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Herzogthümer. Es mögen wenige, vielleicht gar keine seyn,
die eine genauere Kenntniß unserer Landesgeschichte und der
ganzen das Vaterland betreffenden Literatur bis auf die ge-
ringſten Kleinigkeiten besitzen, als der selige Dörfer. Er
wäre der Mann gewesen, um Mollers Jutroductio in einer
‘neuverbeſserten Geſtalt herauszugeben und bis auf die neueſten
Zeiten fortzuführen. Vielfältig hat der Herausgeber mit
ihm angehalten, um ihn zu dem Entſchluſſe zu bewegen,
ohne es zu vermögen, die zu große Beſcheidenheit zu überwin-
dev, q qeher der Selige seine Kräfte für eine solche Ar-
beit beurtheilte. ;
Am Alten Octbr..verſtarb auf seinem Gute Chriſtiansſäde
auf Laaland der Geheimeſtaatsminiſter und vieliährige Präsi:
dent der Rentekammer, der Graf Reventlow, im sOſten
Jahre. Die Todesanzeige. nennt ſein Leben ein thätiges, dem
Wohle der Menschheit gewidmetes, und mit Recht. An der
Verbeſſerung der Lage des Bauernſtandes in Dänemark hatte
der Verſtorbene großen Antheil. Und nicht iſt es für ihn
.der geringſte Ruhm, daß er auf seinen eigenen Gütern mit
dem Beispiel des Beſſern kräftig voranging.
Am 26ſten November ,verſtarb in Schleswig der Pro-
feſſor P fing ſten im 83ſten Jahre seines Alters, der hier zu
Lande das erſte Inſtitut für die Bildung und den Unterricht
der Taubſtummen gründete, aus welchem das jetzige Institut
hervorgegangen iſt, eine Anstalt in welcher Hunderte von Taub:
ſtummen geiſtig gebildet und zu einer nützlichen Thätigkeit
: fähig gemacht ſind. ;

. Durch eine Conceſſion vom 2ten Oct. v. J. iſt der Stadt
Tondern die Haltung eines dreitägigen Woll- und Krammarkts
jährlich, am Donnerſtag nach Pfingſten und den folgenden
Tagen erlaubt worden. ; :

Nach den Kirchenliſten des vorigen Jahrs ſind im Her:
zogthum Schleswig geboren . . 8205 — geſtorben 7057
im HerzogthumHolſten – . . 13,500 ~ geſtorben 9883 .
Die Ueberzahl der Gebornen beträgt im Herzogthum Schles-
wig 1148 und in Holſtein 3617, im Ganzen folglich 4765.
. In Vergleich ,mit den Kirchenliſten früherer Jahre, Stb.
Mag. Gter Bd. S. 210 und 725, iſt der Ueberſchuß an Ger-
bornen über die Geſtorbenen ſtark in Abnahme. In vorigem Jahre

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