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Die Cahoursche Untersuchungen wurden später
durch die Beobachtung Bunges 1 ) im wesentlichen be
stätigt. Derselbe stellte aber fest, dass das reine Stick
oxyd keine Verbindung mit dem Phellandren eingeht,
sondern dass hierzu die Gegenwart von Luft nötig ist,
also bei der Reaktion salpetrige Säure als wirksames
Reagens auftritt.
In Gerhards' 2 ) Laboratorium versuchte Chiozza ver
geblich den von Cahours aufgefundenen Körper zu
reduzieren.
In neuerer Zeit beschäftigt sich Pesci 3 4 ) mit einem
Terpen, welches er aus dem ätherischen Öl von Phel-
landrium Aquaticum isolierte und Phellandren nannte.
Dieser Kohlenwasserstoff zeigte nach der von ihm ge
gebenen Beschreibung die grösste Ähnlichkeit mit dem
von Cahours aufgefundenen Körper. Er gab eine
salpetrige Verbindung CmiHihNjCL, welche bei 94" schmolz,
sich bei höherer Temperatur zersetzte und ähnliche
Löslichkeitsverhältnisse wie die Cahoursche Verbindung
aufwies. Wallach ') glaubte alsdann beweisen zu können,
dass die von den beiden Forschern aus verschiedenen
Ölen gewonnenen Produkte identisch waren.
Bei weiterer eingehender Beschäftigung mit dem
Phellandren stellte er fest, dass es zu den veränder
lichsten Terpenen zu zählen ist und sich bei Behandlung
mit Mineralsäuren sofort in beständigere Isomere um
lagert. So erhielt er bei der Behandlung von Phel-
l ) Zeitschr. f. Cheni. 1869, 579.
®) Gerhardts Lehrbuch, deutsche Ausg. 3, 394.
3 ) Gazz chim. 16, 225.
4 ) Ann. 239, 42.

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