Full text: An den Begräbnüß-[Tage] Des Unüberwindlichen Durchlauch[tigen] Herr[n, Hn.] Friederich[s], Erben zu Norwegen/ Hertzogs zu S[chleß]wig-Hollstein ... Auf Der Königl. Schwedischen Universität Greiffswal[de] gehaltene Stumme Rede D. Johann Friedrich Mayers/ Jhro Königl. Majest. in Schweden ... Ober-Kirchen-Raths ...

Dieses bewegte den Hersog/ daß er solchem guten Rath Folge 
d so dann zu Pferde saß. Als er nun von erzehlter Gefahr im 
‘der anlangte/ fragte ihn der Feld-Prediger: Was gedachten Ew. 
znaden,/ da sie unter den Türcken lagen? darauf der Hertzog ant- 
Lieber Herr/ ich gedachte an den Herrn Christum / dessen Wort 
enig Stunden gehöret/und seinen H. Leib und Blut im Saecrg- 
uipfangen hatte/ dem befahl ich mich/zu dem seuffsete ich/und gedach- 
1rauf zu leben und zu l. ' dann, versette der Feld-Predi- 
1d der allein hat Ew. Fü 1 geholffen. Sie sind noch ein 
Frezrur uur sÑ kt Nu eb. uur der 
sodachteannichtsunser ü eliegende Hertzog Friederichj 
das Blut/ so ihn zu GL rkaquffet/ in der Heil. Tauffe zu! 
war übergeben/ und dura 1g des Heil. Abendmahls, er nil 
rh mehr und mehr vereiniget j as Blut, so Jhn zu einen rech- 
Friedrich bey GOtt gemach Slut/so alles hinweg nahm/was 
. 1 Ihm war/ so GOtt mißfalle [Jhn höchst angenehm den Au- 
gen GOttes lieferte. Dieses ga Übens.Krasft, ja gar Kräffte 
des ewigen und nimmer nimme endigenden Lebens / daß. seine 
Seele jauchtzete: Jch werde nich dern leben. 
Hierauf verfertigte Er mit eudigkeit sein Testament/ und 
nachdem Ernun eine Seele den Esuübergeben/ vermachte Er 
sein Blut dem Könige/ so ein se n seyn salte einer Treue/ sein 
Hertze seiner Herslich-geliebtesk: /sein Land samt den Väterli- 
chen Seegendemeinigenannoch zi en/ seinen Gehorsam der Kö- 
ur y 
ceßinen Schwestern/seinen Leib j seine treue Verdienste s 
getreuen Unterthanen und Dien) rd mit seinen gnädigsken nun 
bald starren Augen ein su mw. el] und gab mit seinen sehn- 
lichen Blicken denen umb Jhn ste r zu vernehmen, was sie von 
seinem Glauben zu GOtt,/ von sei igkeit im Tode/ und von 
seiner hefftigen Liebe zu den Seini n/ als was ihr Mund nicht 
ausreden kan! Indem höret er n ! der König habe überwun- 
den! des Hertzogs Blut habe ges auf giebet Er dem Streit- 
Plate dieser Jammer-vollen Wel ute Nacht! siehet nach dem 
Himmel/ ja dürch den Himmel/u1 . ch der istmein! Ich habe ihn 
erstritten/ durch des Lammes Blu b der unvergleichliche 
Herkog Friederich. 
Wehrteske Anwesende/ nun k uicht mehr lallen/ mir verge- 
het die Sprache. Das Wort s ich! 
Ich begleite die ausfahrende llen Seufften! Ich drücke 
melnén Gnädigsten liebsten Herso, ugen zu! Ich diete meine 
bebende Schultern dar dem Sarg; s Heyl d vieler Tausenden, 
auch mein fast einiger Schutz todt uyrr. Zzw'sencke den Grossen tr)! 
rich mit tausend ji: ' y Estumpe fut! Ach und Wehe!
	        

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