Full text: (Dritter Band)

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ophelpen — ophüppen 
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all up achter St. Peter mdt ’n Donnerggt 
ironisch vom Wetter, wenn die Luft bedenk 
lich aussieht. Eid. 1800 (Sch. 1, 230, s. 1,917). 
— h e 1 p e n s. —hö'lpen. — h e s e n sw. v. 
„hissen“, „hochziehen“. he kurm dat Groot- 
segel all ailleen o.; vgl. —<heizen, —hiesen, 
—hissen. —himmeln sw. v. „abm'agem“. 
dien Pgrd himmelt jo mächtig op Plön. 
— hiesen, — hissen sw. v. „aufheissen“ 
(Segel, Flagge) Holst. 1800 (Sch. 2, 141); 
vgl. —heizen, —hesen, —hüsen. —hissen, 
—■ h i t z e n sw. v. „auf hetzen“ Wm. Dtm. 
muss den Hund ni Ummer o. he wuM em 
gegen mi o. —hiewen (hnm) sw. v. „den 
Anker hochwinden“ Seemannssprache; 
Grgstz.: dal-fieren. man jümmer henlank: 
hief up un fier dal! Ang. Dazu: Up-hiewer 
m. Vorrichtung zum Hochziehen. — h o k - 
k e n und — hucken sw. v. „Garben zu 
Hocken zusammemstellen“; vgl. hocken II, 
843. 
op-holen u. — h o 11 e n st. v. „aufhalten“. 
1. „aufrecht halten“, en Pgrd o. „die Füße 
eines Pferdes halten, das beschlagen wer 
den soll“ Wm. hool di op! „halt dich auf 
recht!“ Vgl. Groth 1, 100. wenn ik den 
Dumen ophole, so matt top wgsen „wenn ich 
den Daumen hochhalte, so gilt es“ Eut. Kal. 
1756. se will sik dat Hart o. laten „sich das 
Herz aufrecht halten“, d. h. „trösten lassen“ 
Eid. mit Lachen ward keen Huusholen op- 
holen Sschl. 1850; vgl. Huusstand II, 964. — 
Auch „offen halten“: hool mi mal den Sack 
op. — 2. „zurüekhalten“. reisen (reisende) 
Lüd mutt’n ni o., auch mit dem Zusatz: sä 
de Inspekter to ’n Knecht, de vun em imtll, 
un smeet ’n ut de Dgr Holst, hool di jo ni op 
„halte dich nicht auf“, bes. in dem; Sinn: 
„verschwende deine Zeit nicht damit, daß 
du dich um Sachen kümmerst, die dich 
nichts ange'hen“; oft mit Zusätzen 1 wie: mit 
Snack oder hesst em flegen sehn? oder du 
hesst Flöh Reinfeld oder sünst ward de 
Kaffe koold Kremp. oder sünst kriggst du 
wat mit’n Knippei op’n Kopp Win. — 
3. „auf'hören“ (vgl. Nd. Kbl. 17, 81). se heel 
op vun’t Melken (Kaken, Hansen), auch 
mit ’t Melken, dat siech Lgben schall o. 
„wir wollen uns noch einen genehmigen“. 
de Hgkerie schall o., sä Klaas Ellerbrook, 
do haai he sien Fru ’n gans Viddlpttnd Speck 
op eenmal; s. II, 911. o. kg nt wi ümmer; 
dat sä de Preester ok, do wgr he awers fast 
FL. hool man bald up, sä de Bischer, do 
kreeg sien Fru Drillingen Eut. du musst 
mit Eten o., wenn di dat am besten smeckt 
oder wenn ’t Tied is. so, nu hoolt man up! 
Katt un Hund schüllt ok wat hebben sagte 
die Frau zu ihren Kindern, die noch nicht 
satt waren (Dtm.). he hollt ok ni ghr up 
vun Eten, as bet he mit ’n Finger dalreclcen 
kann Oh. wo de Strümp o., fangt de Been 
an Schlwg. wo de Mistwagen ophollt, dar 
hollt Gottes Sggen ok up; vgl. Mistwagen. 
Substantiviert: dat süht noch nich na’n U. 
ut „es sieht nicht danach aus, daß der Re 
gen bald aufhören wird“ FL. se muss keen 
Ophalens „sie kannte kein Aufhören“ Dtm. 
1813. Ableitungen: Op-hoolnf. „Aufent 
halt“ (mnd. upholdinge). wongm hett he 
sien 0.? Wm. —holer u. —holler m. 
a) „der eiserne Haken an der Unterseite 
dier Deichsel, der das Zurückgleiten des 
Halskoppelringes verhindert“ Ndtm. Hus. 
Rdsbg. Dw. Bornh. Auch Opholer-tappen 
genannt (Flensb.). — b) „der breite Leder 
riemen, den die Pferde um; den Hals tra 
gen”; Ang. Schlwg. Dw. Plön. FL. (vgl. 
Haiskoppel II, 588). Auch Opholer-remen 
und Opholer-tau genannt. 
op-hoosten sw. v. „aufhusten“, he hett 
aU ’n paarmal Blood ophosst. he hoss kort 
op. „hüstelte“ Kh. —liegen sw. v. „auf 
muntern“. hgget ju Harte up „macht euer 
Herz fröhlich“ Holst. 1800 (Sch. 2,146) Wm. 
— h 9 k e 1 n sw. v. „Heu in Haufen setzen“ 
Wm. — hölpen u. — helpen st. v. „auf 
helfen“. kumm hgr, ik will di o. ruft man 
dem gefallenen Kind zu. Dazu U p - h e 1 - 
per m. Bezeichnung für den Strick oder 
Riemen, der oben am Wandbett angebracht 
war, um alten und kranken Personen das 
Aufrichten zu erleichtern (Oh.). — h ö p e n 
s. —hüpen. — hijren 1 sw. v. „aufhalten“. 
wer lütt anfangt, hgrt groot up Ratzebg. 
de Rggen hett keen O. „es regnet ständig“ 
Holst. 1800 (Sch. 3, 284); vgl. —holen 3. 
— h 9 r e n 2 sw. v. „aufhorchen“, dar hgr he 
hoch vgr op „dabei spitzte er die Ohren“ 
Wm. de ulln Gören künnt gwerhaupt ni o. 
„können nicht gehorchen“ Dtm. — h u k e n 
sw. v. „auf die Huke nehmen“. (Vgl. Huke- 
pack). warum habt ihr ihn euch aufhuken 
lassen Storni, Schimmelreiter 98. Vgl. —hal 
sen. Besonders „jem. etwas aufbinden“, den 
hebbt wi awer een ophuukt Pbg. Üters.; 
auch „wir haben ihn betrunken gemacht“. 
he hett sik banni een uphuukt „hat sich 
einen tüchtigen Rausch angetrunken“ Pbg.; 
v ®b haken. — huppeln sw. v. „einen 
Graben von der überwuchernden Grasdecke 
mit der Huppelhack reinigen“ Ndtm. Vgl. 
huppeln II, 890. — huus n. „Obergeschoß“ 
Blankenese; dasselbe wie Saal. — hüpen 
u - — h ö p e n sw. v. „aufhäufen“, dat Heu 
ward uphöpt „in Haufen geharkt“ Kh. hüp 
up! ist der Ruf, mit dem die Kartoffel- 
sammler den Losmaker (s. III, 513) rufen, 
damit er die vollen Körbe ausschüttet (Hus.). 
de Putt is ophüpt vull, auch hüptop (hy-bob) 
Hohn, ophöp Wm., ophüpelt (o-bhybld) Dtm. 
„gehäuft voll“. — hüppen u. — huppen
	        
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