Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

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‚11L Materia medica und Toxikologie, 403 
und starb desselbigen Tags. Am folgenden Morgen schnürt. das 
Kindermädchen sein Bündel, um sich nach Hause zu begeben. 
Die Dienstfrau giebt das nicht zu, und als den folgenden Tag 
die Mutter nach Ernstbrunn kommt, ‚bekommt die Tochter die 
Weisung, ‚zur Wartung eines 3jährigen Knaben noch ferner in 
dem Hause zu bleiben, ungeachtet sie klagt, weing und der 
Mutter Wortlosigkeit vorwirft. — Dies geschah Sonntags, und 
Montags früh brach auf eine völlig unerklärbare Weise in einem, 
vor: der Wohnung nur wenig Schritte. entfernten Stalle Feuer 
aus, welches jedoch gleich gelöscht wurde. — Am Dienstage, 
Vormittags, findet die Mutter ‚ihren 3jährigen Knaben, den sie 
vor Kurzem gang gesund dem Kindermädchen übergeben hatte, 
binu und erstickt auf dem Bette liegen. Das Mädchen wird ver- 
hört: und sagt-aus:; In Ernstbrunn gefiel es mir nicht; ich 
gehnte: mich nach meinen Kltern. Ich wusste, dass ich, wenn 
das kleine: Kind stürbe, nach Hause gehen dürfe; daher. legte 
ich. ihm ein feines Tuch um den Hals, {schnürte e8 zusammen, 
bis ‚es ganz blau wurde; allein das Kind erbarmte mich, ich 
nahm das Tuch wieder ab, aben das Kind bekam Krämpfe und 
starb. . Da ich auch jetzt nicht nach Hause gehen durfte, legte 
ich in den Sta neben unserm Hause Feuer, in der Hoffnuug, 
dass ,. wenn Haus.und Kind verbrennt. wären, diese Leute kein 
Kindermädchen mehr: gebrauchten. . Da aber auch dies nicht ge- 
lang, so. legte ich den kleinen Knaben auf’s Bett, .deckte sein 
Gesicht mit Polstern zu und setzte mich: darauf,. bis. er sich 
nicht mehr rührte.* — - Dieses Mädchen, welches fa 5 Tagen 
zwei . Kinder . ermordet, einmal Feuer . angelegt hatte und 
nicht: die geringste Reue geigte, sondern. sich gang unbefangen 
benalım ‚und nur fragte,: warum man es .nicht zu seinen El 
tern gehen lasse, hatte von der Dienstfrau das beste Zeugniss 
in Hinsicht seines herzlichen. und liebevollen Benehmens gegen 
ihre Kinder, Hs war .selten in die Schule geschickt, im Uster 
richte daher ganz. zurückgeblieben, verrieth übrigens die schärfste 
Beurtheilung: und ein für ‚sein Alter ungewöhnliches Talent, 
[Medi Jahrb. d. I k. österreich, Staates, 1834, Bd. 15. Stu. ] 
(Vgt.) - 
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195. Ue?* z 56 wmähnliche A-r2n ırt 
gewöhnlicher ”narmittel;.von Dr. Haur- *». Besig- 
heim. Oft schon hat sich dem Vrf. die Frage anfgedrungen:; 
ob die Aerzte nicht zu viele Mittel überhaupt, und namentlich 
nicht diese zu rasch hinter einander anwendeten? Nach langem 
Nachdenken glaubt er dieselbe bejahen zu dürfen. : Ohng . au 
Stägige Nachwirkung, eines ‘Millionentheils von einem Graue zu 
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