Full text: (Dritter Band)

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opsadeln — opschwänsen 
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m. „unbequemer Besuch“ Schw.; s. —schack. 
—■ s a d e 1 n sw. v. „aufsatteln“ Schw. op- 
gesadelte Trepp „aufgesattelte Treppe“, nach 
der Art wie die Stufen befestigt sind (Tisch 
lersprache; vgl. Nd. Jb. 1, 92). —sahlen 
sw. v. „die Sohle annähen“ Schustersprache. 
— sammeln sw. v. „auflesen“, „aufheben“, 
auch wenn nur von einem' Stück die Bede ist. 
he sammel sien Hoot wedder op. ik heff mi 
dat so biwgglangs opsammelt „gelegentlich 
mitgenommen“, „aufgeschnappt“. de hett de 
Schirmer vun de Kaar verloren un de Düwel 
hett gr ni weiter upsammelt von einer sehr 
schlechten Frau (Dtm.). dar is nix bi ver 
loren as de Supp, de Klump kürnit wi wed 
der o. (III, 190 u.). Besondere Anwendung: 
„die ersten Furchen am Bande der Koppel 
oder am Ufer eines Grabens pflügen“ Wm.; 
das geschieht mit 3 einzeln hintereinander 
gehenden Pferden. — Säuger m. Bezeich 
nung für den Arbeiter, der das Aufwinden 
der Last beim Löschen eines Schiffes mit 
improvisierten Liedern begleitete (Flensb. 
1840). —sätzig adj. s. —setten. 
Op-schack m. „lästiger Verkehr“, „An 
hang“, „Besuch“, dat Wief hett sovgl 0. 
Flensb.; s. —sack, —slag. — scharpen 
sw. v. „Hufeisen wieder scharf machen“ 
Sgbg. — schaten part. s. bei —seheten. 
—"Schächten sw. v. „die Tafeln der 
Fachwerkwände berstellen aus Flechtwerk 
(Schacht „Stock“), das mit Lehm beworfen 
wird“ Lbg.; vgl. Flickwand II, 150; Huus 
II, 959. — schenken sw. v. „aufschen 
ken“ Tee, Kaffee. — scheren sw. v. a) „in 
regelmäßigen Schlingen Zusammenlegen“. 
kurvnst mi de Tüglien mal o.; vgl. —scheten. 
b) „Vieh auf die Weide treiben“, he hett to 
stark upscharen Dtm. 1755 (to vgl upscheret 
Brem. Wbch. 6, 277). S. bescheren I, 801;. 
beslagen 1,304. — scheten st. v. 1. intrans. 
„aufsprießen“, „in die Höhe schießen“, de 
Hawer is geil opschaten „steht lang in 
Stroh“, de Jung is lang opschaten. en up- 
schaten Jung von en half Stieg Jahr. 2. 
trans. a) „verschmähen“, ik scheet nix op 
„weise nichts zurück“ Wm. he hett de Dgm 
upschaten „verschmäht“ (vgl. opslaan); 
Ggstz. op- un annghmen. b) „ein Tau in 
Binge legen“ Fischersprache; vgl. —schgren. 
— schichten sw. v. „in Schichten auf 
stapeln“. — schirren sw. v. „die Längs 
fäden auf den Webstuhl ziehen“ Schw.; s. 
wgben, Schirrgaarn. —schocken sw. v. 
„Korn in Hocken setzen“, wenn de Roggen 
af wgr, so worr en opschockt Ang. (alt). 
— schott, plur. —schijt n. Bezeichnung 
für die kurzen Sparren, die bei Häusern 
friesischer Bauart von den Seitenmauern 
nach den Sparren des Vierkants hinauf 
reichen. Vgl. Katschor III, 68, Op-langer, 
-legger, -schöw. — schörtem u. — schot 
ten sw. v. „aufschürzen“, ,yden Bock hinten 
über die Schürzenbänder ziehen“. Vgl. Sch. 
4, 62 über die Moden beim Aufschürzen, se 
hett sik opschört (vgl. Groth 1, 20). se läppt 
den gansen Dag upschört achter de Arbeit 
an (s. I, 161) „sie tut geschäftig, leistet aber 
nichts“ Börm. — s c h ö t s. —schott. 
— s c h p f FL. ir. — schpwer Fehtn. „Auf 
schieblinge“, „Hilfssparren, die das Dach 
über die Abseiten hinüberziehen“; vgl. 
—langer, —legger, —schott. — Schrieben 
st. v. „aufschreiben“, „niederschreiben“. 
schrief di dat man ’n bgten op. de Putz hett 
em opschrgben „der Polizist hat seine Per 
sonalien festgestellt“. Ohne Objekt: hesst du 
all upschrgben „hast du deine schriftlichen 
Schularbeiten schon gemacht?“ Ang. Dazu 
Upschrift f. „Aufschrift“; „Nieder 
schrift“ (von Kochrezepten u. ähnl. Flensb.). 
— schriegeni u. — schrien st. v. in 
trans. „aufschreien“. he schreeg luud op. 
Auch trans. „jem. durch Schreien aufstören“: 
Wenn gleich nach dem Ableben die Angehö 
rigen sich über den Toten beugen und laut 
wehklagen, dann wird der Tote „aufge- 
sebrien“ und er muß den Todeskampf noch 
einmal durchmachen, wenn auch die Seele 
schon abgeschieden ist {Dtm. 1850). — schu 
hen st. v. „aufschieben“, he schuf ft dat op 
as de Gottlosen den jüngsten Dag Elbm. 
1840. upschaben is wich uphaben Storni. 
Dazu Op-schuuf m. „Aufschub“, „Atem 
pause“. in ’e lets Tied heff ik vgl Geld ut- 
ggben, ik mutt grstirn ’n bgten 0. hebben 
Sdtm. — schuppen sw. v. „in die Höhe 
schieben“, von Kleidungsstücken, die nicht 
glatt sitzen. Wm. —sc hüffein sw. v. 
„aufsohaufeln“, bes. Kohlen nachschaufeln. 
ik mutt wull noch ’n bgten o.f Besondere 
Anwendung: Fijren o. „auf dem gepflügten 
Land die Furchen von allen hineingefalle 
nen Erdteilchen säubern, damit das Wasser 
nicht darin stehen bleibt“ Schw. 1740. 
— schüren sw. v. „aufscheuern“, kort o. 
„mit dem nassen Feudel den Fußboden rei 
nigen“ Holst. 1800 (Sch. 4, 83); vgl. —feu- 
deln. — schütteln sw. v. „auf die 
Schüssel tun“, dar is nix fijr em upschüt- 
telt „für ihn ist nichts da“ Schw. —sch ii t- 
t e n sw. v. „aufschütten“, „nachschütten“. 
Besonders: „Korn aufschütten in den Rump 
der Mühle“; vgl. MijU III, 683. Dazu Op- 
schüttrump „Teil des Mühlwerks, in den das 
Korn himeingesebüttet wird“. — schwän- 
sen sw. v. „dem Pferd den Schwanzriemen 
anlegen“ Storm. Auf Menschen übertragen: 
se geit upschwänst „den Bock über das 
Schürzenband geschlagen“ Schw.; vgl. 
—schärten, den heff ik bannig opschwänst 
„dem habe ich gründlich Bescheid gesagt“
	        
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