Full text: (Dritter Band)

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opfören — opgrabbeln 
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so mugg ik se noch irdatden Dtm. 1818 
(Harms). —fören sw. v. „auffurchen“, 
„Furchen ziehen zur Aufteilung des zu pflü 
genden Landes und zur Richtschnur beim 
Pflügen“, de Koppel ward opfört Schw. 
Dtm. Vgl. För II, 206. —froren st. v. 
„auffrieren“, de Fimstem sünd all opfraren 
„die Fenster sind schon zugefroren“ FL. 
Dtm. — f r ^ t e n st. v. „auffressen“, de 
Vageis hebbt all de Arften opfrgten. de 
ward sik bald o. „wird bald alles verschwen 
det haben“ Holst. 1800 (Sch. 4, 318). dat 
Beest hett sik reim. o. „hat durch sein Fressen 
ebensoviel gekostet wie es eingebracht hat“ 
Wm. he tritt allens gliek op as de groot 
Hund Ndtm. de hett de ganse Bibel o. iro 
nisch für „er ist besonders klug“ Dtm. de 
sik fijr’n Pannkoken wtgifft (för’n Schgt 
hensmitt Kk.), de ward darfgr opfrgten 
„jeder liegt so, wie er sich bettet“ Üters. 
Vgl. op-gten. nich um mienetwggen, sä de 
Wulf, dar freet he ern Schaap op. dar büm ik 
mit schier, seggt Semmelhaak, do harr he 
den Morgensggen op fristen Uters. In Ver 
gleichen: he süht ut, as wenn he enen op 
frgten hett un bi den annem biwiU Holst. 
1800 (Sch. 4, 90) FL. oder un will den 
annem angahn Ratzebg. he süht ut, as wenn 
he srjben Rotten op freien hett oder as schult 
he ’n Putt vull Müs opfrgten oder as harr he 
’n Muus opfrgten un de letzten Haar sünd 
em ünner de Ngs tositten blgben Barmst. 
Scherzfrage: hesst ok all hgrt? den Kerl 
hebbt se nu jo! — watvun een? — de hett 
jo dat Kind opfrgten mit de rügen Hacken 
Barmst. Von der Schwalbe: as ik werrkeem, 
wgr ’t all opfrgten un dgrschgten s. I, 812 u. 
Anderes s. angahn I, 122; ängstlich I, 126; 
bang I, 226; Bullenklöt I, 571; freien II, 222 
u. 223; Frittop II, 232; Geestbuur II, 323; 
Giez II, 376; Haar II, 522; Koh III, 236; 
Leef III, 434; Magni III, 569. —fugen 
sw. v. „die Felgen aus einzelnen Rundstük- 
ken zusammen&etzen“ (vom Stellmacher) FL. 
Vgl. fogen 3 II, 180. —füllen sw. v. 
„auffüllen“, besonders Essen auf den Teller. 
dat (de Supp, Brie) ward nie so hitt utgten, 
as dat upfüllt ward. Dazu: Opfüll-lp- 
pel u. Opfüller-lppel (Hohn Dtm.) 
m. „Schöpflöffel“, „Suppenlöffel“. 
op-gabeln sw. v. „aufgabeln“, he hett sik 
wat opgabdt „hat sich etwas herausgesucht“, 
besonders he hett sik een opgabdt „hat eine 
(Braut) gefunden“, —gähn unregelm. 
vbm. 1. „aufgehen“, „heraufkommen“. wo 
dat Glück opgeit, geit de Demoot ünner 
„Glück macht übermütig“ Holst, nu geit rni 
’n Licht (Dreelingslicht, Talglicht, Kroon- 
luchter, Traanlamp) op. Besonders vom 
Teig: he geit op as wetem Deeg (Puffer 
deeg, Swamm) „er wird dick“ Holst. Auch 
Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch. III. 
von Hülisenfrüchtem, die im Wasser auf- 
quellen (Sch. 3, 294). 2. „zu Ende gehen“, 
„verbraucht werden“, dat geit up as to de 
Schnieder sien Kinddöp, dar freten se dat 
Kind mit up Ang. de Koken geit up „ist 
fast verzehrt“, he lett wat o. „läßt was 
draufgehen“, he geit op darbi, gben as Pöhl 
sien Pgrd, dat Ighre et Hungern, un jüst as 
et uÜghrt harr, do storf et Ang. Im Wort 
spiel mit 1.: een in Damp o. laten „eine Zi 
garre rauchen“ Storm. — g a 11 e n und 
— g a r r e n (Ellerb.) sw. v. „aufstoßen“, dat 
sali di noch o. as den Juden dat Speck Hus. 
1800 (Sch. 2, 8) oder as galsterig (II, 296) 
Speck (Schw.) ,;das soll dir übel bekommen“. 
mi hett opgarrt „die Speise ist mir hochge- 
kommen“ Ellerb. — g 9 b e n st. v. „auf 
geben“, wie im Hochd. de Saak 0.; den 
Geist 0., Rädels 0. Vom Anrichten der Spei 
sen: et wart so heet nig utgten, as ’t up- 
ggben ward Holst. 1800 (Sch. 2, 123; 2, 32). 
Besondere Anwendungen: a) das Hoch wer 
fen beim Dralcen opfiern (vgl. Draak I, 
829 f.). ggf up! war der Befehl zum Hoch 
werfen an den Uplöper, der dann mit dem 
Drachen gegen den Wind lief (Altona). Vgl. 
op-lopen. b) „das Einschenken“ des Balls 
beim Schlagball mit Einschenker. Dazu: 
— ig 9 wer m, „Einschenker“. Vgl. Heim. 
7, 108. Nd. Jb. 13, 97. —gebott n. „Auf 
trag“, „Befehl“, dor keem noch O., dat Lütt- 
un Grootdiern mit togriepen müssen Ndtm. 
— gebracht adj. „leicht erregt“, he is 
en 0—e Minsch Ang. — geldn. „Aufgeld“, 
„Agio“. Holst. 1800 (Sch. 2, 21). —geren 
sw. v. „aufgehen“ von Hefegebäck, opgeerte 
Pawnkoken mit Appelmoos Ang. —geten 
st. v. „aufgießen“ (Tee, Petroleum auf die 
Lampe). Korn aufschütten auf die Mühle 
im Knieschaukellied: mit’n Schgpel Weten, 
dat schall de Möller 0. s. Mi)hl. en lütten 0. 
„einen trinken“; vgl. een op de Lamp geten 
(III, 403). —gienen sw. v. „mit einer 
Hebevorrichtung hochziehen“; s. Gien 4 II, 
374. Auch „Segel hissen“ Schiffersprache. 
— g 19 r e n sw. v. „aufglühen“, „wieder auf 
glimmen“ Holst. 1800 (Sch. 2, 42); s. glijren 
II, 398. — gna rachen sw. v. „mit knir 
schendem Geräusch verzehren“, de Katt hett 
de Muus upgnarscht Schw. — gösten u. 
— g ü s t e n sw. v. „die Milch verlieren“, 
von Kühen, wenn vor dem Kalben die Milch 
ausgeht (Dtm. 1755); vgl. göst II, 457. de 
Koh mutt opgöst warm sie darf keine Milch 
mehr haben, weil sie fett gemacht werden 
soll (Ndtm.). Von Frauen: se hett keen Suug 
mghr, gr Bossen sünd upgüst; s. Bost 3 I, 
452. — graben sw. v. „aufgraben“, ,durch 
Graben öffnen“. —grabbeln u. graw- 
w e 1 n sw. v. „auflesen“, de hett de Düwel 
ok vun ’e Kaar verlaren un he (ihr Mann) 
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