Full text: T bis Z. Nachträge (Fünfter Band)

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893 totalligen — 
Thosegger“; ebenso das. 1780. Der T. genoß 
Abgabenfreiheit. 
*to-talligen (tö-tolird) sw. v. „mit flüssi 
gem Talg verschließen“ (z. B. Saftflaschen) 
Dtm. 
*to-vertrulich (tö.fatrüli) adj. „zutrau 
lich“, Vermischung von itotrulich und ver- 
trulich. 
*to-wieren (tö-vian) sw. v. „mit einem 
Wierdraht (V, 637) das Tor der Koppel 
schließen“ Dtm. 
Tögel (141) „Zügel“, ut ’n T. fallen 
eigentl. vom Pferd, das nach der Seite 
drängt, übertr. „aus der Rolle fallen“ Sdtm. 
♦törleggen (tqale-gn) sw. v. „inhaltloses 
Zeug schwatzen“, se stakt dar io t. „kom 
men mit ihrem Gerede nicht zu Ende“ Dtm. 
(ausgest.). Wohl mißverstanden aus dem 
ungebräuchlich gewordenen törlgren V, 144. 
Törnung (144 f.). he heit wall ’n T. ut de 
Augustmonat (seine plötzliche Übellaunig 
keit wird auf die Hundstagshitze gescho 
ben) Ang. 1880. 
*törnig (zu Törn 145) adj. „turmartig“. 
de Mergel sitt t. Dtm. 
*Traav (trgf) f. „die Trave“, vgl. Trave 
münde (trgmyn) 151. 
♦treckig (tre-gi) adj. „langsam“, he is 
doch ok to t. Dtm. Zu trecken V, 153. 
Trempel (157). Zsstz. Steen-trempel „nie 
drige Mauer eines alten Hauses“ Sdtm. 
Trien-lieschen (160) „faules, unordent 
liches Weib“ Dtm. 
♦Trimm (trim) m. „richtige Lage“, „ge 
hörige Ordnung“ Seemannssprache (Kluge 
S. 793). aus engl. trim. he hett sien Schipp 
bannig in T. Vom Lehrer: he hett de Jungs 
good in T. Dazu trimmen „die Ladung ord 
nungsgemäß verstauen“. Kompositum: ver 
trimmen „verhauen“, „verprügeln“. 
trippeln (162). Dazu Trippd-biMel von 
einem „trippelnden Pferd Sdtm. 
Trumm 2 (168) s. Kaffe-trumm (Nachtrag), 
auch Kaffee4rump Dtm. du mußt de Boh 
nen in de Trumm smieten Dtm. 1820. — 
Dazu Trumm-sigl „Dreher an der Kaffee 
mühle“ Dtm. 1820. 
tru-schüllig (170) Verschmelzung aus 
tru-hartig und unschülUg. 
Tründel (173). Zu den Ortsnamen noch 
Tröndel Flurn. Gut Neuhaus (Ltjbg.). 
Tuck (175). M de Arbeit T. holen „eine 
Pause machen“ Fehm. 
tucksen (176), auch „handhaben“, „mei 
stern“, „regieren“, kannst em (den Dresch 
flegel) ok tuuJcsen? 
tumpig (179), in Ang. als Adv. häufig 
„merkwürdig“, „unerwartet“, fast „sehr“. 
da keem ik noch t. guud von. du hesst ok 
TTllp.ruili n 
T 
■in ’t Spql. Vgl. unklook 
:rren“. Auch lautmalend 
„Igel, der in oder am 
ie gölten T. Name eines 
Neudorf (Sgbg.). 
der Ra. he weet vun T. 
,er weiß von garndchts“, 
ne Ahnung“ Dtm. Viel- 
jrelegenheitebildung für 
)iele V, 85 u.; s. auch hü 
timte Wann (Wannen) 
.chm ausgefüllte Wände, 
Fachwerkhäusern üblich 
ieth$rto noch tünte Wan- 
dat Fachwark utmürken 
üher Name der Feuer- 
iferum (Storm.), heute 
85. 
Saarn („Garten“) geit ut 
n Unordnung“ Dtm. 
tuten (215) m. „Weiß- 
—penn-stück n. 
innig kostet“. 
I, auch twee-taast 
Ischen „Zwillinge“ Dtm., 
. — Zur Ableitung twq- 
kurzibeiniger Mann sagte 
ich wied noog twglt. 
i) statt „Brechbohnen“ 
srwertige Sorte Bohnen, 
itenfasern an den Scho- 
! ler Vbdg. dal is allem 
tken „vollständig zerbro- 
^o-lfsden) Fangspiel mit 
| hrliche Beschreibung s. 
s Fief-steen II, 80. 
ft? 
co 
I opamü-s) in der Ra. he 
i vartet einen Zuwachs in 
teuim. (veralt.). Bedeu- 
luur h- | Os 
seini i _ 
tung^ | 
♦Üiierjiuiu i uiulgn) in einem zerrütte 
ten Knieschaukellied (s. rieden IV, 95): 
o mien leef V. mit dien blau Bullerjahn,
	        

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