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goodsinns — Goos 
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gif ft dat Hemd vun ’n Lief weg (vgl. good- 
ggfsch) oder — he lehnt sien Mgrs ut un 
echitt siilhen dgr de Rippen Friedrichatadt. 
— sinns (godsins) adv. „bei guter Laune“. 
dörtein Maand in ’t Feld un liehets g. Stei 
gerungsformen: gah man’n bgten rut, dat 
du bgter Sinns warrst; he is best Sinns. 
— s 1 a p e n adj. „gutschlafen“, g. Nacht! 
„angenehme Ruhe“, Gutenachtgruß. Holst. 
1800 (Sch. 4, 110) u. noch jetzt vereinz. 
— t i e d adv. „rechtzeitig“, „früh“, se gin 
gen g. weg Ang.; vgl. bitieds. 
Goos (gös), Gaus, pl. Gös (göös), 
Gäus (gois), vereinz. Göse (Pellw.) f. 
„Gans“, bes. die weibliche Gans im Ggs. 
Eum Ganner (s. d.); mnd. gös, güs; engl. 
goose, dän. gaas. Die Jungen heißen Gös 
sel (s. d) u. ähnl., auch (Goos-)Pielhen; 
vgl. Pielegoos, Häscher, will Goos „wilde 
Gans“; vgl. Grau-goos. In „der Mutter 
Hausbestand“ (s. Hgn) wird die Gans Lang 
hals oder Plattfoot genannt. Der Lockruf 
für die Gans lautet: piele, piele oder dall, 
dall, dall (Eid.). Das Gänsegeschnatter (s. 
taddern) wird gedeutet als: man sarch 
(„sachte“), man sarch! Kk.; vgl. Aant I, 7, 
Ganner II, 300. de G. röppt Alheit (s. I, 
100) Reinb. 18. Jh. laat de Lüd snacken, 
de Gös künnt ’t nich „kümmere dich nicht 
um das Gerede der Leute“ Holst. (1840) FL. 
— wenn de Gös Water seht, wüllt se supen 
Wm. wenn een G. Water sucht, will de 
anner drinken Wm. Pbg. Oh. (will de 
armer all swömmen FL.), wenn een G. 
drinkt, drinkt de annern ok Holst. 1840 
(willn se all Eid., denn wrackelt de annern 
mit ’n Stert Schw.). dat is jüst so, as wenn 
man Water op ’n (graue) G. gütt (fortge 
führt: dat läppt af un dor is keen Borm in 
Schw.) von vergeblichem Tun, auch „das 
ist ein Tropfen auf den heißen Stein“ 
Schlesw.; ebenso: dat is as en Statt Water 
op en G. Flensb.; de Utschell glitt af an em 
as dat Water an en G. Schw.; he is ebenso 
as en G., wenn dor Water gwer guten ward, 
leppt et wedder af Wschl.; alles bes. vom 
Dickfelligen und Gleichgültigen (vgl. af- 
lopen I, 75). dor sitt he as ’n G. op de Eier 
„mit ihm ist nicht von der Stelle zu kom 
men“ Bgth. Von watschelnder Gangart: 
he geil (wackelt, schrachelt Ndtm., tummelt 
sik Holst. 1800, s. Sch. 2, 52) as’n G. he 
is so plattfätsch as en G. Auf die Frage: 
wo geit’t? antwortet man: immer op de 
Föt eben as de Gös, aber knapp so platt 
Nordfr.; vgl. Foot II, 186 unt. se gaht all 
een achter ’n anner her as de Ollanner 
(Duwenstedtrr Hü.) Gös Dtm. oder as de 
Gös in’n Weten Neust, (in’n Gassen Bor- 
desh.) „im Gänsemarsch“; vgl. achter I, 
28 o. se sünd as ’n Paar Gös, de achter ’n 
anner herlopen doot von zärtlichen Lieben 
den (Stap. seit.), dat geit ümmer een üm ’n 
anner („abwechselnd“), denn mal’n G., denn 
mal ’n Ganner (s. II, 299) Plön, vgl. auch 
Afkat I, 71. hierum un dgrüm gaht de 
Gös barfoot Holst. 1840; vgl. barfoot I, 232, 
annerwegt I, 137. he heit jümmer achter 
de Gös Iggen „ist etwas beschränkt“ Stap.; 
vgl. dumm I, 909 unt. he is klöker as de 
G., he geit nich to Water Holst. 1840. he 
hött mit sien Gös in ’n Weten von einem 
schlechten Gänsehirten; s. höden. dat wgr 
’n swaren Dag, sä de Buur, do harr he ’n 
halben Dag Gös hött Kk. he mutt bi Pe 
trus Gös höden „er ist gestorben“; vgl. 
Heim. 14, 147. de köfft ok den Hawern 
von de Gös Ratzebg.; s. noch Bookweeten 
I, 427 Mitte, he säht ut as de G., de ’n 
Appel söcht „dumm“ (?) Eut. he maakt 
Ogen as de Gös, wenn’ t bullert (blitzt 
Eut.) „verwundert“, „verdutzt“ Holst. 
(1840) Wm.; vgl. Gesicht, he luurt as’n 
G. bi ’t Gewitter Hü. he liggt mit de Gös 
in ’t Recht von einem, dem der erste Bart 
flaum sproßt (Stap.). slöppt de Buur, so 
waakt de G. Holst. 1840. twee Wiewer un 
een G„ de maakt en Markt, so schiet de 
Gös op Fehmarn, wenn s’ dat Maigras in 
de Knaken hebbt wenn einer sehr stark und 
weit ausspuckt (Tritt.), wgr de G. mit den 
Mgrs henwiest, dor bitt keen Koh wat af 
Eckf.; vgl. bgwern I, 331. dat mutt’n wennt 
warm, as de G. dat Doodsteken. so ’n G. 
is ’n snaakschen (snurrigen, leidigen, legen) 
Vagei, (sä de Preester oder ähnlj, een is 
(to’n Fröhstück Oh.) ’n beten wenig un 
twee ’n beten vgl (un mit twee verdarft 
man sik den Middag Oh.) oder: för enen 
is’t to vgl un för twee to wenig (to minn, 
ni recht noog) beliebte Ra. zur Bezeichn, 
eines gesunden Appetits. Mann för Mann 
’n Vagei, sä de Pastor, un mi de braden 
G. Rdsbg. een Vagei op ’n Kirl, seggt de 
Fohrmann, do leggt he ’n G. vor sik dal 
Holst. 1870. he is moden („vermutet“), 
dor loopt de Gös braadt „er gibt sich einem 
falschen Wahn hin“ Wm. de Gös na Wieh- 
nacliten usw. s. Appel I, 154. dat is’n bg- 
ten vgl Wuss vun een G. wenn jemand un 
verschämt lügt (Oh.), mientwegen kannst 
de Gös ggrn achter in ’t Holt jagen (lat de 
Gös man ruhig to Holt gähn Sh. Lhg.), sä 
de Voss, ik frgt keen Gras Dw. (ab&t.); vgl. 
Brook 1 I, 532. nimm ’t ni ijwel, sä de Voss, 
do kreeg he de G. bi ’n Wickel, dat is de 
G. recht, wgrüm is se ni bi Daag to Huus 
gähn, sä de Voss, dor beet he gr ’n Hals 
af. teilte Gös warm ok beten Ang.; vgl. 
Schaap.■ da ’s en fette Stich för en magere 
G. beim Kartensp. (Ang.). piepen Gös 
hebbt ’n Kropp vull wenn jemand unbe
	        

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