Full text: An den Begräbnüß-[Tage] Des Unüberwindlichen Durchlauch[tigen] Herr[n, Hn.] Friederich[s], Erben zu Norwegen/ Hertzogs zu S[chleß]wig-Hollstein ... Auf Der Königl. Schwedischen Universität Greiffswal[de] gehaltene Stumme Rede D. Johann Friedrich Mayers/ Jhro Königl. Majest. in Schweden ... Ober-Kirchen-Raths ...

AbervergebenesReden! gantzverlohrnes W: 
Bringet den Hertzog zur Ruhe! Sein Blut hat schon den Köni: 
Dieser aber seinen Jonathan also findend/ redet Ihm beweglich 
mein Bruder! Es ist mir leid umb dich/ aber dein Blut mein T 
heute/ nechst GOtt/ meine Feinde schlagen. Es soll mein Geblüt. 
durch GOttes Krafft undStärcte nicht eher aufzuhören, cs habe i 
Ci gantzen big deinen Helden- Blut dieses Unglück ab, 
G t Y:! dringet bey so groen Schmertz mitten unter seineJ 
Wir sehen Ihm mit sehnlichen Augen nach, und erheben unsere Au 
dir/ o GOtt/ der du aller Elenden Getetg erhsres! Laß unser Se 
durch dein Hertze dringen. Grunadiger Vater; seye doch ein steter 
des Königes/ seye umb Ihn stets eine feurige Mauer/ Er stche stets_ 
deinen Schatten/ daß nie ein Unglück diesen deinen Gesalbten/ noch .... 
traurige Post so viele Königreiche und Länder denen du diesen Wunder 
Held zum Konige fürgesetet/ betrube. Sein Her liege stets in dein, 
Hand! sein Arm führe stets dein Schwerdt ! Seine Füsse stehen stets 4:.. 
den Hälsen sciner Feinde/ Er schlage sie alle wie einen einseln Mann! Ach 
der Konig freue sich in deiner Krafft/und seye sehr frolich über deiner Hülf- 
fe. GOtt stärcke Jhn1 GOtt schütze Ihn! GÖtt behüte Jhn! 
Nun wendet der Jammer unsere Augen auf dich © bluthiger 
Herlzog ! Dieser aber/ da Ihm sein Blut entgehet/ meynet Jhr/ Er er- 
blasse ? Nie grösserer Helden-Muth als jetzo/ da er mit den grössesten Men- 
stnz1; den Tod streiten sol! . 
L ve O ULLI i uhr REER e die Loe resten mußt 
Da Menschen-Blut aufhöret/ giebt Jhm GOtt selbst sein Blut. Er er- 
greift ft! UtzzbeliherrzJhi bey seinen abfliessenden Blute das Blut 
JES an eben diesen Tag von einer Kugel gefällete Chur-Fürst Moritz) 
(wie der belesene Ziegler erzehlet) als er etliche Jahr fürher in einer Schlacht 
mit den Turcken/von dem Feinde solte ermordet werden/auch schon auf den 
Boden lag/ und die Türcken häuffig umb Jhn herum stunden/auch bereits 
die Säbel zu einer Entseelung ztshiveu! warf sichsein getreuer Hof-Jun- 
V Hure ssh rccte su tehce'hettsctth det üs te 
vu / daß zwar hre Fetztiich Hstrlztnsgihe aber Hertzog Moritzen be- 
ehren kon gjsJern/ brachen immitichi rc! zar 
ten thren Herne cin ungemeines Muster der Ereue/wae so hart ver: 
wundet/ daß er bald hernach im Lager/ zu grossem Leidwesen Herzog Mo- 
rizens/ siarb. Che sich der Hersog selbigen Tages zu Pferde setzte/und an 
den Feind gieng/ hielt ihn sein Feld-Prediger .. Albinus noch etwas 
qus und sagte: Gnâdigster Herr! ich hôre/ sie wollen jetzt an den Feind ge- 
hen; ich bitte aber/ sie wollen zuvor eine Predigt hôren/ das H. Abendmahl 
gevrauchen/ und fleißig beten. Jchwolte/ so es mein Amt zuliesse/gerne sel- 
ber dabey seyn/nichts destoweniger aber wil ich in Dero Gezelte herslich tyr
	        

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