Full text: (Erster Band)

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Eerdutt — Eg 
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2, 47. 3, 188. — d u t t m. „Erdhaufe“ (bei 
Timm Kröger Aus der alten Truhe S. 62 
steht fälschlich —butt). —düwel m. „Erd 
teufel“, Märchengestalt, den Unterirdischen 
entsprechend (vgl. Mhff. 2 Nr. 462) Oh., s. 
Quickborn 4, 121. —f ü k (g-rgfyg) dat is 
all mghr E. „der Schnee ist mit Erde ver 
mischt“ Nordscnl., vgl. füken. — g gl adj. 
„erdfahl“ Kh. — g e 1 d n. „die Gebühr, 
die vom Sterbehause für das Läuten der 
Glocken bei der Beerdigung und die Her 
stellung des Grabes zu zahlen ist“ Ang. 1840. 
— gierig, — giezig im Wortsp. s. Eer. 
— grön n. „Nachgras“, „Grummet" Sdtm. 
Neum., s. Ettgrön. —halm m. „Wiesel“ 
Batzebg., s. Wessel —holländer m. 
„holländische Windmühle, die zum Unter 
schied von der Bockmühle auf der Erde 
ruht“ Lbg.; vgl. Swickstell, Mghl. — k 1 u u t, 
—'klüten, —klün (Ang.) m. „Erdkloß“. 
he kriggt bald’n E. up'n Kopp „wird bald 
sterben" (vgl. Eer 2). Vgl. Groth 2, 111 
Erdklutt für „Fleck Erde“, —knüll m. 
„erhöhte Stelle auf der Koppel“ Schw. 
— 1 ö p e r m. „niedrig geschlagener Ball 
beim Schlagballspiel“ Kiel. — madig 
(—mgdi), — m a a n d i g (Nd. Jb. 27, 58) 
Htm. „schimmlig“, von Zeug, das auf der 
Erde gelegen hat; — malig dass. Stap. 
(zu Maal „Fleck“). —slieker (sliga, 
—sliga) m. „Eidechse“ Wm. Dtm., zu slieken 
„schleichen“; s. —slieper. — slieper 
(sliba), gewöhnl. Eern— „Eidechse“ Dtm., 
zu sliepen „schlüpfen“. — slöper u. 
— schlöper (slöbau. Höba) Dtm. Wm. Mh. 
Hü., —schlupper Börmerkoog, —s hü 
te r (slyda u. Hyda) Dw. „Eidechse“, zu 
sliepen, slepen mit Verdrehungen. In Stap. 
Hohn Rdsbg. auch Bezeichn, für die „Blind 
schleiche“. Kinderreim: Eerschlöper, Katten- 
verköper, loop lang de Leller, kaam ni 
Weller südl. v. Rdsbg.; daselbst soll man 
als E. auch das unter Röwer aufgeführte 
Kinderspiel bezeichnen. Durch falsche 
Abtrennung entstand aus Worten wie 
E—slieker, —slieper usw. der Name 
Eerskrüper (g-askryba) für die „Ei 
dechse“ Gg. v. Kiel Prb. Dtm., zu krupen 
„kriechen“, he dreit sik as'n E. in de Sünn 
Holst. 1840; vgl. Sch. 4, 194. — st?ker m. 
„Spaten zum Feststecken der Strohseile beim 
Deichbau“ s. Dich 2 S. 726. —tick er 
(—tiga) m. „Braunkehlchen“, Pratincola 
rubetra. Sgbg.; eigentl. „Erdberührer“, zu 
ticken. — w i n n f. „Erdwinde“, wohl eine 
Winde, die auf der Erde steht, zum Unter 
schied von Hängewinden (vgl. Dumenkraft). 
u t de Stähl kann man ahn E. kuum wedder 
rutkamen Groth 3, 138. — w a n g f. „schräg 
geneigte Wiesenfläche“ Hus. 
Eeseh in Flurnamen s. Esch 2 . 
Eet (Id) n. „innerer Netzkegel beim 
Dorschkorb“; der größere vordere heißt Vör- 
eet, der hintere, das Netz abschließende, 
kleinere Achter-eet Neust. 
Eez (eds) mehrfach begegnender Flur 
name, z. B. Seedorf b. Schlamersdorf 
(Preetz), Gehölz bei Stöfs (Ltjbg.), Eez- 
redder Klamp (Ltjftg.), Ethsbarg, hinterster 
Eths Damsdorf (Bornhöv.), nicht sicher er 
klärt, von einigen mit Eeseh zusammen- 
gebracht (s. Esch 2 ), von andern für slavisch 
gehalten (doch auch außerhalb des früher 
slavischen Gebietes, z. B. Ortschaft bei Pbg.). 
Efa (e-fg), auch Efeu (e-foi) m. und 
n. (Stap.) und Efa-rank f. „Epheu“ 
Hedera Helix; vgl. Ilo. Epheu darf man 
nicht im Zimmer ziehen, das bringt Krank 
heit ins Haus; E. verschenken bringt 
Unglück. 
effcn s. gben. 
eft (efd), ei, mnd. efte „oder“, „wenn“, 
von Sch. 1, 294 noch angeführt und vereinz. 
altertümelnd von Boysen v. Nienkarken 
(1865) gebraucht (Leder un Stückschen 
S. 202 he hett nix meer to Koop, eft een 
em oppe Nack man pett), sonst erloschen. 
Eg (gx) f. „Egge“, Ackergerät. Die 
zahlreichen Namensformen gehen alle zurück 
auf alts. egitha, mnd. egede u. eide oder 
altfries. eide (vgl. ags. egede u. egde, ahd. 
egida); sie sind aber sämtlich gekürzt und 
stets einsilbig (die zweisilbige Form Eide 
noch Dtm. 1755 u. bei Sch. 1, 295). Die 
Formen mit Diphthong Eid (aid) und Ei 
(ai) finden sich vor allem in Dtm. Eid. 
Stap. Hus. Pellw. Nordfr. und erstrecken 
sich durch Mschl. bis in die Gegend von 
Ellingstedt (Kchsp. Hollingstedt). Den al 
ten Formen am nächsten steht das vereinz. 
vorkommende Egt (gxd), das aus der Wm. 
bezeugt ist. Sonst ist entweder die Gut- 
turalis geschwunden: Ed (gd) Lbg. FL. 
oder gewöhnlich die Dentalis: Eg (gx), 
die holsteinische Normalform, oder vereinz. 
Ek (gg) Kk. oder endlich beide Konsonan 
ten: E (g), auch Ä geschrieben. Die Form 
mit dem dünnsten Lautkörper ist neben Eg 
in Holst, üblich (1797 bezeugt), außerdem 
auch in Sschl. (Hü. Hohn), Dw. Schw. 
Daneben kommen Formen mit gekürztem 
Vokal vor: Ech (ex) namentlich in Ang. 
sonst hier und da (Eid. Hus. Schw. Rdsbg. 
Storm.) und in Annäherung an das Hochd. 
Egg (eg), bes. in Schlesw. (Flensb. Ang. 
Schw. Hü.). Nicht selten sind in derselben 
Gegend mehrere dieser Formen in Gebrauch; 
vgl. Groth 1, 59 en Egg un en Ei, dat is 
twee un twee enerlei. Im Plural erscheint 
zwischen dem e des Stammes und dem n
	        
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