Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

V. Gynäkologie und Pädiatrik, 439 
a 
0 
f, 
SW 
ı})= 
iK= 
or 
In 
3 
te 
4} 
Zu 
MM 
€ 
119 
ın 
kuchen lag schon. getrennt in der Scheide und wurde -mit den 
Hänten, an «denen man keine Spur ‚eines doppelten Mutterku- 
chens entdeoktey: weggenommen. Die beiden Kinder waren Mäd- 
chen. Sie waremn wohlgebildet, :zur Seite aber in der Regio 
Lumbaris auf 34: Zoll: mit einander stark verwachsen. Der Un- 
terleib war. mit einer: einzigen‘ gemeinschaftlichen Bauchdecke 
umgeben, von deren Mitte eine ziemlich dicke, 12 Zoll lange; 
einfache Nabelschnur --susging, die sich excentrisch einen Zoll 
vom Rande des Multerkuchens inserirte.‘ Aus der Dicke des 
Funiculus umbilicalis liess sich auf doppelte Nabelschnur schlies- 
sen, die von einer. allgemeinen Bedeckung umgeben war; Die 
Perpendiculäraxe jedes Körpers betrug 1’ 54“, von den Kopf- 
durchmessern: hatte der; quere 3“ 2‘, der gerade 4“ 1” und der 
schräge: 43. — Die Mutter war. miillerer Statur und: guter 
Constitution, und das Becken nach des Vrfs, Manumeter normal; 
Das Wochenbett verlief gut. Die Geburt solite, der Rechnung 
der Wöchnerin nach, 6 Wochen zu früh erfolgt seyn. Den 5, 
Febr. 1823 (?) gebar diese Person zum zweiten Male einen 
Knaben leicht. Die verwachsenen Zwillinge hat H. der Natura- 
liensammlung zu Stuttgart überlassen. (Med. Corresp. Blatt d. 
württ. ärztl. Vereins, Bd, IV., Nr. 4%) (K— e.) 
1 210, Wendung bei Zwillingen; von Dr. Scumpprt in 
Fraustadt. Eine bejahrte, arme Schäferin, die schon mehrmals 
schwer geboren ‚und theils wegen immerwährender Schmerzen 
in der -HKinken Inguinal-, Hüft- und Kreuzgegend in den: letzten 
$& Monaten ihrer. Schwängerschaft, theile wegen unförmlich gros- 
ser Ausdehnung des Leiben, geschwollener Füsse, grosser Schwä- 
che und noch. anderer Zufälle, nicht mehr das Bett verlassen 
konnte,‘ ‚wurde im : Jap. unter dem Beistande einer guten 
Hebamnie von: einem lebenden Zwillingekinde entbunden,.: dem. 
jedoch das zweite.nicht folgte, so dass die Hülfe des. Vrfs, ge. 
aucht wurde, Nachdem dieser bei der über 3 Meilen von ihm 
wohnenden Frau ankam, waren schon 24 Stunden seit Geburt 
des ersten Kindes unter den heftigsten Geburtswehen vergan- 
genz diese hatten zwar etwas nachgelassen, die Kreissende war‘ 
aber-stündlich schwächer geworden und befand sich jetzt; wie) 
fotgt: der ganze Körper war eiskalt und triefte vom Schweisse, 
der Puls: war kaum 1ühlbar, zitternd, der Athem kurz; es fand 
sich grosse. innere Angst und Unruhe, die höchste Kraftlosigkeit 
und ungleichmässige Ausdehnung des Unterleibes, die Theile der 
Frucht ‚waren. äusserlich unter ‚den sehr dünnen Bauchdecken 
sehr ;dentlich: zu fühlen, Jagen in der linken Seite, auf der al- 
leim die: Frau ‚nuf liegen konnte, und beide Hände des Kindes 
waren; bis an die:Schultern: in den Geburtstheilen vorgetrieben. 
Ob. mu: gleich bei diesen ‚Umständen der Tod der Frau.zu er- 
warten, war:, und escza befürchten stand, dass sie, wie S. dem 
Mannes eröffnete, bei einen Versuche, sie zu entbinden, sterhen 
könne... zo sab;dork der: Vrf, den. Bittgn Aller nach und ver-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.