Full text: (Dritter Band)

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opslabörsch — Opsnitt 
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4, 111). upslabgrte Wgr „große, nichts 
sagende Worte“ (Eekbom 23, 17). Dazu 
— sla barsch (entstellt zu —stabgrsch 
Bramst.) adj. „verschwenderisch“ Kh. Sh. 
wenn ener mail heel to o. wgr, denn wgr dar 
’n Pahl vörslagen Bramst. Ajuchl „großartig“, 
„prahlerisch“, de Minschheit ward ümmer 
großartiger un upslabgrscher (Eekibom 26, 
54). dat is ’n o—e Kuilijr „eine auf dring 
liche, krasse Farbe“. — slaan u. — s 1 a - 
gen st. v. 1. „auf etwas schlagen“. „Bän 
der auf Fässer treiben“ FL. je mghr ener 
hett, je mghr will he hemm, dar deit to- 
letzt de Griez up Oh. Brood o. „Brot for 
men“ durch Aufschlägen das Teigs unter 
beständigem Drehen gegen die vordere Back 
trogwand. Ang. Schw. Eckf.; s. backen I, 
204; op-maken, -nahmen. Botter o. „Butter 
einsehlagen“ für den Winter. Wm. Strümp 
(Maischen) o. „die erste Maschenreihe bil 
den“. de Hdltinge is mit Schwinen upge- 
schlagen „die Holzung ist mit Schweinen be 
trieben“ Hohenw. 1620; vgl. beslaan 1, 304. 
de Püts o. „eine Püts voll Wasser an Bord 
heraufholen“ Schiffersprache Ellerb.; s. 
Püts. Supp o. „Suppe aufgeben“ Flensb. 
Ohne Objekt: de Frie is vörbi, he hett o. 
„hat die Verlobung aufgegeben“ Flensb.; 
vgl. —scheten. Anderes s. bei Hals II, 585; 
Kachel HI, 9. — 2. „auf schlagen“, ein Buch. 
Harten-Esoh o. s. Harten-esch 2 II, 649. 
Kinderlied: slaa op de Brugg, slaa dal de 
Brügg s. I, 554. Dazu 0 p - s 1 a g und 
— schlag m. „Aufschlag“ am Ärmel, en 
damaschen Lgben mit brokaten Upschiläg 
(mit’n brokaten 0. Elter. Plön 1840) Holst. 
1800 (Sch. 1, 202b s. I, 670 o. dat is Sarrvmit 
sien Upslag sagt man, wenn jem. etwas Fei 
nes nur fürs Auge trägt und darunter 
schlechtes Zeug hat. Glückst. 1800 (Sch. 4, 
12). — „vertraulicher Verkehr“, „persön 
liche Beziehung“, „Umgang“. vH hebben 
vgl (groten) U. mit em Dtm. 18. Jhdt. (Breun. 
Wbch. 6, 312) u. jetzt (vgl. Groth 3, 81) 
Wschl. Stap. Bgth. Vgl. Storni Ge®. W. 5, 
49 „Ihr habt vielen Aufschlag 'gehabt mit 
dem Mädchen“; ähnlich 3, 62. — slam ! - 
pampen sw. v. „in Wohlleben verzehren“ 
Holst. 1800 (Sch. 4, 113). —slppen sw. v. 
1. „binaufschleppen“. dar is en Deel, dat 
könnt de Pgrde nri de Warf o. (Knäuel Garn) 
Pellw. 2. „bis zu Ende tragen“, he slgpt 
sien Tüg rein op „er trägt seinen Anzug, 
bis er erledigt ist“ Dtm:.; s. —shieten, —slö- 
pen, —slgren, —sluffen. he hett sik upslgpt 
„hat sich 'aufgearbeitet“ Schw. — Süch 
ten sw. v. „aufschichten“ Wm. —slik- 
ken 1 sw. v. „Schlick ansetzen“, „aufschlik- 
ken“. dat sbickl op „es bildet sich neues 
Land“; übertragen: „das Vermögen ver 
mehrt sich“ Wm. wenn he grst markt, dat 
dat opslickt (ohne Nachsatz) „wenn er erst 
merkt, daß das Vermögen wächst“ (dänn 
wird er immer habgieriger) Wm. — s 1 i k - 
ken 2 u. — slickern sw. v. „auflecken“ 
Schw. Dtm. — sliddern sw. v. „auf- 
schleißen“. Vadder hett den Tüffeln opdid- 
dert Nort. —slieten u. —schliefen 
st. v. „aufschleißen“, „verbrauchen“, de 
Jungs diet ok gar to vgl Tüg op Wm. Dtm. 
Schw. (vgl. Groth 1, 246). he is upslgten 
„alt und verbraucht“ Holst. 1800 (Sch. 4, 
120) FL. Auch intrans. de Praat (Snack) 
slitt up „die Unterhaltung stockt“ Ang. de 
schleet op gben as de Been von Methusalem 
sien Jagdhund, de wum so kort, dat he'n 
as Teckel bruken dee Ang. — s 1 ö p e n sw. 
v. ,;das Pfluggerät auf die Slöp (s. d.) legen 
und nach Haus schleifen“, wi maakt Fier 
abend un slöpt up Mh. Vgl. T. Kröger, 
Heimkehr S. 65: „Knechte schleifen mit 
müdem Gespann — die Pflüge aufgeschlöpt 
— ins Tor“. — s 1 p r e n sw. v. „Kleider 
oder Schuhe liederlich aufschleppen“, „sie 
nicht schonen“ Holst. 1800 (Sch. 4, 122); s. 
—slgpen, —slieten, —sluffen. Dazu he is en 
Slgrup Sch. 4, 12.. —Bluff e n sw. v. „die 
Kleidung nicht schonen“ Dtm. 1755. de 
Tüffeln mutt ik je wull o. „die Pantoffeln 
muß ich wohl so lange tragen, bis sie erle 
digt sind“ Dtm. — s 1 u k e n sw. v. „ü'ber- 
schlucken“. —sluten u. —slüten (FL.) 
„aufschließen“, sluut op de Pgrt Groth 1 
128. 
op-smeren sw. v. „aufschmieren“, mußt 
de Farf wi so dick o. Besonders „Butterbrot 
beschmieren“. Kinner, smgrt wich to dick op, 
de Bodder is knapp. Ledderkees mit Botter 
upsmgrt is ahn Brood to gten Kdsbg. 
— s m i e t e n st. v. „aufwerfen“. he will 
de Pgr noch ’n bgten Feder o. „Heu auf die 
Raufe werfen“, he hett dree Fgr Torf op- 
smgten „hat drei Fuder Torf eingelagert“ 
Wm. he schmitt up to strieken „er stellt 
die Sense aufrecht, um sie zu schärfen“ Hus. 
he schmitt de Nack op „spielt den Beleidig 
ten“ Wschl. dar hett sik ’n Aal opsmgten 
s. Aal I, 3. 
op-snappen sw. v. „aufschnappen“ wie im 
Hochd. — sniddeln sw. v. „einen Baum 
(eine Hecke) stutzen“ Itz, 1800 (Sch. 4, 141) 
Hü. — snieden st. v. „durch Schneiden 
öffnen“, z. B. einen Brief, den Bauch eines 
Fisches usw. dat Schootfell is upsngden „ist 
geschlitzt“ Rdsbg. Auch „bis zu Ende auf 
schneiden“: to ’n Fröhstück hett se ’n ganz 
Brood opsngden Dtm. Übertragen wie im 
Hochd. he snitt grgsig op „lügt“, „über 
treibt“. Dazu: Op-s n ie der m. „Lüg 
ner“. en O. un en Windbüdel, dat is enerlei 
Groth 1, 58. — Up-snitt f. „Ende des 
Kornschneidens“; der Hofbesitzer bewirtete
	        
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