Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

‘0 11. Materia medica und Toxikologie, 
+ndlich ein halber. Gran Cupr. sulpkh; gegeben. Nach dieser Gabe 
wurde wässeriger, grüner Schleim weggebrochen; und Sägen und 
Toben im Kehlkopfe liessen etwas nach, worauf man nur: alle 
2 Stunden die erwähnte Gabe reichte. In der Nacht zum 8. waren 
wieder bedeutende Erstickungsanfälle zugegen. Brechen war nicht 
vingetretee, doch war der Knabe am Morgen ruhiger. K., ver« 
schrieb jetzt: x. Cupr. sulpk. gr. }, Hb. Digital. purp. gr. f 
Sacokh, alb, Iß. MM. f. Pulv. Disp: tal. des. No. viij. D. S. Alle 
Z Stunden ein Stück; Schon nach dem 3. Pulver wurden, wenn 
such die Krankheit erst 80 Siunden angehalten hatte, und schon 
7 Stunden nach dem Erkranken mit Blutegeln und Cupr. sulpk, be- 
handelt worden war, ganze Hautstücke durch das Erbrechen aus- 
geleert, ein neuer Beweis, . wie geschwind sich die Haut erzeugen 
kann. Bei dieser Behandlung ging bis zum 11. Alles gut und der 
Kusbe ass schon wieder Milch mit Weissbrot und war ganz wohlauf, 
In der Nacht zum 12, traten aber, wenn Reiz zum Husten sich ein- 
stellte, fürchterliche Erstickungsanfälle wie früher wieder ein. In 
diesem Zustande sah der Verf. am Morgen den Knaben. Das Ge- 
sicht war wieder schwarzblau aufgetrieben, als wenn man um den 
Hals eine Schnur fest angelegt hätte, die Carotiden puleirten unge- 
mein schnell, die Respirationswerkzeuge waren in ungestümen, wil- 
den Bewegungen, und der Knabe fieberte und sprach irre. Es wur- 
den wieder Hiutegel gesetzt und statt der Pulver; die nicht mehr 
gut beizubringen waren, verordnet: PR. Hb. Digit. purp. 5%, Rad, 
Alth. 3ij, Coy. in 8. q. Aq. comm. Col. 3ijfß add, et solv. Cupr. 
sulph. gr. xij, Syr. Alth. 33. D. S. Kaffeelöffelweise, worauf aber- 
mals vieler länglicher häutiger Schleim mit ganzen leicht aus ein- 
ander gehenden Hautstücken weggebrochen wurde und wohlthätige 
Erleichterung in allen Symptomen sich einstellte. So wurde nun 
8 Tage bald etwas mehr, bald etwas weniger von diesem Metall- 
salze gegeben, worauf es sich sichtlich besserte. Später erhielt 
der äusserst geschwächte Knabe, der beim Husten immer noch ei- 
nen hohlen Ton hatte, wechselnd Dec. von China, Seneg. Alth. etc., 
wonach er gang wohl wurde. So überstand Pat. zum 3. Male die- 
ges Uebel, das der Verf. in solchem Grade noch nie beobachtet 
hatte, durch unausgesetzten, beharrlichen Gebrauch des Cuwpr. 
sulph. — VI. Ein 16monatliches Mädchen erkrankte auf ein Mal 
an Bräune mit allen schlimmen Symptomen. Das kräftige rothwan- 
gige Kind war ausser den Anfällen des Hustene ziemlich wohl und 
inspirirte dann noch ziemlich langsam und regelmässig, trat aber 
der Husten ein, so wurde es ganz blau im Gesichte und konnte 
keinen Laut hervorbringen, Man setzte 6 Blutegel, die eine mäs- 
sige Menge Blut entleerten, worauf der Husten schon merklich er- 
leichtert wurde. Nun verordnete der Vrf.: 1}. Cupri sulphur. gr.}, 
Puls. kb. Digit. purp. gr. , Sacch. alb. If. M. f. Pulv. Disp. tal, 
des, No. xij. D. S. Alle Z Stunden ein Stück und wenn darauf 
Brechen erfolgt, alle 2 Stunden 4 Stück. Nach diesen Pulvern 
warf das Kind, das schleimire Getränke und viel Zuckerwasser zu
	        
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