11
stellen. Es stellte sich hierbei heraus, dass die im
Eucalyptusöl, Elemi- und Bitterfenchelöl vorhandenen
Phellandrene chemisch identisch sind, dass aber dem
Phellandren des Wasserfenchelöls sicher eine andere
Struktur zukommt. Er nannte das letztere /f-Phellandren,
während er das aus dem erstgenannten Öl gewonnene
Produkt als a-Phellandren bezeichnet. Da zu seinen
Versuchen Eucalyptusöl als Ausgangsmaterial diente,
beziehen sich diese Resultate der Untersuchungen auf
«-Phellandren, auch die weiteren Arbeiten beschäftigen
sich mit diesem Kohlenwasserstoff. Erst in neuerer
Zeit sind von Wallach auch Versuche über das /t-Phel-
landren angestellt worden.
Nachdem so über die Identität der aus verschiede
nen Ölen gewonnenen Phellandrene Aufklärung geschaffen
war, machte Otto Schreimer 1 ) weiter darauf aufmerksam,
dass man aus dem Phellandren aus Eucalyptusöl Nitrite
von verschiedenem Schmelzpunkt isolieren kann und
stellte damit auch die Einheitlichkeit des aus demselben
Ausgangsmaterial erhaltenen Nitrits in Zweifel.
Hauptsächlich diese Beobachtung Hessen Sennnler 2 )
die Resultate der Wallachschen Arbeiten als für Rück
schlüsse auf die Konstitution des Phellandren ungeeignet
erklären. Er hielt es auch für bedenklich, einen Körper,
der durch Behandlung von Terpenen mit sauren Rea-
gentien erhalten ist, zum Ausgangspunkt von Unter
suchungen über Struktur des Urkörpers zu machen, da
bei einem solchen Verfahren mit der Möglichkeit von
Bindungsverschiebungen zu rechnen ist. Ans diesen
Gründen suchte er durch direkte Oxydation des Phellan-
drens mit Kaliumpermanganat zu Aufschlüssen über die
>) Chem. Centralblatt 1901, II, 544.
! ) Ber. 36, 1749.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.