52 -
an etwas Schönes gedacht habe und unmöglich habe voraussehen
können, was da kommen würde, daß sie zugleich aber bis heute
nicht gemerkt hat, was sie damals tat, wenn sie resümiert:
"... Sie werden feststellen, wenn Sie den Film heute sehen,
daß er keine einzige gestellte Szene enthält. Alles in ihm
ist echt. Und es gibt keinen tendenziösen Kommentar aus dem
einfachen Grund, weil der Film überhaupt keinen Kommentar hat.
Er ist Historie. Ein rein historischer Film." (119) Weitere
Dokumente über die Wirkung der Filme im damaligen Beichsge-
biet geben Aufschluß über die gezielte Arbeit mit dem Medium
"Film", die der Sicherheitsdienst damals systematisch durch
führte. - Eine Filmographie der zahlreich zitierten Filme be
schließt das kleine, informative Buch.
g) Albrecht
Die neueste Arbeit ist die soziologische Untersuchung von
G. Albrecht "Nationalsozialistische Filmpolitik", die sich
angehört, heißt Sachsen; aber mein Vaterland, das Land,
dem Sachsen angehört, ist Deutschland, und dein Sohn,
mein Vater, ist ein Deutscher.'
(H. v. Kleist, Sämtliche Werke und Briefe, Bd. II, 2. verm.
Auf1., München 1961, hg. v. H. Sembdner, S. 350).
Wie der Herausgeber auf S. 930 anmerkt, hat J. Bethke 1932
in einer Wiener Dissertation nachgewiesen, daß "der Kate
chismus im wörtlichen Sinne 'nach dem Spanischen' abgefaßt
ist. Kleists Vorlage bildete, wenigstens der äußeren Form
nach, der 'Bürger-Katechismus und kurzer Inbegriff eines
Spaniers, nebst praktischer Kenntnis seiner Freiheit und
Beschreibung seines Feindes. [...]'"
1 G. Albrecht, Nationalsozialistische Filmpolitik, Eine so
ziologische Untersuchung über die Spielfilme des Dritten
Beichs, mit einem Vorwort von A. Silbermann, F. Enke Verlag
Stuttgart 1969, 562 S. (davon 93 S. Dokumente) mit 116 Ta
bellen. - Da dieses Buch erst während der Niederschrift
meiner Arbeit erschien, konnte ich keine eingehende Bespre
chung mehr anfertigen. Einige Gedanken und Tabellen sind
aber in meine Untersuchung eingegangen, da ich mit dem
Autor in Kontakt stand und er mir freundlicherweise vor der
Drucklegung seines Buchs Zahlenmaterial zur Verfügung stell
te.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.