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Feddersack — feern 
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den Korken (s. Flott, Proppen) der Angel 
schnur gesteckt wird, einerlei ob sie aus 
einem Federkiel oder anderem Material be 
steht (Bramst. Neum. FL. Bdsbg. Hohn). 
Aberglaube s. Arfluus S. 166. — sack in. 
„Sack zur Aufbewahrung der Bettfedern“. 
Fedders-burg Name einer Wirtschaft 
bei Hus. Dann im Wortsp. mit Fedder 2: 
ik. will na F. Hus.; s. —ball 2. Fedder- 
s c h o h m. „das untere Ende der Feder, mit 
dem sie am Vogelkörper befestigt ist“ FL. 
Fedders-dörp. ik will na F. gähn 
Malente; s. —ball 2. Fedder-spaden 
(sbgn) Hohn Stap., —spaat Ostenfeld 
(Hus.) m. „hölzerner Spaten mit eiserner 
Schneide“, zum Torfgraben. Vgl. —buscher, 
Torfspaden u. Nd. Jb. 27, 62. — w a a g, 
—-wagen m. „Federwagen“, Wagen, der 
auf stählernen Federn ruht. Der Name be 
schränkt sich meist auf Ausfahrwagen 
(Ggs. Bu-, Kasten-waag u. andere); s. Waag. 
— Wolken f. pl. „Federwolken“ Wenn 
sich F. am Himmel zeigen, gibt es Wind. 
feddern (fedan), meist f e 11 e r n gespro 
chen, sw. v. „fordern“; s. föddern, föllern. 
Zur Form vgl. das frühere nhd. „fodern“ 
neben „fordern“, he fellert dor tein Haler 
för Dtm. Wm. Pbg. Bdsbg. he feiler en 
Buddel Wien „verlangte“, „bestellte“. 
Zsstzgen: in-, rut-feilern. Spottreim: de 
Snieder un de Luus de feddern sik herut, 
un w$r de Floh nech dortwöschen Sprüngen, 
so harr de Luus den Snieder bedwungen 
Plön 1840. — Fellers-mann m. „der 
Mann, der beim Einholen der Braut (s. TJt- 
schupp) neben dem Bräutigam sitzt und an 
die Brauteltern eine gereimte Forderung 
richtet, in der die Wünsche des Bräutigams 
in übertriebener Weise auf gezählt werden“ 
Hamweddel (Bdsbg.) ausgeaf.; s. Heimatb. 
d. Kr. Bdsbg. S. 86. 
Feding (fe-din), Fäding Halligen, da 
neben Fething (tli wie im Engl.) nordfr. 
Küste, F ä t i n g Eid., F ä t u n g (Eid. 1795) 
yn. Bezeichn, für die Gruben in der Marsch, 
in denen sich das Süßwasser sammelt. Sie 
sind, soweit sie nicht als bloße Viehtränken 
lenen, oft mit einem Bollwerk eingefaßte 
und mit einem Deckel verschließbare Zister 
nen, nordfries. feding „Sammelgrube für 
rinkwasser“. Näheres s. Meiborg, Bauern- 
jaus i Bzgt Schlesw. S. 60 f.; Heim. 29, 
}? 1 H,, 1 Ldk - 6 > 297. Vgl. Grüppel, Ku- 
nng, Schetel. 
fee (fe), feeg Holst 1800 (Sch. 3, 341), 
t e e k Fehm. 1850. Neust, (seit.) adj. eigentl. 
•>y°f Geschick zum Tode bestimmt“, „dem 
ode verfallen“, wie alts. fegi, mnd. veige; 
„todkrank“ Dtm. 18. Jhdt, (s. Brem. Wb. 
y 61). Heute nur in abgeschwächter Be- 
eutung: 1. „zart“, „fein“, „schlank 1 “ vom 
Körperbau, bes. in den Verbindungen smuck 
(jung) un f., f. un snöckern Sdtm., fien 
un f. Itz. Übertragen von der Luft: de 
Lucht is lurig, moje un f. „weich“, „lind“ 
Dtm. 1880. — 2. „scheu“, „schüchtern“, „ver 
schämt“, bes. von jungen Mädchen. Eine 
Bäuerin sagte zum Pastor: Se mitten nich 
so hart mit mien Kind ümgahn, et is noch 
en bittjen f. Gg. v. Kiel 1800 (Sch. 1, 311); 
vgl. blöd, sie doch nich so fee! Oh. Fehm. 
Dtm. Wm., aber überall abst. u. meist nur 
mehr literarisch verwendet (Groth 1,35.145. 
3, 80. 83; auch bei Boysen, Fehrs, Mähl) und 
dann gern mit einem Synonym verbunden: 
still (fraam, week, schuu) un man nich 
so f. un tierig Ndtm. 1860. In der Bdtg. 
„feige“ (Sch. 3, 341) ist das Wort nicht 
volkstümlich, he is ni bang un f. Boysen v. 
Nienk. 175 (Neok. 2, 354 he was ein veier 
Hundt. 1, 372 furchtsam unde veie). Ab 
leitung: Feeheit f. „Zustand eines Tod 
kranken“ Dtm. 18. Jhdt. (s. Brem. Wb. 
6, 61). Zsstzg.: Fee-haas m. „Feigling“ 
Ang.; vgl. Bangbüx. Dazu: fechasen 
adj. „blöde“ Ang. 
Feend (fend) m. „Feind“, nur Sch. 1, 311, 
sonst Fiend (s. d.). 
Feen-deel (fe-ndel) Kk. abst., Fendeel 
Wahlstedt b. Sgbg. (seit.), Feindeel (s. 
d.), n. „Vierenteil“ (zsgezogen aus Veeren- 
deel s. d.; vgl. Achtendeel S. 23), „Holzbütte 
zur Aufnahme des zu verbutternden Kahms“ 
Kk., „Milcheimer“ Wahlstedt. Vgl. Melk 
emmer, Rohmstang. — Flurname Fendel 
Siddendorf (Oldbg.); wohl entstanden aus 
Veerendeel (vgl. Firndeel Koppel zu Gla 
sau b. Eutin). 
feer (fea) adv. „fern“; nur in der Zsstzg. 
feer-langs (s. d.) und in der Vbdg. op neeg 
un f. ni „nicht annähernd“: hett he dat 
raden? — op n. u. f. (gewöhnl. neegefeer 
gesprochen) ni Eid. 
feer-langs (femlans) adv. eigentl. „von 
ferne“; vgl. mnd. verlinges. Jetzt „von 
ungefähr“: he kiekt dor so f. rin Oh.; vgl. 
Heim. 14, 23. 259. he kämmt f. mit den 
Buck anslgpen Sdtm. 
Feern (feem), F?rn, F i e r n pl. „die Fe 
rien“, aus dem Hd. 
feern (feem), f§rn, fiern adj. u. adv. 
„fern“; nicht gebräuchlich (dafür wied). — 
Feern (feem), Fern, Fiern f. „Ferne“, 
„Weite“. Volkstüml. nur in präpositionalen 
Vbdgen, bes. vun F., vun Feerns „von 
ferne“, „von weitem“; Hebbel Ges. W. 2, 78: 
de sünd rech nüdli, as ’t schient van Feerns. 
dat sucht vun F. (selten ut de F.) bgter ut 
as vun neeg-bi; vgl. vun wieden. he steit 
(sitt) dor to äs Hans vun F. (entstellt zu 
vun’t Führ „von der Fähre“ Hohn) „toi-
	        

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