Full text: (Dritter Band)

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oprepareren — Opsack 
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einen Faden ziehen“ Glückst. — reparg- 
r e u sw. v. „ausbessem“ (z. B. ein Haus) 
Oh. — reppen sw. v. „aufstoßen“ nach 
reichlichem, fettem Essen Wschl. Flensb. 
Ang. wi kunn räch anners doon as un rep 
pen up, so vgl karm wi to gten krggen 
Flensb. Vgl. —rappen. — reestern sw.v. 
„einen Reester (s. d.) aufsetzen“, dar heff ik 
ein örrdi een upreestert „da bab ich ihm 
einen tüchtigen Flicken dnaufgesetzt“ im 
eigentl. und übertr. Sinn (Hü.). — richten 
sw. v. „aufrichten“. Dazu — r achter m. 
Bezeichnung für die aufrechtstehendeni, star 
ken Pfähle eines Gerüsts“ (z. B. bei einem 
Bau) Holst. — richtig adj. „aufrichtig“. 
he is so o. as ’n Kohstgrt heißt es von 1 einem 
falschen Menschen. — r i e b e n 1 st. v. „auf 
reiben“, „das Fournier mit dem Hammer 
festreiben“ Tischiersprache. Dazu — rief- 
hamer m. „Hammer von besonderer Form, 
der zum —riehen benutzt wird“ (vgl. Nd. 
Jb. 1, 75) Holst. — rieben 2 sw. v. „das 
Gras von den Wallen (s. d.) der Fennengrä- 
ben mit Harken auf die Fenne heraufholen“ 
Eid. 1823. die Wallen werden aufgeriewt 
Schriften der Patr. Ges. 6, S. 78 (1823). 
— riesen 1 sw. v. „zunehmen“, „größer 
werden“ Kremp. 1797 (Vgl. engl, to rise). 
opriesde Pannkoken „aufgegangene Buch 
weizenpfannkuchen, mit Hefe angerührt“ 
Ndtm. — riesen 2 sw. v. „mit einem Beis 
versehen“, „laufpfropfen“, de Bgrböm ragt 
upries warm Dtm. Stap. Hohn. — rieten 
st. v. „aufreißen“, he reet em de Dgr op 
„riß die Tür vor ihm auf“, riet dat Muul 
man rvi so wiet op. he ritt Muul un Ngs 
op vor Verwunderung, he hett ’n Muul 
(Snuut) as’n oprgten Tüffel (Schoh) „er hat 
ein großes Maul“, he deit, as wenn he em 
de Rügg o. will „als wenn er ihm den Gar 
aus machen will“ Eid. he hett em de Rügg 
oprgten „hat ihn gescholten“, auch „hat ihn 
hinter seinem Rücken verleumdet“ Eid. 
— riffeln s. —rüffeln. — ringen sw. v. 
„einen Eisenring um ein Rad legen“; „Torf 
in kleinen Haufen zum Trocknen aufschich 
ten“ Holst. 1800 (Sch. 3, 297) Wm. Rdsbg. 
Vgl. Ring. —rollen sw. v. „aufrollen“. 
sik uprallen „zu Bett gehen“ Oh. Jäger 
sprache. — r o p e n st. v. „aufrufen“. Dazu 
— r o o p m. „Aufruf“, dar kümmt ’n Uproop 
vun ’n Koni Oh. (Wisser). — r o p e r m. 
„Aufrufer“, der Mann, der beim Boossein 
die Namen derer aufruft, die werfen sollen 
Eid. Dtm. 1800 (Sch. 2, 203); Jb. f. Ldkd. 
V, 166 (1862). Vgl. Rolldeser. — rögen 
sw. v. „durch Berühren zum Aufstehen zwin 
gen“ Holst 1800 (Sch. 3, 300). dat Water o. 
„durch Rühren im Wasser den Bodensatz 
nach oben bringen“ Dtm. — r 9 h r e n sw. v. 
dass, wie —rögen. Dazu — rohr m. „Auf 
ruhr“, „allgemeine Verwirrung“. — rön 
nen u. — rünnen sw. v. „durch eine an 
der Seite angelegte Rinne hervortreten 
lassen“ Sdtm. en oprönnten Footstieg „ein 
Fußsteig, der an einer Seite oder an beiden 
Seiten eine vertiefte Rinne hat“ Sdtm. 
— röppeln u. — robbe ln sw. v. „Ge 
stricktes wieder auflösen“; s. —rappeln 2 
Vgl. Groth 3, 171. 4, 119. —ruf fein 
sw. v. „aufspüren“, he hett dat all upruffelt 
Dtm. 1755. Vgl. —rüffeln. — r u s e n sw. v. 
„sich ausdehnen“, de Stutendeeg ruust up 
„der Teig geht auf“ Mh. Vgl. Ruus-pann. 
koken, opriesen. de Kraam (de Netten) ruust 
so op „nehmen im Boot soviel Platz in An 
spruch“ Ellerb. — rutsen sw. v. „auf 
hetzen“ Holst. 1800 (Sch. 4, 319). Dazu 
— r u t S i g adj. „aufsässig“ Holst. 1800 (Sch. 
4, 314). —ruwweln sw. v. „Gestricktes 
wieder auflösen“, „entwirren“ Hohn'; s. 
—rappeln 2 . —rücken sw. v. „die Boh 
nenstengel mit der Wurzel ausziehen“ Eid. 
Früher (1860) heizten die Tagelöhner den 
Backofen mit oprückte Bohnenstoppeln. 
—'rüffeln u. — riffeln sw. v. „Ge 
stricktes wieder auflösen“ Flensb., s. rap 
peln 2 . — r ü m e n sw. v. „aufräumen“. Be 
sondere Anwendung: „Busch an den Knick 
seiten abschneiden“ Lbg. In der Schlosser 
sprache: „Löcher oben mit einem kegelför 
migen Instrument (s. —rünver) erweitern“ 
FL. Dazu — rüner m. „kegelförmiges 
Werkzeug, eine Art Bohrer, mit dem Löcher 
oben erweitert werden, damit Nagel- oder 
Schraubenköpfe tiefer liegen. FL. Ellerb. 
— rünschen sw. v. „auf einer Brandstelle 
auf räumen“ Ang. — rüstern sw. v. „Heu 
in balbkugelförmige Diemen formen“ Rdsbg. 
1860. 
Op-saat f. vpn Sch. 3, 178 mit „Aufsaat“ 
erklärt (zu —seien);, aber doch wohl Fort 
setzung des mnd. upsat, upsate (zu —selten) 
„Anstiftung“, „Aufstand“, dat is dien 0. 
„das hast du angezettelt“ Holst. 1800 (Sch. 
3, 178; 4, 97); vgl. —satt bei —setten. 
— sacken sw. v. „auf den Hals laden“, 
„aufnehmen“, wi sack em hier gorne op 
„wir nehmen ihn hier gar nicht auf“, 
„lassen ihn garnicht zu“ Wmi Meist mit refl. 
Dativ: dar hesst di ’n schönen Fründ op- 
sackt „da hast du dir einen schönen Freund 
auf den Hals geladen“, ik will mi keen Lüs 
o. „will mir keine Läuse wegholen“, auch 
übertr. von Unannehmlichkeiten, de Oien 
hehht sik dar’n sware Last opsackt. he hett 
sik ’n Sngf opsackt. Gewöhnlich mit unbe 
stimmtem Objekt wat: dor (bi sun Wgder) 
kann man sik licht wat bi 0., meist von 
Krankheiten, besonders Erkältung. Beson 
dere Bedeutung: he hett gr een opsackt „hat 
sie geschwängert“ Holst. Dazu Op-sack
	        
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