Full text: (Fünfter Band)

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Utstand — utsugen 
V. is keen AfstaR (s. I, 88) Holst. 1840. — 
Ut-stand m. „Aushilfe", in U. gähn 
„eine Stelle zur Vertretung übernehmen“ 
Febm. —stapen (—sdgbm) sw.v. „aus 
stopfen“ Schw. Vgl. —stoppen. —star 
ben st. v. „aussterben", mit de nien Mo 
den starft vgl ole Wijr ut. —staken 
st. v. 1. „ausstecken“, he steek em de Tung 
ut ,steckte ihm die Zunge heraus“, nu 
stickt he de Tung ut „nun ist er schaden 
froh" (weil er sein Schäflein im Trocknen 
hat) Ndtm. de Lamp stickt de Tung ut 
„die Lampe flammt“ FL. Ang. Im Kinder 
lied von der Schnecke heißt es: stgk (stick) 
du dien veer, fief Fingern (all dien veer, 
fief Hgm) ut; s. Tgkeltuut. Besondere An 
wendung: se stgkt Baken ut för den nien 
Weg „Merkzeichen für den neuen Weg aus 
stecken“ (Groth 2, 51). 2. „ausstechen“ Ttihn 
utbrgken, Ogen u., Ngs un Ohren afsnieden, 
dat mag de Hüwel Heden (s. I, 961). du 
stickst unsen Herrgott ja de Ogen ut! sagt 
man, wenn einer eine Harke mit den Zin 
ken nach oben liege© läßt oder eine Gabel 
mit den Spitzen nach oben hält (FL.), se 
stickt em de Ogen ut „betrügt ihn“ Ang. 
stick ut un laat fgrts wedder een inschen 
ken „trink aus und laß wieder einschen 
ken“ Hollingst. 1857. S. —stippen, he hett 
em u. „ausgemietet“, „hat ihn durch Über 
bieten bei der Miete verdrängt" Dw. he hett 
em bi de Hgrn u. — Dazu Ut-stfker m. 
„Putzmesser der Korbmacher". — stellen 
sw. v. „ausstellen“, he hett witt utsteüt 
„trägt weiße Wäsche“ Holst, he hett sik 
siüfst utstellt tor Hochtied „hat sich seihst 
als Hochzeitsgast angeboten“ (um ein Ge 
schenk geben zu können) Holst. 1800 (Sch. 
1, 36). —stemmen sw.v. „mit einem 
Meißel ausstemmen" (Nd. Jb. 1, 89). — s t e- 
nen u. —Steuern (Sdtm.) „aus Pflau 
men, Kirschen u. ähnl. die Kerne entfer 
nen". —'Stiegen st. v. „aussteigen". Be 
sondere Bedeutung: „gehaltvoll sein“, „viel 
hergeben“ vom Teig (FL.). —stippen u. 
— stüppen sw.v. „austunken“, „Flüssi 
ges durch Eintauchen von Brot ausessen 
oder austrinken“, en Buddel Kgm is licht 
utstippt Sgbg. Vgl. —stgken. —stiwe- 
19 r e n sw. v. „ausklügeln“ Ndtm. 
ut-stoppen sw. v. „ausstopfen“, he süht 
ut as ’n utstoppte Mettwust Schlesw. — stö 
ben u. —stowen sw. v. „ausstäuben“, 
se stöf de kattunen Vorhang ut (Groth 2, 
233). Besondere Anwendung: „Luft aus 
dem Teig herausschkgen“ FL. — stocken 
(Schw.) u. —• s t p k e r n sw.v. „mit einem 
Stock heraustreiben“, de Hund ward ut- 
stgkert Schw. Vgl. —stucken, —stuken, 
—stückem, —stükem. — s t ö t e n sw- v - 
„ausstoßen". In der Tischlersp rache: „ e ' ne 
Leiste mit dem Hobel in die gewünschte 
Form bringen“ (Nd. Jb. 1, 89). — stöwern 
sw. v. „ausstöbern", „ausspüren“. — s t r e k - 
k e n sw. v. „ausstrecken“, ik will uvien 
matten Glieder ’n bgten u. „will schlafen • 
— streien u. — streuen sw.v. „aus' 
einanderstreuen“, dat Heu ward utstrev 
zum Trocknen. —stricken (Wm.) ® 
—-strieken st. v. „ausstreiehen“. 
striek man ut, dat gellt ni mghr. se stree» 
de Folen („Falten“) ut „strich sie glatt 
Dtm. —-striepeln sw.v. „durch Hin' 
überstreifen mit den Fingern herauspressen • 
de Perk („Mark“) vun de Beesen („Binsen ) 
ward utstriepelt un denn ward dor Hunter# 
(I, 920) ut maakt Bramstedt. Vgl. •—striP' 
pen, —ströpen. — strippen sw.v. ,,« uS ' 
melken“, se stripp de Koh ut; s. stripp en 
IV, 895. —^striepeln, — ströpe® 
sw. v. „durch Hinüberstreichen mit den Fi® 
gern hinauspressen“, de Hunten („Docht) 
de Lamp wgr vun utströpte Beesen Ndt®' 
(Geest). Vgl. —striepeln. —stucken 
(Sgbg.), —'Stuken, — stücker»; 
—'Stükem sw. v. „herausstauchen“, „her' 
austreiben“. se hebbt em utstuukt „haben 
ihn hinausgejagt“, von der Gesellschaft 
ausgeschlossen“, laat di ni u.l „laß dich 
nicht bei Seite schieben!“ FL. stuuk ui ’ 
stuuk ut, mien Hetewecken, de letzten sün& 
de besten Eckf. 1840; s. Fastelabend II, 2® ' 
sien Moder harr em aü so vgl Mal utstük' 
kert un ut de Kgk jaagt Lbg. — stupen® 
vereinz. — stuppen (Wm. Schw.) sw. v ' 
„ausstäupen“, „hinauspeitschen“, „f° r ^ 
jagen“, dor hett he en Hund u. sehn ,A oT . 
ist es ihm schlecht ergangen“, „dahin gen 
er nicht wieder“ Holst. 1800 (Sch. 2, 1^’ 
Ü- 
4, 218). he will se utstuppen „will sie a u ®' 
treiben" Schw. Heetwecken u. s. Fastet' 
abend II, 26 f. — stückern u. stüker 5 
s. stuken. —stür (üdsdya) adv. „Steuer' 
los“, „außer sich“, ik wgr rein u. vor 
„war beinahe sinnlos vor Wut“ Ang- 
Ut-stür (ü-dsdya) f. „Aussteuer“. 
noog, ’n gansen Zigarrenkasten vull 
tüg Spott für geringe Aussteuer (Plön). ** 
mutt wull de U. befahlen „muß wohl Q J 
Zeche zahlen“, beim Kartenspiel. Dazu u t 
s t ü r e n sw. v. Aussteuern“, se hett ^ 
Hochter good utstürt „hat ihr eine g®^f 
Aussteuer mitgegeben". Vereinz. „aussche 
ten“ Glückst. 1800 (Sch. 4, 219). Refl. 
seltsam kleiden“, de hett sik mal utstW 1 
„ist geschmacklos angezogen" ebenda. 
ut-sugcn st. v. „aussaugen“, se sunü^ 
(suggt) em ut bet up dat Blood (den P e
	        
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