Full text: (9. Band = 1834, No 17-No 24)

L Anatomie und Physiologie. 195 
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vösen Erscheinungen, durch das Localleiden modificirt, ein, kün- 
digten sich aber meist schon anfangs durch zwar härtlichen, aber 
schnellen und unterdrückten Puls, durch grosse Kraftlosigkeit 
und durch dunkelblaue, umschriebene Röthe der Wangen auf 
gelblichem Teint an. Nicht selten verloren sich die Zeichen 
der Lungenentzündung nach dem 4. oder 5. Tage ganz und mach- 
ten mit einem Male dem nervösen Zustande Platz, ‚ohne sich 
später wieder geltend zu machen. — Die Sectionen zeigten im- 
mer krankhaften Zustand der grössern Organe, namentlich des 
Unterleibs, während Nerven und Ganglien, so wie der Darmca- 
nal nichts Krankhaftes darboten. Jener krankhafte Zustand, der 
meist die Leber betraf, bestand in mehr oder minder vorgeschrit- 
tener gänzlicher oder theilweiser Erweichung der Substanz, die, 
wenn die Leber allein ergriffen war, sehr leicht übersehen wer- 
den konnte, weil sie dann nicht das ganze Organ im ganzen 
Umfange, wie dies wohl in seltenen Fällen bei an Alterschwä- 
che, nach langem Siechen, an Trunksucht etc. Verstorbenen der 
Fall ist, ergreift, sondern nur den stumpfen, convexen 
Theil des rechten Lappens trifft, der in mehr oder we- 
niger erweichtem, breiartigem Zustande gefunden wird. Gleich 
wenn die Leber herausgenommen wurde, empfand die Hand 
an dieser Stelle geringen Widerstand und drang leicht in die 
Substanz ein. Quer durchschnitten erschien der linke, noch ge- 
sunde Theil deutlich körnig, drüsenartig, lebhaft braungelb ge- 
färbt, während nach der erweichten Stelle die normale Struotur 
sich immer mehr verwischte und gleichartiger, in einander flies- 
sender und livide wurde. Diese Erweichung hatte sehr verschie- 
denen Umfang: gewöhnlich‘ drang sie 2—23} Zoll in die Leber 
ein. Mit diesem Zustande, geltener ohne ihn, war gewöhnlich 
gänzliche Erweichung der Milzsuhstanz zugegen. Auch hier war 
die Mürbheit sehr verschieden und häufig so vorgeschritten, dass 
der eigenthümliche Ueberzug der Milz wie ein Beutel den breii- 
gen Inhalt, ohne Form, zusammenhielt. Blut sah man nie in 
der Substanz. Während dies die gewöhnlichen krankhaften Zu- 
stände nach nervösen Krankheiten waren, nahm man mitunter 
ähnliche Erweichungen auch in den Lungen und ein Mal im Ge- 
hirne wahr. Meist stellte dann der untere Lungenlappen, im mehr 
oder minder grossen Umfange, eine mürbe, gleichartige, oft 
breiige, dunkelbraune, mit etwas Blut vermischte Masse ohne 
deutliche Demarcationslinie dar, ohve dass man sonst Spuren 
Früher Entzündung gesehen hätte. — Die Mittel, deren sich der 
Verf. in den genannten Fiebern mit auffallend günstigem Erfolge 
bedient, und wodurch namentlich die sehr langwierige Convale- 
ecenz abgekürzt wird, sind Chininum sulph., stündlich zu }-—4 
Gr. mit Acidum, sulph. oder Mirt. sulph, acida, in Mixtur ver- 
abreicht, wobei selbst starker Zungenbeleg keine Gegenanzeige 
giebt und wo nur bedeutendes Sinken der Kräfte, oder andere 
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