Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

156 MH. Pathologie, Therapie und medieinische Klinik. 
beunrohigende Erscheinungen Aenderung der Mittel fordern. 
[Casper’s Wochenschr, f. die ges. Heilk., 1834, Nr. 22.] (K-— e.) 
Il. PATHOLOGIE, THERAPIE und MEDICINISCHE KLINIK, 
105. Zwei Fälle von Febris intermittens pleuri. 
t£ca; von Dr. Torr in Ribnitz. Gleich nach der Entbindung 
von einem Sohne ward die Fran eines Bürgers von Schüttelfrost 
br:fallen, worauf Hitze und Schweiss folgte. Während dieser 
ganzen Zeit fühlte die Kranke die heftigsten Seitenstiche, die 
auch in der 24stündigen Dauer der Apyrexie anhielten, Solche, 
mit pleuritischen Symptomen verbundene Fieberanfälle traten je- 
Jen Mittag ein und wurden von Tage zu Tage heftiger. Nach 
elltägiger‘ Dauer, während Aderlass, Blutegel, Nitrum vergebens 
Afingewendet, die Krankheit auch einige Tage der Natur überlas- 
wen worden, ward T. zu Hülfe gerufen. Derselbe erkannte die 
Krankheit als Wechselfieber mit symptomatisch - pleuritischen Zu- 
fällen. Vom Fieber war der Seitenstich nicht abhängig, da er 
auch ‘ausser dem Fieberanfalle fortbestand. "I. verordnete 4 Un- 
zen Infus. Valerian., wit 12 Gran Chinin, sulphur., 1 Drachme 
Kali acet. und 1 Unze Syrup. Aurant., und liess auf die Stich- 
stelle Ung. Alth., Linim. ammon, ana 3%, Camphor. 3%, Tinet. 
op. simpl. 36%, Ol. Hyose. 3ij einreiben, Nach verbrauchter Mix- 
tur kehrte noch ein schwacher Fieberanfall mit verminderten 
Schmerzen zurück und dann verschwand Fieber nebst Seiten- 
stich. — Bei einem corpulenten Schiffer von 30 und einigen 
Jahren hielten die Anfälle der Febr. interm. pleuritica keine be- 
stimmte Zeit, und die Stadien des Frostes, der Hitze und des 
Schweisses waren nicht streng von einander getrennt, indem sie 
unter anhaltend heftigen Seitenstichen fast stets unter sich wech- 
gelten. Ziegelmehlartiges Sediment im Harne, Husten mit Schleim- 
auswurfe, Anorexie, Unruhe, Schlaflosigkeit, Kreaz- und Glie- 
derschmerzen, und 3tägige Obstructio ualvi waren, Wie übri- 
gen bemerkenswerthen Symptome, Die mehr zum „re£mittirenden 
Charakter sich hinnejgenden schwach intermittirenden Anfälle 
deuteten auf eine mehr katarrhalisch-rheumatische Natur des Fie- 
bers, und Verf. hielt den Zustand für eine Plexrodyne rheumt- 
tica febrilis, gab ein Alectuar. lenitiv. und nach erfolgter Lei- 
besöffunng Sal ammon. 3ij, ‚4q. Samb. 3viij , Lig. ammon. acet, 3 
KExtr. hyoscyam, gr. x und Succ. Liquir. 3ij, daneben, wie im 
ersteren Falie, Einreibungen auf die Stichstelle. Die Intermis- 
sionen wurden grösser und die Stadien des Fiebers deutlicher 
begränzt. Zwölf Gran Chinin in 4 Unzen Infus. Valer, mit 
Kali acet. 5) und Syr. Aurant, 3j nahmen Fieber und pleuriti- 
sche Zufälle bald weg. [Horn’s Archiv, 3834, März, April.) 
(V—t.)
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.