Full text: (Dritter Band)

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oplüchten — oppacken 
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Für ’n bgten o. „muß das Feuer etwas an 
fachen“ Eid. kannst dat Stroh gern o. „ver 
brennen“ Ndtm. Vgl. luchten 1 | III, 643. 
—'luchten 2 u. — lochten sw. v. „auf- 
heben“, „anheben“; zu luchten 2 III, 543; 
vgl. bgren I, 483. kann ik mal dat Laken o.f 
„darf ich das Laken etwas anheben!?“ 
op-maken sw. v. 1. „fertig machen“. Bett 
o. „das Bett machen“, de een maakt dat 
Bett schön op, de armer leggt sik darin Kk. 
Petrus maakt sien Bett up „es schneit“. Gar. 
dinen o. „Gardinen aufstecken“. Brood o. 
„den Teig zu Broten formen“ Kollmar FL. 
(s. I, 204). 2. „aufmiachen“,, „öffnen“, he 
will dar ’n Geschäft o. „ein Geschäft eröff 
nen“. Aal o. „Aale zurichten“ Wm. een 
Lock o. un ’n anner tomaken „an einer Stelle 
borgen, um an der andern damit zu bezah 
len“. de de Ogen nich opmaakt, mutt den 
Büdd o. FL. wenn he dat Muul opmaakt, 
denn lüggt he. — meihen sw. v. ,ymit dem 
Mähen fertig werden“, wi hemm opmeiht 
Ang. Uber die Feier beim 0., bei der es 
grote Grütt gab, s. Fock II, 171 u. Fock 
heer II, 172. — m^ten st. v. „aufmessen“, 
„ausmessen“. — m ö t e n sw. v. „im Lauf 
anhalten“ Holst. 1800 (Sch. 3, 113; 4, 271). 
S. möten III, 694. — muddern ew. v. 
„aufgraben“, „ausgraben“ Prov. Ber. 1793, 
S. 47; vgl. Mudd III, 698. —muffeln 
sw. v. „langsam (ohne Zähne) verzehren“ 
Holst. 1800 (Sch. 3, 117); s. muffeln III, 
699. — muntern sw. v. „aufmuntern“, 
„aufheitern“; vgl. —münnern. dat Weller 
muntert sik op „das Wetter heitert sich auf“ 
Wm.; s. munter III, 707. Dazu m unter - 
1 i g adj. „aufmuntemd“, „abwechslungs 
reich“. o. is ’t innen Flecken Groth 2, 126. 
—'mutschen u. mutsen sw. v. 1. „auf 
hetzen“, „verleiten“, du schasst em ni 
ümmer opmutschen Kk. man mutt kenen 
to ’n Bösen opmutschen Bgth. 2. „durch 
Putzen verbessern, ansehnlicher machen“. 
da wgten se’t mit eeren Putzen up’t aller, 
duttste uptomutzen Geburtstagsgedicht 1751 
(Nd. Jb. 53, 129). en ole Bodderbüss, de 
buutwennig ’n bgten upmutscht wgr „eine 
alte Uhr, die äußerlich ein wenig zurechtge 
macht war“ Eut. Kal. 1912. —münnern 
sw. v. „ermuntern“, „aufheitern“, wi ragt 
em man’n bgten o. Kefl. he männert. sik 
je’n bgten weüer op „lebt etwas wieder 
auf“, „wird ruhiger“ Oh. 
op-nekmen st. v. „aufnehmen“, morgen 
wg wi Kantüffeln (Roben, Kohl) o. Flass o. 
,4ie trockenen Flachshaufen aufnehmen“ 
FL. Torf o. „Torf vom Grund aufnehmen 
und in Ringe setzen“ Ndtm. Angel (Gaams) 
o. ,„Angel (Netze) einziehen“ FL. Brood o. 
s. —maken, —slaan. dat Land o. „nivel 
lieren“ Ang. de Dgl o. „den Fußboden auf- 
feudeln“. enen Smgt o. muß eine Partei 
beim Boossein, wenn die Gegenpartei einen 
Wurf (Schott op) gewonnen hat (Dtm.). he 
hett den Weg gwer de T eg die uprmhmen „hat 
den Weg als öffentlichen Weg aufgehoben“ 
Hohn, he nimmt et rein unner de Föt up 
„er greift alles aus der Luft“ Wschl. he 
nimmt gr nich up un smitt gr nich dal „er 
tut ihr nichts zu Liebe und nichts zu Leide“ 
von einem 1 gleichgültigen Ehemann Holst. 
1800 (Sch. 1, 197). — Ohne Objekt: meihn 
kann ik nich, awer o. un binden „das ge 
mähte Korn zum Garbenbinden zusammen 
nehmen“. Beim Stricken: „neue Maschen 
bilden“. Zum Tanzen auffordern: binah 
harr mim Dochter danst, de bi gr seet, worr 
opnahmen; auch Redensart beim! Kartenspiel 
(Kiel), op- un annghmen „jem. aufnehmen 
und ihm Gutes tun“ Altona 1806; auch „eine 
Ware bei der Ablieferung als gut anerken 
nen“ (Ggstz. —scheten) Wm. „Waren auf 
Kredit nehmen“ Holst. 1800 (Sch. 3, 145). 
de Swien hebbt good opnahmen „haben gut 
zugenomimen an Gewicht“. — Refl. sik o. 
„sich schürzen“ Ndtm. Vgl. fransch II, 216. 
de Kugel hett sik opnahmen „ist von der 
Erde abgeprallt und als Querschläger wei 
tergeflogen“ Soldatensprache. — Dazu 
—■ n p h m e r m. Bezeichnung für die dem 
Mäher folgernde Binderin (Ang.). Opnfhms- 
h a r k f. „Harke, mit der die Binderin die 
losen Halme zusammenharkt“ Ang. Up. 
nghms-jack f. „Jacke der Binderin“ Ang. 
— nödigen sw. v. „auffordern“ Wm. 
— nüdeln u. — nütern sw. v. „auf 
putzen“, „niedlich machen“. Vgl. Nüter. de 
hett sik mal opnütert Ang. Vgl. —fliern. 
Opodeldok n. Bezeichnung für jede zum 
Schmieren und Einreiben verordnete Arznei 
(Oh.). 
op-öwern sw. v. „Grabenufer aufsetzen“, 
„die Böschung der Gräben in Ordnung brin 
gen“, „Gräben reinigen, wobei die heraus 
gearbeitete Erde zum Erhöhen der Graben 
kanten dient oder als Dung für den Acker“ 
Marschen, de Groben mgt Heit (III, 148) 
warm, wi hebbt ’s nu all ’n Reeg vun Jahren 
bloots opöwert Pellw. Dtm. Wm. (vgl. Nd. 
Jb. 32, 136); s. —kuppeln. Überhaupt: „auf 
arbeiten“, „aufräumen“. ik heff mit ’e Ar 
beit tgmli opöwert „bin mit der Arbeit ziem 
lich fertig“ Kh. — Dazu Opöwer-sohüf- 
fel f. „Spaten mit Holzeinlage, der zum 
Reinigen der Gräben benutzt wird“ Has.; 
vgl. Palass. —9 wer kamen st. v. „un 
vermutet treffen“, „überraschen“, wat schult 
uns nu jüst o.f „was sollte uns jetzt grade 
treffen?“ Pellw. 
op-packen sw. v. „aufpacken“, „aufladen“. 
Besonders: „sich einen Rausch antrinken“. 
he harr sik sodenni een oppackt, em hgr de
	        
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