Full text: (Dritter Band)

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opfcliemen — opkriegen 
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gehn- bestecken“; s. Klemm III. 150 u. 
—• k 1 i e m e n sw. v. „Butten-dick aufschmie 
ren“ Wm. — klieren sw. v. a) „auf 
putzen“ Altona 1800 (Sch. 2, 267); vgl. 
—Muren, b) „schnell und flüchtig nieder 
schreiben“. he hett dat gau oplcliert Dtm. 
— kloppen sw. v. „auf etwas schlagen“. 
Fastnachtslied 1 : klopp op, klopp op fgr’n 
Hedewig; vgl. —klappen; Fasteiahend II, 26. 
Beim Kartenspiel: nach dem Mischen nicht 
ahn-ehimen, sondern auf die Karten klopfen 
zum Zeichen, daß so gegeben werden soll. 
— klopüstern sw. v. „sich auf plustern“ 
von Vögeln, de Spree hett sik ophlopiistert; 
s. Mobilstem III, 129. — klotzen und 
— klutzen sw. v. „abgetragene Holzpan 
toffeln mit neuen Klotzen (Hacken) ver 
sehen“ Hw. Oh. — k 1 ö b e n sw. v. „spal 
ten“. dar harr he sik jo den Kopp bi o. 
kunnt „bei dem Fall hätte er j-a einen 
Schädelbruch bekommen können“, dat is 
schaad, dat de schöne Kantappel so opklöwt 
is. — >k 19 r e n sw. v. „auffärben“ Holet. 
1800 (Sch. 2, 284). Reflexiv: sik o. „erröten“. 
he kligr mit eenmal op „wurde plötzlich rot“. 
— k 1 ü r e n sw. v. „aufputzen“ Eid. 1800 
(Sch. 2, 267); vgl. —Mieren. — knacken 
sw. v. „aufknacken“ (z. B. Nüsse). Auch 
„aufbürden“. knack cm man ordig wat op 
„gib ihm nur tüchtig zu tun“ Hohn, se 
hebbt em 2 Jahr oplmackt „haben ihn zu 
2 Jahr Gefängnis verurteilt“. —knallen 
sw. v. „laut küssen“, he knall gr düchdi 
een op; s. —drücken. —knappen sw .v. 
„aufessen“. Holst. 1800 (Sch. 2,296). — k n g- 
w e 1 n sw. v. „durch einen kurzen A-ufsatz- 
zügel (Kandare) die Pferde zwingen“ Ang.; 
vgl. —koppeln. — kniepea st. v. „knapp 
werden“, de Kantüffeln kniepen up Pell/w. 
— knocken s. —knuoken. — kn-öpen 
sw. v. „aufknöpfen“. 1. „aufhängen“, se 
hebbt den Deef opknöpt; he hett sik opknöpt 
ya-ufgehängt“; vgl. —knittern. de kann sik 
ok dat Vaderunser in Nack o. „bei dem ist ’s 
Matthäi am letzten“. Hus 1840. 2. „offen 
knöpfen“, knöp dien Ogen (Ohren) man 
bgter op „sieh (hör) nur besser zu“, de 
Schietkrgt kann sik jo no wi mal alleen de 
Büx o. — knuclcen und — knocken 
sw. v. „den Flachs zu Knucken (s. III, 223) 
drehen“ Schwabe (Rds-bg.) Uters. — knü- 
tern s<w. v. refl. „sich erhängen“, vereinz. 
im Scherz gebraucht (Sdtm.); vgl. —knöpen. 
— k o p e n u. — k ö p e n sw. v. „aufkaufen“, 
„zusammenkaufen“. Dazu Op-köper m. 
„Aufkäufer“. —koppeln sw. v. dass, wie 
—kngweln. —köppen sw. v. „Butter in 
Pfundsköpfen (s. Kopp 2 III», 260) zum Ver 
kauf auseinande-rteilen“ Eid. 1823. — krab 
beln sw. v. refl. „sich aufraffen“ Wm. 
Sdtm.; vgl. —grabbeln. — kramen sw. v. 
„herric-hten“, „anrichfen“. den Disch o. „den 
Tisch decken“, „das Essen auftragen“ Wm. 
Vgl. Kraam III, 289. —kratzt adj. (Part.) 
„gut aufgelegt“, he is vundaag jo banni o. 
— k r a u e 1 n sw. v. „aufkrempeln“, se harr 
de Arms opkrauelt Dtm. Wm. Eibm. Vgl. 
—krempeln, —krumpeln. — krausen 
sw. v. „zu einem Kranz zuisamme-nflechten“. 
de Floss ward braakt, srwungen, häkelt un 
denn uplcränst un henhängt Oh. — k r e i h n 
sw. v. „aufkreischen“, „krähen“, de Kinner 
kreihn vor Freud op Kh. — krellen sw.v. 
„aufdrehen“, „kräuseln“, ,;kraus zus-ammen-- 
ziehen“ (s. krellen III, 315). de Kinner 
krellt de Hunnbloom op sie schneiden den 
Stengel des Löwenzahns viermal leicht an 
der Bruchstelle ein und legen ihn in Wasser; 
dann rollt sich der ganze Stengel auf (Dtm. 
Schw.). dat Tau is upkrellt „hat sich durch 
Feuchtigkeit verkürzt und in Schlingen ge 
legt“ Schw. Im Rätsel vom Hund: dar güng 
en lütt Hund gwer ’t Feld, de harr den Stgrt 
so kruus upkrellt; ik doo di ’t Wgrd wull 
in den Mund; wo heet de lütt Hund? (Wo) 
Mhiff. 2 Nr. 651, 19. Wm. Schw. Vgl. Hund 
II, 938. Vom. ausschlüpfenden Schmetter 
ling heißt es: de Flünken sünd em noch op- 
gekrellt Eut. 1850. dat krellt sik up „biegt 
sich um“ Ang. he harr de Büxen opkrellt 
„aufgekrempelt“ Born-h. dat Fleesch ward 
upkrellt „wird lteicht auf-gekocht“, „halb gar 
gekocht“ (um es vor dem Verderben zu 
schützen); auch von der Grütze, die zu dem 
selben Zweck mit heißem Wasser begossen 
wird und dabei aufquillt; vgl. —kroien. 
— kr-empen u. — krempeln sw.v.„auf- 
krempen“, „hochschlagen“, den Hoot o. „den 
Hut aufischlitzen“ Holst. 1800 (Sch-. 2,347). de 
Mauen (de Arms, de Büx, den Rock) o. „die 
Ärmel (Hose,, Rock) hochschlagen“; vgl. 
—krauein, —krümpdn. — k r i -e g e n sw. v. 
in mannigfacher Bedeutung wie das ein 
fache kriegen (s. IH, 321 ff.), „aufs Land 
oder auf den Boden bringen lassen (z. B. 
Waren, Holz usw.)“ Holst. 1800 (Sch. 2, 348). 
wi schgt vundaag Kantüffeln o. „Kartoffeln 
aufneh-men“, „aus der Erde nehmen“ Wm. 
Dtm. Eid. ik kann em cdleen ni o. von 
einem', der gefallen ist. wi hebbt ggmix 
opkrggen „keine Schulaufgaben bekommen“. 
Beim Boßeln: en Smgt o. „einen Wurf zu 
Gute behalten“; s. I, 438 und —stgken. ik 
kann dat Slott (den Knutten) ne o. „kann 
das Schloß nicht öffnen“, „den Knoten nicht 
auflösen“. Häufig ist die -Bdtg. „mit etwas 
fertig werden“, „zu Ende kommen“, bes. 
„aufessen“, ik kann dat nich o. „komme 
mit der -Sache nicht zurecht“, „kann mich 
nicht darein finden“ Holst. 1800 (Sch. 2, 
348) Dtm. Wm. Bordsh. he schall dat wol o. 
„ward sein Vermögen -schon hindurchbrin
	        
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