Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

Vi» Gynäkologie und Pädialrik. 
'Opinii Zu z-—.. Gr. blieb ohne Wirkung,  Adch gegem Abend 
behärrte der dritte Arzt hei seiner Meinuug, und da H, wohl ein- 
sah, dass, wenn seine Ansicht die richtige wäre , die ’Kranke ret- 
tungslos verloren seyn müsse, so willigte er in einen von jenem 
dringend verlangten‘ Probeaderlass, Wöbei jedoch sehr wenig und 
bei einem‘ wiederholten Versuche gar kein Blut aus der Ader floss; 
der Puls sank immer mehr, die Glieder waren marmorartig kalt, 
die Angst‘ und: die quälenden Schmerzen liessen nicht“nach; Pat, 
blieh beit vollem: Bewusstseyn und verschied enülich nach 9 Uhr 
unter anfangs schweren und’ schnellem, dann langsamermr und seuf- 
%erärtigem Athem!- —' Am 5. Mai wurde im Beiseyn der beiden 
änuern Aerzte von H. die Leichenöffnung‘ unternommen; ‘die: Lei 
che war wachsähnlich bleich, ohne Todtenflecken; die Gesichts- 
ziuge unentetellt; sanft, nur’ von auffallend älterem Ansehen; als 
im Leben; in dem mässig ausgedehnten Unterleibe -war deutlich 
Fluctuation zu fühlen, und bei seiner Eröffnung floss eine Menge 
flüssiges und geronnenes ‘Blut aus, und’ eine bedeutende Quantir 
tät geronnenen Blutes hedeckte allenthalber die Eingeweides; im 
Ganzen wohl "gegen 6%, nirgends aber ‘zeigte sich eine Spur 
einer Statt gehabten Entzündung oder irgend einer andern Krank- 
heit; aber bald zeigte sich : die geborstene linke Tuba als die 
Quelle der Blutuug, der Uterus; dessen Grund sich mehr nach 
rechts neigte , stand‘ mit ‘dein Beckeneingange in gleicher Höhe, 
die’ Blase war leer‘, der‘ Mastdarm enthielt etwas weichen Koth; 
der Uterns war‘ grösser als im ungeschwängerten Zustande, 4 
Yang, 14 im: Querdurchmesser , seine Wände 4 dick; die’ ver- 
'grösserte Höhle durchaus mit einer weissen, leicht abziehbaren 
Jäut ausgekleidet; der Mutterhals war sehr lang, 18“ par M., 
sein‘ Canal war wie gewöhnlich gefaltet und- mit- einenr gallert- 
artigen‘ Stoffe angefüllt, wovon ein Theil aus dem eirunden Mut- 
termunde hervorragte; die linke Tuba war in ihrer Mitte- etwa 
2“ von - dem Uterinende an bis 1“ vor der Unterleibsmündung 
geborsten; ‘der Riss betrug in der vordern Wand 43‘ aus die- 
ser Oeffnung ragte ein noch mit einzelnen Fragmenten der Trom- 
pete bekleideter, wallnussgrosser, ander Oberfläche fester, ge- 
streifter , bräunlich-rother; in: seiner Texter‘ aber krümlicher und 
fleischartiger, "aus zahlreichen Gefässflocken und häutigen‘ Fort- 
sätzen‘ hestehender, Körper hervor; Spuren des -Nabelstranges 
und des” Kmbryos ‘liessen sich nicht wahrnehmen; die ganze 
linke‘ Tuba, mit Ausnahme ihres ersten an den Üterns gränzen- 
den Dritttheils; war bedeutend vergrössert,. ihre Längenfasern sehr 
entwickelt; dicht vor der Berstungsstelle war ein den Canal ver- 
schliessender, krümlicher, braäunrother Pfropf fest an: der. Innern 
Fläche angeheftet}:.ein ähnlicher Pfropf‘ verschloss den Canal 
dicht‘ unterhalb. der Berstungsstelle z'der linke vergrösserte Kier- 
stock (er war’) 6‘ Jang und 11 breit) zeigte auf seiner äus- 
seren‘ Oberfläche viele anregelmässig- durch und neben einander 
laufende Fäserchen: £ von den in ihm enthaltenen GraAAr’achen
	        
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