Full text: (Dritter Band)

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opfidunnen — opföhren 
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natt o. „nur mit dem nassen Feudel den 
Fußboden reinigen“ (nicht erst scheuern). 
vundaag wo wi bloots ’n bgten natt o. Holst. 
1800 (Sch. 4, 83) Dtm. —fidunnen u. 
— fidunnern sw. v. „auffällig heraus 
putzen“; vgl. —dünnem, wat hett dat oll 
Jitt vun Dgrn sik opfidunnt (—fidunnert) 
Itz. — fiedeln sw. v. „aufspielen auf der 
Geige“, de licht dunst, den is licht wat op- 
fieddt „wer selbst Lust hat, der ist leicht zu 
verführen“ Kk. — f i e r e n sw. v. „durch 
Nachlassen des Taues etwas aufeteigen 
lassen“, besonders den Broken o. „den Pa 
pierdrachen steigen lassen“; s. Draak I, 830. 
Auch: „an dem gespannten Tau (s. Bott 1 
I, 455) des Drachens, wenn dieser in der 
Luft steht, Pappstreifen hochgleiten lassen“ 
Dtm. — figuren sw. v. „ausstaffieren“ 
(Groth 1, 84). — f i j o 1 e n sw. v. „auffällig 
herausputzen“, wat hett dat Minsch sik op- 
fijoolt Md. Dtm. Eh. FL. —finden st. v. 
„erfinden“, he söcht den Kerl, de de Arbeit 
opfunn hett (vgl. opbringen). se kann je 
noch mal o., Gold to maken (Groth 1, 158). 
—'fladusen u. — fledusen sw. v. „auf 
fällig und geschmacklos herausputzen“, wat 
hett he sik opfladuust Heikendf. Kiel Rdsbg. 
Dtm. Oh. —flarren sw. v. intrans. „der 
Länge nach spalten“ Ellerb.; vgl. —klöwen. 
— f 1 e e n sw. v. „aufzieren“, „herausputzen“ 
Holst. 1800. (Sch. 1, 325), s. fleen 1 II, 138; 
besonders für Herrichten von Wäsche, wei 
ßen Kleidern u. ähnl., daher „plätten“ Wm. 
Auch „aufputzen“ von Hüten, Mützen und 
anderen Putzarbeiten (Ndtm.). Für die ge 
samte äußere Erscheinung: se hett sik banni 
opfleet „hat sich schön herausgeputzt“ Wm. 
Verhochdeutscht: „sie batte etwas in der 
Schachtel, womit sie sich abfliehen wollte“ 
Wm. en Liek o. „eine Leiche schmücken“ 
(s. III, 476). Vgl. —fleien, —/Ken. Dazu 
— f leer sch (fleas) f. „Plätterin“ Wm. 
Bezeichnung für die weibliche Person, die 
das Weißzeug in Falten legt, glättet, plättet, 
knippt“ Holst. 1800 (Sch. 1, 325). — fle- 
g e n st. v. „auffliegen“, „hochfliegen“, de 
Draak flüggt op. dat Dack flüggt op, wenn 
der Sturm ins Strohdach faßt, he flüggt op 
as ’n kopplose H$hn Hus. dat hüllt vun 
Vespertied, bet de Hühner opfleegt „von 
Kaffeezeit bis zum Schlafengehen der Hüh 
ner“ Prb. Kiel Kk. bi de Höhner o. „Ban 
kerott machen“ Hü. du flüggst ja rein bi 
de Höhner up „wirst immer magerer“ Hü. 
he flüggt bald up „sein Anzug wird immer 
schäbiger“ Storm. Dtm. dat Gill is opfla- 
gen „die Gilde ist aufgelöst worden“ Wm. 
Dtm. he flüggt ümmer mit de jungen Dqms 
op „macht immer Spaß und Scherz mit den 
jungen Mädchen“ Sdtm. — flegels n. 
„Zierat an den Hauben“, de Wyfer hadden 
allerhand U. upm Kopp Burengespräk 1756. 
(Nd. Jb. 54, 63); vgl. —fleen, —fliegen. 
— fleien sw. v. „aufputzen“, Wm., s. 
—fleen. Dazu — f leier sch f. „Fein 
wäscherin“ Wm. — flien u. ■— fliegen 
sw. v. „herausputzen“, „schmücken“, vgl. 
—fleen, —fleien, —flieren. se warn wiet 
b$ter upfliet as Metg Vaddersch Burenge- 
spräk 1755. (Nd. Jb. 54, 63). dat Kleed mütt 
’n bqten upfüegt warm Sdtm. upgedonnert, 
upgefliegt un utkamdmt hett se sik wich 
(Mäh!.), dat Wedder fliegt sik up „wird 
noch schön“ Sdtm. en Liek upflien Bezeich 
nung für die Handreichungen der Nach 
barsfrauen bei der Beerdigung (Anzünden 
der Kerzen, Aufstellen der Leuchter auf den 
Sarg im Hause und in der Kirche) Hü. Vgl. 
—fleen. —-flieren sw. v. refl. „sich über 
mäßig und geschmacklos herausputzen“; s. 
die vorigen Verben, wat hett dat Minsch sik 
opfliert Flensb. Eid. Nort. Bgth. Neust. FL. 
—'flimmen sw. v. „aufleucbten“, „auf- 
flackern“ (Plattd. Husfrümd III, 118). 
— flössen sw. v. „in Fäden auflösen“ (z. 
B. ein Tau) Flensb. 1850; zu dän. Flos 
„Woll-, Seidenfaser“; flösse „fasern“. — f 1 ö- 
d e n sw. v. „auffluten“ vom Steigen des 
Wassers. Holst. 1800 (Sch. 1, 324); vgl. flö- 
den II, 159. — f 1 ö r e n sw. v. „Gardinen 
aufstecken“ Fehm., zu Flor 3 II, 159. — f 1 u k- 
k«rn sw. v. „aufflammen“, „schnell durch 
Feuer verzehrt werden“ Holst. 1800 (Sch. 1, 
328). — flunschen sw. v. „herausputzen 1 “. 
de hett sik so opflunscht Eid. Vgl. —fleen. 
— fluschen sw. v. „auflodern“, von einer 
Flamme Wm. Dtm. — fodernsw. v. „auf 
futtern“. de Roben sünd opfodert. de siech- 
ten Kantüffeln mijt wi mank dat Swien- 
foder o. he fodert de Tonn mit up, un de 
Barmer sünd to sehn von Pferden, die so 
mJager sind, daß die Hippen zu sehen sind 
(Ang.). Auch „heranfüttern“, „aufzieben“. 
wvllt du dat Undgrt o.f —folen sw. v. 
„zusammemfalten“, „Zusammenlegen“. de 
Afforker foolt de Repen op „legt die Taue 
des Komwagens ordnungsmäßig zusammen 
und hängt sie an die Wagenleiter“ Ndtm. 
— folgen sw. v. „mit jem. irgendwo hin 
aufgehen“. ik folger mit em up Ang., s. 
folgen 2 II, 178. — f o r k e n sw. v. „mit der 
Forke auf den Wagen laden“ (Heu, Korn). 
Dazu — forker, — folker m. Bezeich 
nung für den Knecht, der das Op-forken zu 
besorgen hat. — f ö d e n sw. v. ,,'aufziehen“, 
„großziehen“ (s. föden II, 197). se hett dat 
Half mit vfl Mög opfödt. de Jung is bi sien 
Großmudder upfödt. wo de Haas hinsprütt, 
dar ward he ok opfödt, vgl. he blifft darbi 
as de Haas bi’t Nest (H, 531). —f (ihren 
sw. v. refl. „sich aufführen“, „sich betragen“. 
kurmen uri vermoden, dat se sik smuck o.
	        
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