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. ſtitute verwahrloſet haben. Der volle Werth der Reforma-
tion wird aber. dann erſt gehörig anerkannt werden können, ;
. wenn wir die derselben vorhergehenden Jahrhunderte in kirch-
licher Beziehung beſser als bisher ergründet haben, für wel-
ches wichtige Resultat jedoch noch zahlreiche und schwierige
Vorarbeiten, welche namentlich unserem Holſtein in der
geiſtlichen Topographie und den chronologiſchen Beſimmungen
fehlen, durchgeführt werden müssen. Eine Folge dieser Ver-
nachläſſigung war denn auch, daß die politischen Beziehun-
gen, in welchen die Geiſtlichkeit auf Land und Städte ein-
wirkte, dunkel blieben und daß die reiche Ausbeute, welche
für die Geschichte der Landes-Cultur, die Geschichte adlicher
Familien, zuweilen auch die der Wiſſenschaften, in gedruckten
und ungedruckten Geſchichtsdenkmalen der Kirche zu finden
iſt, häufig unbenutzt verborgen lieget. Dieses darf um so
mehr auffallen, da die geiſtlichen Stiftungen diejenigen Cor
porationen des Mittelalters waren, welche die meiſten Nacho
richten über ihre Geschichte und Rechte besaßen und aufbe
wahrt hatten, und selten Gründe vorhanden seyn konnten
jene in Vergessenheit zu begraben. Der Verfasser dieser
Zeilen hofft den Geſchichtsfreunden unserer Gegenden eine
größere Arbeit über die kirchliche Verfaſſung des transal-
bingiſchen Stiftes Hamburg dereinſt aus solchen Quellen
vorzulegen und dadurch einem oft empfundenen Bedürfnisse
einigermaaßen abhelfen zu dürfen. Die nachſtehenden Mits
theilungen sind durch die desfalsigen Nachforschungen zufäl-
lig. veranlaßt und scheinen um so mehr zu dieser vereinzelten
vorgängigen Bekanntmachung sich zu eignen, da eine um
faſſende Geschichte der Lübecker Diocese nur unter Benutzung
des ehemaligen bischöflichen und manches Kloſter-Archives
wird geliefert werden können; deren Mangel jedoch bereits
zu sehr anerkannt’ scheint, um nicht bald einen durch die
verſchiedenartigen Erfordernisse befähizten Bearbeitet zu
finden.
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