Full text: T bis Z. Nachträge (Fünfter Band)

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verheil'asüelu — verjaschen 
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Pein Holst. (J. Mahl) Ang., — h e i - 
rasseln Schw. (vielleicht in Anlehnung 
an rinrasseln?): ik heff mi verheirasselt. 
—'heistern sw.v. 1. „verschleudern“, 
»verkuppeln“ Fehm. — 2. vereinz. refl. „sich 
verwirren“, „sich verheddern“, mien Ge 
danken verheistert sik. 
ver-hesbesen (fah$-sb$zn) sw. v. „verwir 
ren“; s. hqsbqsen II, 766. Niwelissen („Ni 
hilisten“) un Demokraten, de allem verhgs- 
hfst un vermengelqrt Dtm. 1880. Bes. im 
Part. ver-hfsppst Ang. Schw. Dw. 
Hohn Dtm. Kh., —hgstppst Mschl. Ang. 
Schw. Hü. Schenef., — h 9 s b 9 s t Dtm. Wm. 
PL. Eid., — häsbeest Eid., — h9st- 
h 9 s t Flensb. Eid. Stap. Dtm. Wm. „ver 
wirrt“, „aufgeregt“, „fassungslos“, „kopf 
los“, „bestürzt“; vgl. bek^sb^st I, 278, ver 
gisst. he wqr gans v. auch: „außer Atem“ 
(vom Laufen) Dtm. Kk. Ang., „abgehetzt“ 
^m. Mschl., „übereifrig“, „geschäftig“ 
Ang.; in Nübbel bei Rdsbg. auch „ver 
wöhnt“, „verzogen“, he leep v. rumbi. maak 
mi man ni gans v. se keken sik v. an. de 
v—en Buurn „erstaunt“ Holst. 1850. Übung 
zum Schnellsprechen: dor kernen dree v—e 
Wiener an, de een Fm Wief, de anner Fru 
^Wunn, de drütte Fru Wiewern-Siewern-Trie- 
wern-Trumm, harr ik en Toom, harr ik se 
hunn, dat de Fru Wief un de Fru Wunn 
un de Fru W.-S.-T.-Trumm mien Dang ni 
Weller ut ’n anner lopen kunn’ Ndtm. 1870 
(vgl. Heim. 24, 52). Zweispänner: v. un ver- 
tünnelt Groth 1, 86. 
ver-heten (fahedn) st. v. 1. refl. „sich ver 
pflichten“. he mutt sik v. un qr toswqren 
Oh. (Wisser); mnd. vorheten refl. „geloben“. 
■— 2. ik icull mi mit de D$rn v. laten 
»mich mit ihr verloben“ Sdtm. (abst.). Vgl. 
—sprfken. — h^tschenf—hifdsn) Schlesw. 
1850 u. noch, — hf wein sw. v. „verziehen“, 
»verhätscheln“, „verzärteln“; meistim Part.: 
~~ h $ w e 11 Schlesw. Ranz., — h e w e 11 
(—Jiev\d) Eid., — hobelt Flensb. „verzo 
gen“, von Kindern; s. hfweln II, 778. Zwei 
spänner: v. un vertrocken. —hexen sw.v. 
== behexen I, 278. 
ver-hiddelt adj. „verwirrt“, in ’n Dorp 
w 9 r allens v. Heikendorf; vgl. —h?spgst. 
Auch: „voreilig“ Ang.; vgl. hiddelig II, 789. 
himmeln sw.v. „verhimmeln“. 1. „ver 
ehren“. — 2. „verrecken“, „verenden“. 
meerist, ik will hier v. (un verörgdn); s. 
himmeln II, 803. — hisst adj. „abgehetzt“ 
Zu hissen 1 II, 815. — h i 11 e n sw. v. refl. 
»heiß werden“; mnd. vorhitten. wen de 
Herrgott will erholen, de kann nick, v. un 
n ich verholen Holst. 
ver-hochfarrigen sw. v. refl. „sich zu 
hoch vermessen“ Wm. abst.; zu hochfarrig 
II, 825. — holen st v. „verhalten“. 1. refl. 
so verhallt sik de Kraam ni. — 2. enen wat 
v. „jemand aus seinen Mitteln mit etwas 
versorgen, es ihm liefern, halten“ Wm. — 
3. sik wat sülm v. „sich aus eigenen Mitteln 
etwas halten“ Wm. — hollännern sw.v. 
„das Milchvieh verpachten“ ausgest.; s. Hol 
länder 2 (II, 864 o.). —hören (—höan), 
— huren sw. v. „verhuren“, „leichtsinnig 
verschwenden“, he hett allens verhoort, ver- 
sngrt, verrosskämmert un versapen Heiken 
dorf; vgl. —f umfein, —fiedelfumfeien. — h ö- 
gen (—häis) sw.v. „erhöhen“, wenig ge- 
bräuchl.; vgl. Ehrenberg, Blankenese, S. 60: 
das Ufer war schon 1731 „vom vielen Aus 
werfen des Sandes . . . dermaßen verhöhet 
worden“, daß keine Brücke mehr nötig war. 
— h 9 k e r n sw. v. „(im Kleinhandel) ver 
kaufen“, verächtlicher Ausdruck; vgl. Sch. 
2, 147. — h 9 p e n sw. v. „verhoffen“, „hof 
fen“; dafür meist hgpen II, 914. wi wollt ’t 
Böst („das Beste“) v.; he hett no wat to v. 
„ihm steht noch etwas in Aussicht“ Wm. 
—■ h 9 r e n sw. v. „verhören“, de Biecht v. 
s. I, 341. se kernen int Vörhür Mhff. 2 Nr. 
236. —hprt adj. „verschlissen“ Hü.; vgl. 
—haartet). —hudeln sw.v. refl. „sich 
versehen“, auch „sich verspäten“ Eid. 
— hudelt adj. „verwirrt“ Eid.; vgl. —hqs- 
p§st, -biestert. —hungern sw.v. „ver 
hungern“. dor is noch keen Kijksch bi ’n 
Fürh$rd verhungert Dtm.; vgl. I, 199 u.; 
IV, 847 o. so verhungert as ’n Kreih Ang. 
en verhungerte Kqrl is to helpen, awers nich 
en fule een Eid.; vgl. II, 730 u. Zweispän 
ner: verhungert un hollögt (11,862) Schlesw. 
1890. —huren s. —hören. — hünkeln 
sw. v. „wird etwas von dem Hünkel (II, 970), 
dem Kernhaus des Apfels, zum reinen Fleisch 
(Apfelfleisch) zerschnitzelt, so ist es ver- 
liünkelt“ Storm. —hüren (—hyan) sw.v. 
„verheuern“, „vermieten“, dat Land (de 
Buurstgd, dat Huus) v. 
ver-jacken (fazagra), —jacksen sw.v. 
„verprügeln“. V. ist auch Bezeichn, für ein 
Kinderspiel, bei dem das Kind, das „bei“ 
ist, eine dünne Gerte (Hasseln oder Wie 
cheln) in der Hand hat, mit der es das 
Kind, das es bei der Verfolgung erreicht, 
solange schlägt, bis es sich ergibt (Neum.). 
— jackelt adj. „überarbeitet“ Ang.; zu 
sik afjackeln (vgl. I, 69) „sich abhasten“. 
— jagen (—zgia) sw. v. 1. trans. „erschrek- 
ken“. verjaagt dat Kind nich Holst 1800 
(Sch. 2, 183. 4, 302); dafür jetzt meist bang 
maken. — 2. refl. „erschrecken“, wat ver 
fang (verjoog) he sik!; gebräuchlicher ist 
sik verfahren (s. d.). — j a p p e n sw. v. sien 
Müdigkeit w$r verjappt „vergähnt“, „vor 
bei“ Holst. 1850 (vereinz.). — j a s c h e n
	        

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