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welche mit ihren Argumenten den konservativen Kulturkriti
kern zuzurechnen sind, die Überlegungen der NS-Filmtheoreti-
ker das Aussehen zeitadäquater Gedanken.
her stete Blick auf die so verstandene politische Praxis
erklärt, warum eine intensive Beschäftigung gerade mit dem in
ihrer gesellschaftlichen Bedeutung als Herrschaftsinstrument
erkannten Bereich der Kultur-und hier speziell mit Filmdra
maturgie - einsetzte, hie in Kreisen Völkisch-Konservativer
herrschende Theorie- und Systemfeindlichkeit kann - zumindest
im Bereich der Filmdramaturgie - nicht als das eigentlich
Typische der NS-Ideologie angesehen werden. Sie finden nur
darin eine Gemeinsamkeit, daß einem undemokratischen Gesell
schaftsmodell ein aufklärungsfeindliches und nicht emanzipa-
torisches Wissenschaftsideal entspricht, das keine grundsätz-
*
liehe Selbstkritik zuläßt. Kritik, die das eigene Selbstver
ständnis in Frage stellen konnte, mußte daher notwendig ver
boten werden. An ihre Stelle trat die stets nur affirmative
2
Kuns tb e trachtung.
Die intendierte Wirkungspoetik, bei der man sich oft auf
Lessing berief,^ ist von der nur auf das Drama bezogenen Wir
kung bei lessing auf den Bereich einer gezielten politischen
Einwirkung übertragen. Konnte Lessings im Bereich der Kommu
nikation von Schauspiel und Zuschauer wirkende Dramaturgie
immerhin als ein dialektischer gesellschaftlicher Vorgang
interpretiert werden, der zur kritischen Aufklärung der Zu
schauer beitragen sollte, so schloß Dramaturgie im Verständ
nis der NS-Ideologie die Möglichkeit aus, mit Hilfe der Dra
maturgie zu einer anderen Aussage über die gegenwärtige Ge-
1 Wie sich das in den Überlegungen zur Filmdramaturgie zeigt,
wird jeweils in der Textanalyse erarbeitet.
2 Vgl. S. 16, Anm. 3.
3 So verwiesen in der Nachfolge von Goebbels (Hede, in:
JbRFK 37, S. 67 ff.) zahlreiche Autoren, die z. T. auf den
folgenden Seiten vorgestellt werden, auf Lessing (z. B.
Liebeneiner, Koch, Kalbus u.a.).

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