Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

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V. Gynäkologie und Pädiatrik, 4B 
gang, kleiner wurden. Nach 3tägigem- Kreissen; hatte sich der 
Kopf so fixirt, dass er mit der Zange zwar gefasst, aber nicht von 
der Stelle bewegt werden konnte. >» Da sich.inzwischen unzwei- 
deutige Zeichen von dem Tode des Kindes eingestellt. hatten, so 
wurde die Excerebration vorgenommen und ein starker Knabe enut- 
wickelt. Das Wochenbett verlief. gut. — 1822 den 26, Juni be- 
gann, nach regelmässig verlaufener Schwangerschaft , wiederum die 
Geburt. Die Umstände waren ganz dieselben: man entwickelte 
durch 74 Zangentractiouen den Kopf eines starken und todtem 
Knaben... Die Nabelschnur pulsirte. ‚schwach und das Wochenbett 
verlief wiederum, ganz gut. Dasselbe Schicksal ‚hatte die Frau 
1823, 1824 und 1825, und alle. drei_Mal machte die Grösse der 
Kinder die Gehurt so schwierig, dass sie, entweder todt oder ganz 
schwach lebend geboren wurden, —: Dies war Beweggrund genug, 
im 8. Monate der 6. regelmässig verlaufenden Schwangerschaft die 
künstliche Frühgeburt. ‘zu ‚erregen. ‚Am 16. ‚Juni 1826 war die 
Menstruation zum letzten Male eingetreten; die Kımpfängniss war 
also ungefähr den 1. Jul, erfolgt, und am 1. Febr. 1827 waren dem- 
nach 30 Wochen verflossen, weshalb man am 5, Febr. mit der 
Vorbereitung begann. . Der Muttermund stand sehr hoch, der äus- 
sere war offen, der innere geschlossen, der Mutterhals fast & Zoll 
lang und dickwulstig. Durch täglich zweimaliges Einspritzen lauer 
Milch in die Matterscheide und durch ein Dampfbad von Klieie wur- 
den die Geburtstheile weich, es sonderte sich mehr Schleim ab und 
der innere Muttermund fing schon an, sich ‚etwas zu öffnen. Am 
12. Febr. wurde der Mastdarm durch Magnes. sulphur, gereinigt. 
Die Schwangere. befand sich wohl und die Leibesfrucht hewegte 
sich lebhaft. In.eiuer sitzenden Lage der Frau auf dem SırroLD’- 
schen Geburtskissen ward jetzt eine 3 Zoll dicke und 12 Zoll lange 
elastische, vorn geschlossene und zugespitzte, stark geölte Röhre, 
mit einem starken Drahte versehen, welcher oben nach der Becken- 
achse gekrümmt war, allmählich mit gelindem Drucke durch den 
Muttermund geführt, was leicht und ohne Schmerzen geschah. Nach 
einigen Minuten ward die 2 Zoll tief in der Gebärmutter gelegene 
und den Muttermund geöffnet habende Röhre herausgenommen und 
sogleich ein ziemlich dicker, elastischer Katheter, dessen. Spitze 
durch Abschneiden oben ganz offen stand und einen dicken, vorn 
zugeschärften Dralıt verbarg, eingeführt. Als der Katheter durch 
den Muttermund bis an die Eihäute gedrungen war, ward der Drahf 
mehrmals behutsam hervorgestossen, worauf denn sogleich gegen 
3 Unzen Kindswasser ausflossen. So war der KEihautstich leicht, 
ohne: Schmerzen. und binnen 10 Minuten gemacht. Krst am 15, 
Febr. , also 48 Stunden nach dem Eihautstiche , stellten gich schwa, 
che, krampfhafte Wehen ein, das Kind bewegte,sich schwächer 
und ward erst den 18. Febr. früh um 4 Uhr geboren; .es war ein 
wohlgebildetes Mädchen, welches lebhaft schrie und wohl gediel, 
Im J. 1828 ward wiederum durch die künstliche Frühgeburt :ein 
Mädchen geboren, welches aber. starb... Dies Mal verlief das “r-
	        
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