom 
Reg. Arzte Dr. Cramer in Aschersleben. Der Vrf. functionirte 
im: Sommer. 1823 als Pensionair- Arzt auf der Abtheilung für 
mnere Kranke in der Charite zu Berlin: So viel er sich ent- 
sinnt;, : wurden damals in Uebereinstimmung mit dem derzeitigen 
Dirigenten,. R. R. Nrumann, bei verschiedenen Kranken, unter 
andern auch‘ bei‘ an: Bleikolik Leidenden, auf seiner Station die 
ersten: Versuche: mit Crotonöl gemacht, die so gut ausfielen, 
dass er es später auch anwendete. Aus seinen Erfahrungen er“ 
giebt sieh, dass: dieses Oel — das schon 1630 von Ostindieni 
nach Europa ‚gebracht, gegen mancherlei Krankheiten benutzt, 
dann. vergessen und 1820 von ConweLL in England wieder in 
Gebrauel: gezogen wurde — zu einem halben, höchstens gan“ 
zen: (jran, Erwachsenen innerlich gegeben, ein Purgans ist, das
	        
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