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Jüch — jüm 
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barer Schmutz“ und übertragen: nu sitt he 
in de J. „in der Patsche“ Wm. Gewöhnlich 
bedeutet J. „kraftlose Brühe“, „dünnes, 
flaues Getränk“, bes. von Suppen, Kaffee, 
Bier, Grog, sun ool J. mag ik nich, de 
kannst alleen drinken. dat is keen Supp, dat 
is J. Vgl. Sch. 2, 197. Auch die Aschen 
lauge, die man beim Büken aus dem Bük- 
loch abfließen läßt (Lbg ), s. Bük I, 621. — 
Dazu: jüchen (zyxg) sw. v. „mit Jauche 
begießen“, de Wisch ward jücht Ang. — 
jüchhaftig (zy xafdi) adj. „wässerig und 
geschmacklos“ von Suppen und Getränken. 
Holst. 1800 (Sch. 2, 197) Wm. — J iichen- 
b r o e r (iy xnbröa) m. „Brauer, der schlech 
tes Bier braut“ Holst. 1800. — 2. in der 
Schiffersprache „Brandung“, dor stünn en 
J-, as wenn de Düwel in ’t Water togang w$r 
Ellerb. Heikendf. Wm. Eid. 
Jück 1 (iyg), Jük (iyg) Hohn, Jöck 
Kremp. 1797. Hus. 1800. Mh., Juck Holst. 
1800 (Sch. 2,195), JpkDw. Schw. n. „Joch“; 
mnd. jock u. juck. 1. „hölzerne Vorrich 
tung, die den Kühen auf der Weide um den 
Hals gelegt wird, damit sie nicht ausbrechen 
können“; vgl. Hals jück II, 687 f. u. Stfjijk. 
2. „eine Stange, mit der zwei Schafe, Ochsen 
oder Kühe zusammengekoppelt werden, da 
mit sie nicht über die Gräben springen“ 
Dtm. 1755. — Übertragen: an ’t J. gähn 
„an die Arbeit gehen“ Mh. Dazu: jücken 
(iygra) Dtm. 1755. Wm., jpken (zqgra) 
sw. v. „ein Joch umlegen“, de Köh sünd 
jückt Dtm. Wm. se gabt as’n Paar juckte 
Beesten „von denen, die sich immer Zusam 
menhalten, als wenn sie aneinander gebun 
den wären“ Dtm. 1765. Vgl. noch Jückwark. 
Jück * (iyg) f. „Jucken“, „Krätze“ Kremp. 
1797. Storm. (abst.); s. Jgk. 
jückarsen (iygtjazn) sw. v. „den Steiß 
hin- und herbewegen“ Wm.; s. jückern. Da 
zu: J ückars (zy ggas) m. „einer, der nicht 
still sitzen kann“ Kk. 
Jückel (zygl) m. „Gerte“ Sdtm.; s. Juu- 
chel, Jukel, Jüker. 
jßckeln (zyg\n) sw. v. „wackeln“ Dtm. s. 
jückern, juckeln. 
jücken 1 (iygra) sw. v. s. Jück. 
jücken 1 (zygra) sw. v. „wackeln“, „rüt 
teln“ Wm. s. jückern. 
jückern (iygcin), j ö c k e r n Kremp. 1797. 
Sdtm. 1810, j ü c k el n Dtm., jücken Wm. 
ew - v. 1. trins. „hin- und herbewegen“, „rüt- 
teln“. jücker doch ni ümmer so mit ’n Disch, 
‘cnit de Bank Wm. Sgbg. FL. jücker den 
Pahl man ’n bqten (um ihn aus der Erde 
los zu bekommen) FL. — 2. intrans. „wak- 
keln“. mit ’n Stgrt j. „mit dem Hinterteil 
auf und ab wippen“ Oh.; vgl. jückarsen. 
Auch von langsamem Fahren oder Reiten: 
ik{~ 7™ j- Vgl. juckeln. 
n. 1. „Hals- oder 
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£ gväg) 
| ie“ Wm., s. Jück. 2. Vor- 
o Seite der Staubmühle, die 
« in Bewegung setzt (Wm.), 
ra ückern. 3. scherzhaft für 
6 werk (Wm.). 
a! r Vbdg. Siem Jüd (Judas). 
S m J. bringt den Winter 
* st. 1800 (Sch. 4, 364). 
*' * s. Jidder. 
j ü e n sw. v. „jäten“ Dtm. 
2, 198) und noch jetzt in 
ereinz., vgl. die Synonyma 
wöden, wegen; nordfries. 
i „Riedgras“, Carex (Drels- 
ip). 
m. „Spazierstock“ Dtm.; 
Juuchel. 
s. Jidder. 
in. 1. Dat. Sing. u. Plur. 
n Fürworts der 3ten Per- 
5n“; vgl. jim, jem, hem II, 
9 mnd. ime durch die Zwi- 
e, iöme entwickelt oder 
aus jim (s. d.) hervorge- 
Sing. nur in älterer Zeit; 
3] 58 aus dem Jahre 1725: se 
1 >,m Koppe griepen, dat he 
kann u. als Akk. daselbst 
lorch j. to Ehren. Plural: 
tsspiel von 1653: se werdet 
at jum dat kriegen ward 
n. In einem Huldigungsge- 
1743, in dem sich ein Han- 
in Holsteiner unterhalten, 
imal jüm in den Mund ge- 
jüm (den Wissenschaften) 
. Jb. 41, 105. 106). Glück- 
iged. von 1749: wo de Jun- 
n Ehren holen, aan Dwang 
sünd (Nd. Jb. 21, 300). he 
dr§gen (die Katzen) Wm. 
)p j. los (die Pferde) Wm. 
m o* na j. üm (nach den Knech- 
J'd [schmutzigen Leuten) p( ik 
I ^m. Nach niederdeutscher 
CM 
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rTT. 
Nach niederdeutscher 
I Dat. jüm gern füllend vor 
* pr gesetzt, mit dem es 
g Wort verschmilzt: jiim$r 
| versteht jümqrn Kraam; 
I kt g$rn vun j—n Tostand. 
l Sing.: se schnüffelt meest 
11 Töhn „sie tritt über ihre 
I Uters. Zuweilen wird jüm 
vpronomen der 3ten Person 
licht „ihr“: de Kinner neh- 
", ünner’n Arm. de Hahn
	        

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