Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

IV. Chirurgie und Ophthalmologle, 307 
er, 
lin- 
hte 
‚ZUR 
567 
‚tur 
Mal 
Tits 
ens 
zu 
ade 
‚31- 
and 
off- 
ben 
ere 
und 
«ser 
cht, 
ati- 
der 
eff- 
.D- 
(en, 
‚ren 
ich 
sie 
die 
ude 
zen 
ich 
ber 
und 
8 
rie- 
es 
Dr- 
a8i- 
»nt- 
„en. 
nen 
nen 
vel- 
für 
Be- 
ang 
ae 
{te 
der Fistel geschlossen hatte. Die Wunde heilte binnen 4 Wo- 
chen, es war eine Fistelöffnung von 4 Zoll geblieben, und bei 
Stuhlentleerungen drängte sich nur sehr wenig durch dieselbe in 
die Scheide, da die Excremente nun ungehindert auf natürlichem 
Wege abgehen konnten. Der Zustand war mithin bedeutend bes- 
ser geworden, und Pat. wurde mit dem Troste entlassen, dass 
durch eine spätere, viel leichtere Operation das Uebel vielleicht 
ganz beseitigt werden könne. [Rust's Magazin f. d. ges. Heil- 
kunde, Bd.42, Hft. 1.) (K— ee.) 
160. Knochenwucherung in Folge eines’ ahze- 
schnittenen Weichselzopfes; von Dr. GröscHNER, Kreis- 
physicus in Neustadt bei Danzig. Ein 16jähriges Mädcben, von 
gesunden Eltern geboren, verlor dieselben sehr früh und lebte 
dann in Mangel und Schmunz, so dass sie vor .5 Jahren einen in 
dortiger Gegend nicht seltenen Weichselzopf bekam. Vor 4 Jah- 
ren wurde ihr derselbe abgeschnitten, worauf unmittelbar am 
innern Winkel des rechten Auges eine kleine anfangs schmerzlose 
Knochengeschwulst sich bildete. Diese wuchs schnell, entzün- 
dete sich, sonderte eine scharfe, der des Weichselzopfs ähnliche 
Jauche ab. Der Weichselzopf erzeugte sich aber nicht wieder, 
Nach 4 Jahre vernarbte die Stelle ohne künstliche Hülfe. Da- 
gegen schmerzte ‚die Knochengeschwulst und wuchs ‚bis zu ei- 
ner entstellenden Grösse. KErgriffen durch Knochenwucherung 
sind die ganze Nase; der Oberkiefer, das Jochbein, die Stirnz 
das blöde rechte Auge steht gegen das linke um 1 Zoll vor; 
der Gaumen ist herabgetrieben, Eine ähnliche aber kleine Kno- 
chenhervorragung sitzt unter der Oberlippe am Alveolarrande des 
Überkiefers, Sämmtliche Knochenwucherungen sind jetzt un- 
schmerzhaft. Vebrigens ist das Mädchen für ihr Alter klein, 
noch nicht menstruirt, die Functionen der Digestion normal, der 
Schlaf gut, der Puls klein, weich, frequent und leer. Im vor- 
liegenden Falle scheint der Stoff, welcher in den zum Weich- 
selzopf verklebten Haaren erzeugt wird, als ihm. diese Ab- und 
Aussoudernugsstelle genommen worden war, sich auf die dem 
behaarten Kopfe nahe gelegenen Knochentheile, anfänglich Nase, 
dann Stirn und Oberkiefer geworfen zu haben; es wurde dadurch 
eine krankhafte Knochenwucherung erzeugt, anfänglich auch der 
Üeherschuss an Jauche ausgeworfen, später aber zu stärkerer Kno- 
chenwucherung verwendet, Der Vrf. zweifelt an Heilang oder Ver- 
hinderung der weitern Ausbildung der Deformität, da eine Einim- 
pfung des Weichselzopfs nicht gelingen dürfte. [Med. Zeit. v. d. 
Vereine f. Heilkunde in Preussen , 1884 ‚ Nr. 26.] (Fr.) 
V. GYNnäKoLoGIE und PÄpIATRIK. 
161. Ueber ein bewährtes und zugleich sehr 
einfachen Heilverfahren bei den sogenannten ha- 
DO
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.