Full text: (Erster Band)

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Bedrugg — Been 
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Bgth.), —droog (Wm.), —dragg 
(Ang.), —dreeg (FL.) m. „Betrug“, jetzt 
schon oft ersetzt durch Bedregerie. von 
Verdeenst ward Igft un von B. Staat maakt, 
vgl. bedregen. dat is all Lugg un B. „Lug 
und Trug“, vgl. Lggen. dat is all op’n B. 
maakt von Schundware. Wm. — drullen 
„betrügen“ Wm., s. bedregen. — drum- 
meln „betrügen“, bes. beim Marmelspiel. 
Itz., s. bedregen. — d r u u s t adj. (zu 
drusen) „eingehüllt“ wie unter einer Feder 
decke. Ndtm. (1860). — drüppeln, 
— drippen (Ndtm.) „betropfen“. Dazu 
part. —drüppelt, —dripst (Dtm. 
Eid.) „kleinlaut“, s. benaut. 
be-dummeln refl. „sich betrinken“ Ang., 
s. besupen. — dump(t) adj., s. benaut. 
1. „schwül“, de Lucht (Luft) in de Stuuv 
is b. Dtm. In Dw. Oh. auch = bruddig 
(s. d.) „gewitterschwül“. b. haken „im 
Wasserbad kochen“, „stoben“. 2. „besin 
nungslos“ durch Ersticken. Holst. (18. Jh.). 
— dunnert adj. „vom Donner gerührt“. 
he floog tohögd as b. Dtm. (1860). 
— : duurn „bedauern“, wi sitt hier schön 
warm un week, awer ik beduur de armen 
Lüd to See bei stürmischem Wetter, auch 
Ausdruck des ironischen Selbstbemitleidens. 
ik beduur <fe Lüd, de up See sind un keen 
Schipp hebbt (Heim. 15, 167). ik will di ok 
mal b., wenn ik mal 'Lied heff Ausdr. des 
ironischen Bedauerns bei geringfügigem 
Schmerz, s. beluurn. Aberglaube: wenn man 
ein Tier beim. Schlachten bedauert, kann es 
nicht sterben (Holst. 1840). — duseln, 
— dusseln 1. „betäuben“, „beschwatzen“. 
de Juud hett em dörch sien Snacken gans 
bedusselt Bgth., s. besnacken. 2. refl. „sich 
betrinken“, s. besupen. — d u t z t adj. „ver 
dutzt“, „kleinmütig“, b. un behaalt Dtm. 
(1817). Vgl. Dgts und benaut. — d ü d e n 
(dyn), dö den (den Bordesh.) 1. „bedeuten“. 
dat bedüd’t nix Goods (en Doden) bei aber 
gläubischen Vorstellungen. Der Hahn ruft: 
wat bedüd't dat ? 2. „einen Bat geben“, 
„überzeugen“, „erklären“, vgl. be-düsen, 
—düweln, —seggen, —iiitgrsen. fraag em, 
he kann di sach b. he hett sien Eopp vor 
sik, he lett sik ni (nix Dtm.) b. (un bedoon). 
laat di doch b. „nimm doch Vernunft an“. 
— d ü d e n f. „Bedeutung“, „Belang“, dat 
is nix vun B. — düsen (dyzn), — düs - 
s e n (Holst. 1800), — d ii s e 1 n (FL.) 
— düssein (Kk.) 1. „betäuben“, he wer 
gans bedüst vun den Iianonendunner, s. be- 
swögen. 2. (nur bedüsen) =bedüden 2. 
he is ni to b. „läßt sich nicht belehren“, sel 
tener: „ist schwer von Begriff“ Prb. 
— düstern „sich von der Dunkelheit über 
raschen lassen“, he keem in en Holt un 
bedüster dor Stap. (wurr dor bedüslert Dtm., 
leet sik b. Eid.). — düweln seherzh. für 
bedüden 2. he wull sik dat ni b. laten. 
Bornh. (seit.). 
Beek „Feuerzeichen“, s. Bak 2 . 
Been (ben), plur. Been, Benen, 
Beens (Ang.) n., im acc. sg. auch m.: 
se hebbt em den linken B. afnahmen. 
1. „Bein“ als Körperteil. Das dithmarsische 
Geschlecht der Beensmann führte en gel 
Been bet averst Enee im Wappen (Neok. 1, 
240). In der Schlachterspr. noch in der 
alten Bdtg. „Knochen“ (vgl. Beenhuus). 
Zuweilen auch für Foot gebraucht: he is 
mich good (man wat pgdelig Fehm.) to B 
to Beens Ang. „schlecht zu Fuß“, „gebrech 
lich“; vgl. benig. — ik heff den gansen 
Dag keen B. krumm hatt oder de B. ni 
bögt „nicht gesessen“ vom Vielbeschäftigten. 
ik heff mi de B. dorna ut dat Liev lopen 
„habe keine Mühe gescheut, um es zu be 
kommen“. he läppt sik rein de B. (’n Enn 
vun de B. FL.) dorna af vom Vielbeschäf 
tigten bezw. vom Schaulustigen, he leppt 
Stock un B. af „hat es eilig“ Wschl. he 
steit sik de B. int Liev vom Wartenden 
bezw. vom Schaulustigen, he ritt sik keen 
B. ut „überanstrengt- sich nicht“, ik riet 
mi en B. ut „weiß mir keinen Bat“ Ang. 
enen en B. utrieten „viel Geld abnehmen“, 
„schinden“ Wm. nimm mi man mit op de 
Waag, dat ik de B. ’n beten vun de Eer 
krieg „damit ich mich ausruhen kann“, he 
kreeg keen B. an de Eer (Grund Schwabst.) 
„hatte nicht den geringsten Erfolg“, beim 
Kartensp.: „bekam keinen Stich“, de wiest 
de B. rief man um 1800 den Frauen nach, 
die up fransche Art beim Gehen ihre Böcke 
hinten auf hoben (Sch. 1, 80). wo de Strümp 
opholen, fangen de B. an Mschl. (seit.). 
he riskgrt ehr’n Strümp as’n B. „ist vor 
sichtig“ Eckf. (seit.), du büst en gansen 
Eerl bet an (op) den Ars, dat anner sünd 
de B. (oder un denn fangt de B. an Plön) 
Holst. (1840). dat beste B. vörsetten „sich 
von seiner besten Seite zeigen“ Flensb. he 
hett de B. ümmer int Hatte „ist stets be 
trunken“ Holst. (1840). de lang’ B. hett, 
mutt ok en lang' Büx hebben „für einen 
großen Hausstand bedarf es großer Mittel“ 
Kk. he stöltert gwer sien egen B., de Laps, 
he mutt sik de B. man in Entttten slahn 
vom Langbeinigen und Ungeschickten, dune 
Lüd un nüchterne Eälwer brgken keen B. 
(gewöhnl.: fallt sik nix twei) Nordfr. he 
hett gode Schoh, awer schewe B. dorto 
Spottreim. Holst. (1840). B. as Spreen un 
Waden as Graden „sehr dünne Beine“ Wm., 
auch mit Zusatz: Arsbellen as Maulschellen 
Holst. (1840). ik kann mi ja keen Paar nie
	        
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