Full text: (Erster Band)

995 
eem — een 
996 
weil er „schlimm“ gewesen ist. ik heff dor 
so'n eeme (öme) Ste an’e Hand „emp 
findlich“. Besonders von Gliedmaßen ge 
braucht, in denen man nach anstrengender 
Arbeit einen leichten Schmerz empfindet; 
die Finger werden eem von langem Jäten 
in hartem Boden oder vom Kartoffelauswüh 
len, die Füße von langem Marschieren auf 
harten Straßen, ik heff so’n öm Geföhl nach 
dem Ausziehen eines Zahns. Das Wort ist 
über das früher dän. oder fries. Sprach 
gebiet nur vereinz. hinausgedrungen (Ndtm. 
Stap.) und wird im übrigen Schl.-Holst. 
nicht verstanden. 
Eemdag (emdax) in der Vbdg. halivi E. 
„um den halben Vormittag“ (wohl „gegen 
10 Uhr“) Fehm. abst.; s. Ehrndag (bei ghr). 
een (en), ein „ein“. Zahlw., Pron. u. 
Art. 1. Zahlwort. Meist betont (en), un 
flektiert; doch werden durch das Hd. be 
einflußt vereinz. auch flektierte Formen ge 
braucht: euer mutt dat doch daan hebben, 
enes Daags, de ene maakt den annern wat 
wies. Der Akk. im Mask. wird in der 
Schrift oft durch enen bezeichnet, fällt aber 
in der Aussprache meist mit dem Nom. zu 
sammen. a) die Zahl „eins“, een is een 
un blifft ok een „die Zahl eins ist unver 
änderlich“, bes. abweisend, wenn jemand 
sagt: ik heff ok man een nahmen oder ähnl. 
de Klock is een vgl. Klock (Kinderreime), 
dat wgr so um een ut „gegen ein Uhr“, dat 
is all Nummer een bi em „erstklassig“, „vom 
Besten“, dat wgr Nummer een, nu kummt 
Nummer twee „das war einmal (der erste), 
nun noch einmal (nun kommt der zweite 
dran)“, dat wer Anno (s. d.) een in Ab 
weisungen, mit Zusatz as de Düwel jung 
wgr u. a. m. dat is vun Anno een „sehr 
alt“. Die Zahlenfolge een, twee, dree dient 
zum Ausdruck des Plötzlichen, Unerwarteten: 
een, twee, dree, klar is de Kees!; he maakt 
sik een, twee, dree to’n Kreih; statt dessen 
mit weiterer Steigerung: een, dree, achzig 
(Sdtm. abst.). Kinderreim: een, twee, dree, 
de Katt läppt in’e Snee, up to de Knee, dat 
deit weh Ang., oder ... de Kater achter 
an, de Katt kreeg’n Mann Wankendorf 
(Bornhöv.) abst.; vgl. ABC S. 11 f. Ab 
zählreime (vgl. eie): ein, twei, drei, lische 
lasche lei, Höckel pockel, Dumanns Klockel, 
harl pari, puff paff, hinn winn, wi wo weg 
— af Siebenbäumen (Lbg.). een, twee, dree, 
veer, een Glas Beer, een Glas Rum, du büst 
dumm Breiholz (Rdsbg.). een, twee .... 
sgben, en ole Buurfru de kaakt Roben, en 
ole Buurfru de kaakt Speck, dgrbi fallt se 
in den Dreck (oder: un du büst weg) Mh.; 
vgl. Heim. 34, 222. Kinder-einmaleins: een 
mal een is een, Peter hett keen Been, Peter 
hett keen Snuut, een mal een is ut Pbg., 
een, Been, Knickersteen, tein mal hunnert 
is düsend Heikendf.; vgl. Been S. 262 unten, 
b) das substantivische und adjektivische 
Zahlwort, a) Subst. een (vun ju) mutt 
dat doch daan hebben. vgl kgt een helpen 
„viele können einem helfen“ Eid. wat 
een doon (bgrn Mschl.) kann, fallt twee 
(veer Plön) ni to Last, dat’s een vun’t 
Hunnert „einer von den Allzuvielen“ Al 
tona 1800 (Sch. 2, 173). dat wgr een, sä 
de Düwel, kreeg en Snieder bi’t Been im 
Sinne von „das war der erste“; dat wgr 
all wedder een „der zweite“, bezw. „der 
dritte“ usw. dat wgr een to Bett sagt man 
beim Gähnen, op een na „bis auf einen, 
der noch nachbleibt“; op een na de letzt 
„der vorletzte“ Wm. 1860; früher sehr be 
liebte kurze Ausdrucksweise; vgl. z. B. 
Nordstrander Landr. (1572) 2, 34 wen Kin 
der vorstorven up eine na. he is Herr 
op een na „bildet sich ein, nur einem an 
Macht nachzustehen“ Wm. 1860. Im Neutr. 
wird een fast nur in sprichwörtl. Redewen 
dungen gebraucht: dat wgr sien een un sien 
all; een is keen „eines (auch: einer) gilt 
soviel wie nichts (wie keiner)“ Holst. 1800 
(Sch. 2, 241) Wm.; gewöhnlich umschreibt 
man das Neutr. durch een Deel: een Deel 
will'k di seggen, laat dat Supen na; jjwer 
een Deel kann’k ni trech kamen, dat he 
sik ni verfriegen deit; vgl. Deel S. 701. 
Häufig ist das Neutr. nur in formelhaft er 
starrten Verbindungen mit Präpositionen: 
vun een hassen, rieten, deelen, klein „aus 
einander“; dat is ut'n een „auseinander“, 
„das Verhältnis ist gelöst", se paßt schön 
bi’n een „zueinander“, bring dat ni allem 
dgr’n een „durcheinander“, ß) Adj. een 
Fuuln kann de Hoof man lasten, un dat 
bün ik, sä de Buur to sien Grootlcnecht 
„einen Nichtstuer kann die Hufe nur tra 
gen (ernähren)“, wgr de Katt een Muus 
fangt, dor is en (sie, d. h. die Katze) 
immer wedder Wschl. bgter een Nimm-mit 
as twee Haal-na „der Sperling in der Hand 
ist besser als die Taube auf dem Dache“. 
Das zugehörige Substantiv ist oft aus dem 
Vorhergehenden zu ergänzen: Nawersch, nu 
kaamt wi bi de Lakens! — se harr man 
een hatt- Prb. (abst.). de twee Dater ut- 
gifft, dat he een verdeent, is'n Narr Plön 
1850. Im Rätsel: achterhalf (s. d.) Katt, 
wovgl Been? — een! Oder das Subst. fehlt 
ganz und ist aus dem Zusammenhang zu er 
gänzen: he hett een to vgl (to minn, wenig) 
„er hat einen Sinn zu viel (zu wenig)“, „er 
ist verrückt“; auch mit Einbuße an Ton 
stärke (en): he hett en to Holt (Busch 
Barmst., Bghn Hohn, op de Luuk, op de
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.