Full text: T bis Z. Nachträge (Fünfter Band)

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verwunnern 
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keem ’n ol Fru mit Hawerkaff (a unten t), 
de brau jim („ihnen“) dat Beer af oder 
• • . Kapün, dor brugen se dat Beer ut (dor 
Wedln se morgen Beer vun bruun) 6 Fassun 
gen. achter de Schün, dor braun dree Ko- 
Pün, se braun dat Beer wol gaud un stark 
1 F. un as ik in de Schün keem (s. oben b), 
dor stunnen dor 3 Kapuners, de dörschten 
dor wat Hawerkaff un bruden 3 Tonn Beer 
a f 1 F. dor güngen de beiden (näml. Katt 
un Muus) tau Schün (vgl. oben b) 1 F. se 
(die Fledermaus) fgg wol op de Schün oder 
«e draug em (den Dreck) achter de Schün, 
dor döschen usw. (ähnl. wie oben) 2 F. — 
Hinter dor bruun se sik good Beer af auch: 
een Tunn Leckbeer usw. (s. III, 425 o.). — 
g) anschließend an f: dat Beer fung an to 
hrusen (susen, prusen), Stänner (dree Bal- 
ken) ut ’n (un) Husen oder de Stänner dans 
in Huse oder dor hinken se na Husen oder 
hoch (veer Fack) gwer ’n Husen oder vun 
hiem na Bargenhusen (Kellenhusen) 21 
Passungen. — h) de Kalwer in Stall, de 
Ighren (vergeten) gr(en) Tall (verloren gren 
Fall) 6 Fass, oder de lepen gwerall 3 F. oder 
fungen an to toben (vgl. unten n) 1F. Auch: 
Klepper in Stall, nu is ’t all 1 F. — i) de 
Mücken drogen dat (de) Mull (dat Üller, 
den Dreck, dat Schaarn) herut (ut ’t Huus) 
f Fass.; für Mücken auch de Swolkfen) 3 F., 
de Kapuun 1 F., de Müs 1 F., de Swien 3 F. 
k) de Brummer (de Brems, de Mücken) 
haalt de Käuh to Hum, de Flegen schulten 
se melken 4 Fass. — 1) dat Kalf leeg in de 
Weeg un sung (sprung), de Koh seet dorbi 
(up ’e Fürhgrd, bi dat Für) un spunn (sung) 
4 Fass. — m) de Hühner (Hahn) op ’n Wie 
gten, de wullen (sik) beswiemen oder de 
fungen an to schrien oder de lenen (= legen 
«lagen" oder Igden „legten“?) in de Tien 
(V, 59) 7 Fass. — n) de Swien in ’n Koben, 
de wgren gans bedabent (de fungen an to 
dragen) oder de Sgg op den Missen, de kreeg 
dat Pissen 3 Fass. — o) de Hahn (Hgn, 
Reister) op ’t Heck (op ’n Hecken) de flog 
(full, versoop sik) in den Dreck (in ’e beste 
Kim-bam-beerschaal) oder verdrünk all den 
Schreck oder de woll dat Beer mal smecken, 
^ach: heisa <)wer ’t Heck, Greten full in ’t 
Rreck 10 Fass. — p) de Heister (Kukuk) in 
(up) dat Nest, versoop in all den Gest (vgl. 
F 361 o.) oder de Kluck(hgn) op dat Nest, 
dat wgr de allerbest (wull proben, as dat 
st >ieckt) 7 Fass. — q) de Kreih up den Tuun, 
versoop in all den Schuum 2 Fass, oder 
reih op ’n Pahl, full vun haben dal 1 F. 
udor de Kreih op ’n Tuunpahl, full (gwer ’n 
upp) in de best (Warm-)Beerschal 4 F. 
°^ er de Kreih up de Klink, de flog in den 
Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch. V. 
Wind 1 F. oder de Vagei op ’e Dönsenklink, 
nu is ’t all stickenblind 1 F. oder un de 
Vagei, de dorbi seet, kreeg de Stiert ock 
noch natt 1 F. — r) de Heister (Voss) mit 
sien langen Swans, de geef de Bruut de 
grste Dans (de Vgrdans) oder dat is ’n 
goden Vgrdans, auch: de Bruut keem ut 
in ’e Vgrdam (vgl. Dam 1,677 Mitte, Ehren- 
dans I, 1016, Heister II, 717 u.) 4 Fass.; 
auch fortgeführt: dans, dam de poolsche 
Dam usw. (III, 1091 u.). — s) de Voss sloog 
na de Trumm, dat all de Borm sprung 1 F. 
oder de Voss de sloog de Trommel, tjipp- 
tjapp-tjommel, lüttje, lüttje Stummel 1 F. 
— t) keem ’n ool Fru (Wief), wull tosehn 
(wull ok wat sehn), full mit de Ngs in ’n 
Rönnsteen (fortgeführt: en ol Mann kiek 
üm de Eck, füll mit ’n Ngs in ’n Kauh- 
dreck) 7 Fass.; vgl. oben f. — Dieses Stück 
dient oft als Abschluß des Liedes; ähnlich: 
do keem de Buur mit ’n Knippei an un 
sloog gr all dood, do schregen se all: 
„i-i-i-ik“ oder Uul in de Kuül fung dree- 
mal an to hulen: „huul, huul, huul“. Zu 
weilen geht das Lied unvermittelt in einen 
anderen Keim über, der dann den Abschluß 
bildet, z. B. ha, Hans Franzmann hett ’n 
roden Rock an, gifft de Kinner Ngt in ’n 
Schoot, o wat ward se groot (vgl. Rummel 
pott d IV, 192); s. auch Kramer III, 298 
Mitte. — Von den 30 untersuchten Fassun 
gen stammen 4 aus Wschl., 8 aus Ost- und 
Südost-Schlesw., 1 aus Sdtm., 2 aus den 
Elbm., 6 aus südwestl. Mh., 3 aus südöstl. 
Mh. und Lbg., 4 aus nördl. Oh., 1 aus der 
Prb.; 1 ist ohne Ortsangabe. — Von den 
beiden folgenden Fassungen ist die erste 
ein reines Verwunderungslied; die zweite 
ist mit verschiedenen anderen Reimen ver 
mengt: 1) un as ik hen na Flandern keem, 
müßt ik to mien Verwunnerung sehn: de 
Koh seet in de Stuuf un spunn, dat Kalf 
leeg in de Weeg un sung, de Flellermuus 
de fgg dat Huus, de Katt de wüsch de Tol 
lem ut, de Swölken mit gr spitze Srmut, de 
Swölken drogen den Dreck herut, un achter 
de groot Schün dor döschen dree Kapün, de 
döschen Stroh un Hawerkaff, dor bruun se 
good Beer vun af, dat Beer füng an to bru- 
sen, de Stänner füllen ut ’t Husen, de Hüh 
ner op den Wiemen de dünnen dorvun be 
swiemen, de Kluckhgn op ’t Nest versöppt 
in ’n Gest, de Kuck (= Kukuk) op den Tuun 
versöppt sik in den Schuum Strenglin b. 
Sgbg. — 2) de Wind de weiht, de Hahn de 
kreiht (vgl. III, 660 o.), de Voss sitt up den 
Tuun (vgl. III, 359 Mitte) un plückt sik 
ggle Blum’ (für Blomen; vgl. II, 906 u.), ik 
sei („sagte“), he sull mi een afggben, he sei, 
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