Full text: (Erster Band)

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achter 
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sten Föt tohopen kamen „haben sich mit 
Widerwillen geheiratet“, „sind hart aneinan 
der geraten“ Wm. he sett sik cp de 
achsen „auf die Hinterbeine“ Schw. he sitt 
mit em in de achsen „ist mit ihm zerfallen“ 
Schw. Hohn, op’n achsen Enn „ganz hin 
ten“. de achterste Enn der hintere Teil des 
Bauernhauses. Ang. de achs Blangdgr die 
hintere Seitentür. Barmst, dat achteis Tens- 
enn das äußerste Ende. Lbg. int achters 
Fach kamen „in seinen wirtschaftlichen Ver 
hältnissen zurückgehen“ Ndtm.; s. o. tom 
achtersten kamen; vgl. Fach, wenn ik en 
Huus mit tein Fach harr, wall ik di nich 
int achterste Fach hemm Börmerkoog; vgl. 
Achterfack. he is int achs Fach „gering 
geachtet“ Krmp. achterste Bui „Vorrats 
kammer“ Ang., s. Bui. Achsholt „hinterstes 
Gehölz“ Elurbez. b. Tiemmels (Holst.), achsen 
Barbek das Dorf Lohbarbek im Ggs. zu 
vgrsen Barbek Mühlenbarbek Kh. a. Holm 
(Christiansholm) im Ggs. zu vgrsen Holm 
(Eriedrichsholm). dat achste Bad dreit sik 
(mutt mal pissen) Neckruf an Radfahrer 
Hohn. Achsduch die Lochbank für den 
Mast hinten im Boot, Achsmast der darin 
auf gestellte Mast, Achsen (Seil) das Segel 
daran. Ellerb. Gegen Warzen: Wenn ein 
Doppelreiter vorbeikommt: ried twee up een 
Pgrd, de achters is all mien Wgrten wert 
Stap. Gegen Brustschmerzen: dat vgrst 
Fach vun't Huus, dat achterst Fach vun de 
Schün, dormit still ik de Schrien Flensb. 
s. Schrien. Superlativ in Flurnamen: achter 
sten Grotenkamp Dtsch. Nienhof, achterst Hof 
Schinkel, achterste Kamp Nienstedten, Lurup, 
achterste Koppel Damp, achters Petzrüh 
Damp, achterst Saalbgk Neustadt, achterst 
Schoolköst Damp. — 2. P r a e p o s. a) ört 
lich, he sitt achtern Aben. Klaffergatt 
sitt a.'t Schapp (s. d.). he kreeg mi a. 
Messen un Gabeln „lud mich zu Tische ein“ 
Ang. achter’n Hgben (s. d.) „hinten im 
Hof“ „hinter den Scheunen“ Fehm. achter’n 
Diek Straße in Neum. (jetzt „Am Teich“). 
he sitt a. dat Finster „am Fenster“, un- 
bgden Gast hgrt a. de groot Dgr (bei Bauern 
hochzeiten) Dtm. Kk.; daher du hörs a. de 
groot Dgr „auf dich wird nicht gerechnet“ 
Holst. (1840). du hess wull a. de Dgr stahn 
vom Neuigkeitenerzähler, wi sitt hier a. 
Winds „geschützt“ Rantzau, he keem a. mi 
„verfolgte mich“ Ang. dor keem he awers 
a. mi a. Oh. he hett en a. de Kusen „kaut 
Tabak“, hett sik en a. de Binn gaten „ge 
trunken“, örnli wat achter't Bostdook stgken 
„tüchtig gegessen“, he schuult noch ümmer 
a. Moders Bock Ang. he hett a. de Prallen, 
a. de schwedschen Gardinen sgten „im Ge 
fängnis“. Jakob sitt a. de Tuun wenn man 
von der Frühjahrsluft müde wird. Ang. 
laat'n Jung Klaas heten, he schall man a. 
de Swien, a—n Ploog „Schweinehirt, Knecht 
werden“. Oft verächtlich von niedriger Her 
kunft: em hett de Voss a.'n Tuun schgten, 
de Buck a.’n Tuun fiest (Oldesl.), sin Mud- 
der a.'n Tuun funnen Elmsh.; he is ni a.'n 
Tuun hören. Eine Gänsehirtin antwortet auf 
die Frage: lütt Dgrn, ligrs du a. de Gös ? 
„Ng, de Stgrl" Sdtm. he hett wat a—’n 
Barg, a. de Hand, a. de Oken, a. sik, wat 
a. de Kant bröcht (vgl. Achterkant) „Geld 
im Rückhalt“, he is a. de Hand kamen 
„zurückgekommen“; wat a. de Hand kamen 
laten „etwas vernachlässigen“ Wm. — In 
Beziehung zu adverbialen Ausdrücken: 
achter en an klunkern „hinterherlaufen“ FL. 
he swickstgrt a. gr her „will sich beliebt 
machen“ Oh. a. enanner her as de Olen- 
lanner Gös Holst. (1840). een Minsch is 
ümmer a. de anner in as de Düwel a. de 
Seel Eid. se wulln em a. de Buurstell 
achterut helpen FL. Scherzhafte Bez. für 
„Frack“: blief a. mi Fehm. (abst.). — In 
Flurnamen: Achternhof Flintbek, Nienhagen, 
Oldbg., Achternhgben Innien, Bornhöved, Gr. 
Rade, —diek Bornh., —saal Rissen, —rüm 
Rümpel, —buschkoppel Bornh., Achtertdörp 
Drage, achter de Bre Dtsch. Nienhof. Ohne 
Artikel in fester Verbindung: Achter-barg 
Dtsch. Nienhof, —feld Nübbel b. Rdsbg., 
—hals, —halskamp Hassee, —hof Stolpe, 
—hörn Landweg bei Wüster, —kamp Krons 
hagen Bovenau Hörnerkirchen, —moor Em- 
bühren, —mglen Lbg., —müssenkamp Hol 
zung bei Schenefeld, —schau Damp, —slag 
Fehm., —sölen Helmstorf b. Ltjbg., —wehr, 
—wisch Bovenau. — Über das achter de 
Bargen beginnende Lied s. Barg. — 
b) zeitlich nur noch in einigen erstarr 
ten Formeln: a. Wiehnachen „nach dem 
Weihnachtsfest", abweisend: wongm wohnt 
he? dree Mielen a. W. Oh., a. Heider Pgr- 
mark Ndtm., a. Meddag „am Nachmittag“ 
Sdtm. achter grgüstern „vor 3 Tagen“, 
achtergwermorgen „nach 3 Tagen“. — Als 
erstes Glied in Zsstzgen: a) mit Adverbien: 
achter-a'f, —an, —bi, —dal, —her, —in, 
—lang, —na, —op, —gwer, —to, —um 
(—üm), —ut, —vgr, sämtlich untrennbar 
außer achter-an und —her mit dem Ton auf 
dem Adverb, b) mit Substantiven, sehr 
häufig, stets mit dem Ton auf dem Subst.; 
meist hat a. dabei rein örtliche Bedeutung 
(A'chter-back, —band, —been, —dgr, —huus 
usw.), dient aber auch zur Bezeichnung des 
Minderwertigen (—kgm, —marsch, —mgl, 
—nahm, —schipp, —sgl, —weten). c) mit 
Adjektiven, nur in a’chterbang und —dull. 
d) mit Verben, selten, vgl. —böten, —kamen,
	        
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