Full text: (Dritter Band)

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Mark — Markt 
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für Hausmarke (s. II, 964), namentlich in 
Unterschriften: mien egen Hand un M. 
oder bei des Schreibens Unkundigen nur 
mien egen M. Vgl. Meenmark. — Ablei 
tung: marken (mägm) sw. v. 1. „mit einer 
Marke versehen“, „kennzeichnen“, den Ossen 
m. „ihm ein Zeichen (etwa die Anfangs 
buchstaben des Namens seines Besitzers) 
auf die Hörner brennen“ Wm. markte 
Schaap ward ok stahlen Dw. Schw.; vgl. 
teilen, se hebbt em markt „ihn (bei einer 
Prügelei) gezeichnet“ Wm. — 2. „merken“, 
„bemerken“, markst Müs? „merkst du et 
was?“, „kommst du dahinter?“ markst 
wat? sä Kordts, do beet em de Ganner Hus. 
Stap. markst wat, Ankertau, sä de Schipps 
jung, do schull he Prügel kriegen Reinf. 
markst wat, Schooster, de Düwel sitt op ’n 
Leesten Holst. 1840. markst du, wo de 
Koh schoten hett? Hus. 1840. dal muß di 
m., Schooster, vun Kgm warrst duun. dat 
markt ’n Pgrd, un wenn ’t ok ’n holten is 
oder ’n Pgrd mit ’n holten Kopp. hett de 
Koh den Stgrt verlgrn, denn markt se grst, 
woto se em bruukt. man markt nimmer to 
em „man merkt nichts von ihm“, „er ist 
schweigsam“ Ang. sik wat m. laten „etwas 
zum Besten geben“, „einen ausgeben“; der 
Schluß von Glückwunschanzeigen 1 in der 
Zeitung lautete früher regelmäßig: ob he 
sik wull wat m. lett? — marklich 
(mä-gli) adj. „bemerkbar“, „merkwürdig“. 
dat is m., dat de Jung keen Ball („Klöße“) 
mag Dtm. — Zsstzgen: Mark-breef m. 
„Verschreibung des Bräutigams an die 
Braut über den eingebrachten Brautschatz“ 
Dtm. 1755; vgl. Nd. Kbl. 33, 37. — lex.f. 
„Lesezeichen“ Wm. —maal n. „Ziel beim 
Kinderspiel“, s. Maal. — mann m. „Feld 
hüter“ Wschl. 1830. Flensb.; vgl. Schütter, 
Feldharder II, 49. ool Johann M. treckt ’n 
roden Rock an usw. s. Rummelpott. Im 
Fangspiel s. III, 17. —mess n. „Messer 
zum Ausschälen der Hufe“ Rdsbg. — p a h 1 
m. „Merkpfähle am Deich mit Namen oder 
Merkzeichen dessen, der den Deich in Ord 
nung zu halten hat“ Pellw. 1711. —teken 
n. „Kennzeichen“ Ndtrn. 
Mark 3 „Regenwurm“, s. Maile u. das 
Wortspiel bei Mark 1 . 
Markabloom dass, wie Mardelbloom FL. 
Markatten (mä-kadi}) f. „Schilfkolben“ 
Ranz.; vgl. Markülen. 
Markelsdörp Dorf auf Fehmarn. Ach, 
M., ach M., da sürtd de Herren fiefe Fehm., 
vgl. II, 45. 
Markkär dänischer Name des Orts Mohr 
kirchen in Ang. (Morkjär). de Törfbuur 
ut M. röppt: Torf, Torf von’n Wagen, hüt 
is he recht hart, ward keen een bedragen. 
Vgl. Handelmann, Topogr. Volkshumor S. 38. 
Markperd s. Marspgrd. 
Markt (mag), Mark, Mart Wm. Dtm. 
Stap. (mnd. market) n. u. selten m. „Markt“, 
„Marktplatz“, „Jahrmarkt“, de up ’n M. 
singt, den bellt de Hund in ’t Leed FL. 
wenn ’t Glück wgsen schall, kann man Pgr- 
schiet op ’n M, finnen, besunners op ’n Pgr- 
markt Oh. de mit Ossen fghrt, kämmt ok 
to M. Lbg. de beste Koh geit nich to M. 
Holst. 1840. twee Wiewer un een Goos de 
maakt een M. Holst. 1840. nu ward dat M. 
groot wenn sich zu einer kleinen Gruppe 
immer mehr Leute gesellen (Wm.). he geit 
lewer to M. as to Kark u. ähnl. s. Kark 
III, 51. ik dgr ni to Kark un ni to M. als 
Entschuldigung für lässigen Anzug oder 
für ein schlecht geladenes Fuder u. dgl. 
(Nordfr.). wenn de Kinner (de Dummen) 
to M. kaamt, kriegt de Kramers (de Klo- 
ken) dat Geld Stap. Dw. wenn de Fru mit 
de Mann to M. is, mutt de Geldbüdel in ’t 
Knooplock hangen Sschl. Bangbüx deit keen 
goden M. Holst. 1840. he schall dat M. ok 
ni loben „es wird ihm dort schlecht ergehen“ 
Schw. dor bün ik schön (bös) to M. bröcht 
oder ik heff en schöne M. maakt „ich bin 
übel angekommen“ Holst. 1800 (Sch. 3, 82) 
Dtm. se sitt ok bös to M. „sie sitzt schlimm 
davor“, „es geht ihr schlecht“ Wm. wat 
sitt se dor to MA „in welchem Aufzug 
sitzt sie da!“ Wm. he keem mit Schiet to 
M. „kam schlecht weg“ Wm. Dtm. Eid. 
Stap. Ang. de mit Dreck hannelt, kämmt 
mit Schiet to M. Ang. he mutt to all de 
M—en „ist ein Lebemann“ Dtm. he is vun 
alle M—en wellerkamen „hat viel erfahren, 
viel durchgemacht, ist mit allen Schlichen 
vertraut“ (von weiblichen Personen auch: 
„sie ist trotz aller Bemühungen nicht an den 
Mann gekommen“), dat M. is noch nich ut 
„die Sache ist noch nicht zu Ende“ Stap. 
nu is dat awer op dat höchste M. kamen 
„nun ist es die höchste Zeit“ Flensb. he 
liggt mi in ’t M. „macht mir Konkurrenz“ 
Ellerb. wat to M. geben „Jahrmarktsgeld 
geben“. — Kinderreim: hesst’n Daler, gah 
to M. s. I, 662 u. Kinderfopperei: segg mal 
ümmer: „ik ok“. Ik gah to M. — „ik ok.“ 
Ik köp ’n Stark. — „ik ok.“ De Stark de 
schull jungen — ? — (oder: Ik köp mi ’n 
Kees. — De Kees de stünk.) — Vgl. Jahr 
markt II, 1020 u. zum Ein- und Ausläuten 
des Jahrmarkts Deef I, 698. Ständige Er 
scheinungen auf dem Jahrmarkt waren 
früher de wahre Jakob ut Amerika, de 
Preetzer Schoosters, de Kunstrieders, de 
Liendänsers, de Putschenellerkasten, de Tin- 
geltangeldgms, de Karussels, de Kokenboden
	        
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