Full text: (Dritter Band)

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opsnopen — opstaffieren 
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n'ach Beendigung des Kormschoeidens die 
Schnitter mit •warmem Essen und Geträn 
ken. (Nordfr.) Jb. f. Ldkd. 4, 183. —sno- 
pen sw. v. „aufnaschen“. — snoppen 
sw. v. refl. „ergattern“, „auffischen“ Wm; 
vgl. —mappen. — s n 9 r e n sw. v. „auf- 
sehnüren“, „sich aufschürzen“. de Dgrns 
hebbt sik heit opsngrt Dtm. 1865. —snu- 
b e in st. v. „aufschnauben“, „durch die Nase 
hochscbnauben“ Holst. 1800 (Sch. 4, 151). 
wenn de Ngs dicht is, muss du solt Water o. 
Dtm. — snückern sw. v. „auffinden“, 
„aufsuchen“, he snückert et op Wschl. 
op-sorgen sw. v. „mit dem Sorgen zu 
Ende sein“, he hett all um em opsorgt 
„grämt sich nicht mehr um ihn“, „hat den 
Verlust verschmerzt“ Hus. 1800 (Sch. 3,177). 
— s ö k e n sw. v. „aufsuchen“ wie inu Hochd. 
op-spaden sw. v. „mit dem Spaten Land 
abstechen“. Pellw. Deichakte von 1631: ver 
hüten, daß kein Land aufgespadet oder ab 
gestochen werde. Vgl. af-speten I, 88. 
— spannen sw. v. „aufspannen“, wi 
wüllt mal alle Sggel 0. „wollen alle Mittel 
anwenden“ Sohw. Dazu TTp-spannels n. 
„ein bedeckter Stuhl, den man auf einem 
Wagen befestigt“ Dtm. 18. Jhdt. (Brem. 
Wbch. 6, 326). Op-spannelsch n. 
„Halbcbaise“ Oh. mien oold 0., dat dijr de 
Rgten („Bisse“) Wind un Water lett Dtm. 
1813 (Harms). —sparen sw. v. „aufspa 
ren“. se hett sik een opspaart „hat vor der 
Ehe schon ein Kind 'gehabt“ Dtm. — Spar 
ren u. — sparen sw. v. „aufsperren“, dat 
Muvl o. Holst. 1800 (Sch. 4, 161) u. jetzt. 
spaar doch de Dijr rvi so wied op Wm. Vgl. 
—spgren. — s p 91 e n sw. v. „auf spielen“ 
1. „zum Tanz spielen“, spgl up, Muskant, un 
maak Musik Hus. de ggm dunst {för de 
ggm dansen mag Ang.), den is licht upspglt 
„wer Lust hat, ist leicht zu verführen“ Hü. 
Eckf. as se upspglt, mijtet wi dansen „die 
Armen müssen sich den Launen der Beichen 
fügen“ Holst. 1800 (Sch. 4, 164). Muskanten, 
spglt een op, ik kann ’t befahlen! — Na! 
spgl di man jo ni op, du hesst dien Krgten 
wull nödi. Übertragen: ik will waiü mit di o. 
„will dich schon zum Gehorsam bringen“ 
Ndtm. he spglt em Stück op „er weint“ Ang. 
2. refl. „sich aufspielen‘\ „wichtig tun“, he 
spglt sik hier op un durbi hett he keen Penn 
op ’e Naht Mölln, he spglt sik op as en Luus 
op’n Studentenbüdel Sdtm. oder as’n Pott 
an’e Kg Schw. Zurückweisung eines Auf 
spielers: spgl di man mich op, hesst froher 
ok ndx halt; nu hesst en paar Groschen 
Schulden un meenst glieks, wat du bist 
Preetz oder du hesst uk up hüllen Tuff ein to 
School gähn Pbg. Oh. oder dien Mudder 
ward doch keen Süldat Schiwg. oder de Uul 
is ok ’n Vagei Neust. 3. „zu Ende spielen“. 
he hett upspglt „hat Konkurs gemacht“ 
Bredstedt Ang. —speren (sbean) sw. v. 
„aufsperren“ Holst. 1800 (Sch. 4, 166); vgl. 
—sparren. —speten sw. v. „die Erde auf 
den Weg oder auf die Karre werfen“ Dtm. 
18. Jhdt. (Brem. Wbch. 6, 325). Dazu Up. 
s p e t e r m. ,yder Mann, der das U. besorgt“ 
das. — spiekern sw. v. „aufspeichern“. 
dat Korn ward opspiekert. —spielen 
sw. v. „mit Spielen (s. d.) versehen“, ,durch 
einen Pflock auseinanderhalten“, se diggt 
keen Hohn uptospielen „sie kann als Köchin 
noch nicht einmal ein Huhn mit Spielen 
versehen“ Holst. 1800 (Sch. 4, 168). du steist 
jo werr dar as ’n opspielte Hgn tadelte 
man die Mädchen, wenn sie ihre Arme un 
geschickt hielten (Kiel), den Kinnern den 
Magen o. hieß es, wenn ihnen der Magen 
durch allzu vieles Essen ausgedehnt wurde 
Holst. 1800 (Sch. 4, 168). Ein geschlachtetes 
Schaf hängt opspielt am Haken, wenn ihm 
durch ein Querholz der Brustkorb ausein- 
andergebalten wird (Eid.). Wenn jem. sehr 
schläfrig ist, heißt es: di mött de Ogen up- 
spielt ward ’n „die Augenlider müssen durch 
Streben gestützt werden“ FL. — spinnen 
st. v. „aufspinnen“, „zu Ende spinnen“. 
wenn ’t Winter ward, denn ward dat Gaarn 
upspunnen. wenn se dree Nach ünner Rad 
(„nacheinander“) so vgl u. kann un af- 
haspeln, as he gr upgeben deit, denn will 
he gr to ’n Fru nghmen Oh. (Wisser). 
— spitzen sw. v. „zuspitzen“, för den 
Rggen ward de Diemens (s. I, 731) upspitzt 
Kh. — s p 1 i e t e n st. v. „aufplatzen“. Holst. 
1800 (Sch. 4, 172). di schall dat Fell o. (so 
viel Prügel sollst du bekommen) Dtm. 
— spölen sw. v. „Wäsche durch Spülen 
reinigen“ Holst. 1800 (Sch. 4, 172). — 9 p 9 - 
ren sw. v. „aufspüren“, de Hund harr’n 
Hasen opspijrt! Besondere Anwendung: 
„die tiefen Wegspuren, die bei nassem 1 Wet 
ter im Wege entstehen, mit der Schaufel 
zuschütten“ Stap.; e. tospören. —sprf- 
lc e n st. v. „aufsagen“, „verbieten“, in Back, 
aben darren de Buum un de lütten Lüd, bet 
dat upspraken wijr wegen Fürsgefahr (Eek- 
bom 25, 118). he wgr bang, dat se em dat 
toseggte Geld wedder u. wulln „kündigen“ 
Storni. — springen st. v. „aufspringen“, 
a) „hochspringen“, he Sprung op vun ’n 
Stohl. b) „offen springen“, de Deckel 
Sprung op ’nmal op. Dazu Op-sprung m. 
Bezeichnung für einen lustigen Tanz, der 
auf den ernsten Vördans folgte Holst. 1800 
(Sch. 4, 320); daher en körten Up-sprung 
„eine kurze Freude“ das. Über Op- un Dal- 
sprung s. I, 669. 
Op-staat m. „Aufputz“, wat is dat för ’n 
O. „wie hat die sich aufgeputzt“ Holst. 1800 
(Sch. 3, 178). —staff i e r e m sw. v. „her
	        
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