Full text: (Dritter Band)

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oppalschen — oprehen 
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ganse Straat to. — pa Ischen sw. v. „auf- 
spritzen“, „aufklatschen“, wi sprangen in’t 
Water, dat dcct o. dee Holst. —pannen 
sw. v. „aufmachen“, „aufeperren“ Dtm. 
17öö u. jetzt noch zuweilen. Ggstz. to-pan- 
nen (häufiger), he pann den Mund wißt 
up „machte den Mund weit auf“, „forderte 
sehr viel für seine Ware“, he pann de Bqt 
op „machte die Tür weit auf“. — passen 
sw. v. „Acht geben“, pass op, sä Hans, do 
leeg he in Graben Holst. 1840. pass man op, 
seggt de Buur, dat du räch achterdal fällst 
Neust, arbei di man ni dood, pass §ben vgr 
’n letzten op Dtm. Abweisung: pass du op 
dien, mien läppt ni weg Hus. 1840. pass up, 
Buur, de Börger de kummt Holst. 1800 (Sch. 
l, 192). Besondere Bedeutung: „bei Tisch 
aufwarten“, ik schull di bqden, ob du nich 
helpen wullt uptopassen lautete die Bitte an 
ein jiunges Mädchen), bei der Hochzeit auf 
zuwarten (Hus.). Dazu: —pass m. „Zap 
fen unten an der Deichsel, der das Zurück 
gleiten des Ringes von der Halakoppel ver 
hindert“ Hus.; vgl. —holer. —passen f. 
„Wartung“, „Pflege“ (aus —passing). du 
hesst wenisten dien O. Hohn. — passer 
m. „Aufseher“, ’n goden O. is bqter as ’n 
fulen Arbeiter Holst. Auch „Aufwärter“, 
„Kellner“: de O—s bringt wat rut to drin- 
ken Fehm. — Up-pass-tang f. „Zange, 
mit der die glühenden Hufeisen den Pfer 
den aufgepaßt werden“. 
Oppegeerhuus n. „Wirtshaus“ s. Abbe- 
geerhuus 1,11 u. Opbegghrhuus. 
op-peken 1 sw. v. „aufkleben“ Dtm. — p e - 
k e n 2 sw. v. „den Finger hoch halten beim 
Unterricht“ Ang. 
Oppenheimer m. Bezeichnung für einen 
Wagen mit zwei Sitzen), die ineinander ge 
klappt werden können (Eid.). 
op-pedden sw. v. „auftreten“. Steefmud- 
der hett ’n langen Rock an, dar perrt se all 
up „der Stiefmutter sagt jeder etwas Böses 
nach“ Plön. 
Oppermann u. Uppermann m. „der 
Vornehmste“ Holst. 1800 (Soh. 4, 300). Vgl. 
öbberst. 
op-picken sw. v. „aufpieken“; vgl. Groth 
3, 289. — planten sw. v. „bepflanzen“. 
wi wollt de Koppel mit Bohnen o. Oh. Vgl. 
hochd. „aufforsten“. — pluustern sw. v. 
„die Federn sträuben“, de Vagei hett de 
Feilem oppluustert Schw.; vgl. —klopüstern. 
— pöppeln sw. v. „mit Mühe aufziehen“, 
„aufpeppeln“; s. —buddeln. — pricken 
sw. v. „aufspießen“, „aufsamimeln“. he 
harr sik Appeln in Preesters Hof op- 
prickt Ndtm. 1865 (Boysen). —pruu- 
s t e n sw. v. „laut aufiachen“ Ang. — puf 
fen sw. v. „zu Puffen aufbauschen“, op- 
puffte Hemsärmelm. Groth 4, 68. — p u k e n 
sw. v. 1. „aufpicken“ (bes. von kleinen Din 
gen) in der Ra. de hett sik örndlich wat up- 
puukt „ist mächtig dick geworden“ FL. 2. 
„auseinanderzupfen“, „mit Mühe entwirren“, 
z. B. einen Knoten FL.; s. puken, pulen. 
— puusten sw. v. „aufpusten“, de Blaas 
ward oppuust un ophwngen. he puust sik op 
as ’n Pogg. puus di man ni op! „reg dich 
nur nicht auf!“ he säht so oppuust ut „sieht 
gedunsen aus“ Bgth. — putzen sw. v. 
„aufputzen“, „herausputzen“, „ausbessem“. 
de Diems ward recht nett upputzt „die Heu 
diemen werden glatt abgeputzt“, de D$rn 
is awers opputzt! 
Op-qualm u. Up-kwalm f. Bezeich 
nung für das Grundwasser in der Marsch, 
das bei hohem Wasserstand der Elbe aus der 
Erde quillt. — quillen sw. v. „aufquel 
len“ Holst. 1800 (Sch. 3, 262). 
op-rangscheren u. — ranschjren sw. 
v. „in Ordnung aufstellen“, de Soldaten 
stunn upranschqrt. — rappeln 1 sw. v. 
refl. „sich aufraffen“. he hett sik wedder 
oprappelt „hat sich wieder aufgerafft“, „aus 
einer mißlichen Lage herausgearfoeitet“. 
— rqppeln 2 u. — rawwelm sw. v. „Ge 
stricktes wieder auflösen“. se muß de gan- 
sen Strümp wedder o. dat Tau is uprawwelt 
„ist aufgedreht“ Schw.; s. —rebbeln, —rep- 
peln, —rewweln, —riffeln, —röppeln, —ruw- 
weln, —rüffeln, —trauein. — rappen sw. 
v. „aufstoßen“ nach schwerverdaulichen 
Speisen, ik mutt jümmer uprappen na de 
Arfensupp. Übertragen; dat schall em noch 
o. „das soll ihm schlecht bekommen“, „das 
soll er büßen“ Ndtm. Eid. Stap. Hohn; s. 
—reppen, —bölken. — ratschen, — r a ät 
sch e n sw. v. „aufritzen“, „aufschlitzen“. 
ik will di den Buuk o. Hohn; s. Ratsch. 
— r a u s e n sw. v. „Bettfedem tüchtig auf 
schütteln“. du mußt dat Bett örndlich o. 
Ang. — r e b e n sw. v. „reffen“, de Seils o. 
Ellerb. — rebbeln* — reppeln, — rew 
weln sw. v. „Gestricktes wieder auflösen“ 
Holst. 1800 (Sch. 3, 278) u. noch jetzt. Vgl. 
—rappeln 2 —recht adj. „aufrecht“. Sub 
stantivisch: in O. holen „in Ordnung halten“ 
Wm. —recken sw. v. „hinaufreichen“ 
Ndtm. —'regulieren sw. v. „wieder in 
Ordnung bringen“ Itz. — r 9 g e n sw. v. refl. 
rqg di man nich op! häufig mit Zusätzen 
wie: schoon dien schwache Bost Ndtm., büst 
man ’n Worm Fe'hm., dien Mudder ward 
keen Soldat Plön oder dien Großmudder ward 
doch keen Soldat mghr Bohnert, du hesst fro 
her ok nix hatt as de paar Lüs, de du mm dien 
Mudder krqgen hesst Hus., sünst kriggst du 
een um’n Kees Ratzebg. —r f ken sw. v. 
„aufrechnen“, „zusammenrechnen“ Wm. 
Dtm. —rehen sw. v. „aufreihen“, „auf
	        
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