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cob Schreuer, Carſten Carſten, Laurent Schreuer, Siemen
Redegeldt, Marten Frauwen, Tewes Frauwen, Drewes Lan-
gen, Hans Ahrend, Claus Strüven, Jacob Frauwen, Claus
Frauwen, Froriß Martens, vorgönnen und nahgegeven, dat
ſe den Dwerſtig, ſo dörch ehren Acker gegangen, und den
Lüden jährliches groten Schaden in ehren Güdern dede, um-
tholeidende, des Paſtoren Ackers dahl, eine Morgen lang, dar
diſſe vorbenöhmede Lüde und Inhebber deſſilvigen Ackers dem
Paſtoren thor Nienbrock de Hure geven ſchölen und wöllen,
als dar de Acker benedden und baven thor Hure Gelde gelden
kann, und iſt deſülvige Weg by der groten Wettering *) dahl .
umgeleidet, dar he hernachmals blieven ſchall, und de Lüde
densülvigen Weg averdwer ſines Ackers uth Schauwen und
Pfänden von Jahren tho Jahren entheven fchölen, und den-
ſülvigen Weg mit Sande ſo dennig beföhren, alſo dat he un-
ſträfflich iß, und denn hernachmals dörch den Dwerſtieg, dar
he beth anhero geweſen, neen Stieg edder Weg mehr ſien
edder bliven ſchall. ; ;
Wedter hebben ſick diſſe vorbenöhmeden Lüde vordragen,
und under einander beſcheeden, dat ſe by Naber umme den
olden Diek so jegen dem umgelegten Wege iß, jährliches. vor
3 m de Gräſing in der Huer hebben ſchall, so up dem
iek und Wege waſſet, ſchall ock dat ſülvige Geld tho des
)aſtoren Huer erleggen, und dat ander Geld, dat up den
Acker fället, dar de Weg van uthgelegget iß, tho ſick ſamlen,
und dem Paſtoren de Huer behendigen, alſo und der Geſtalt,
dat de Paſtor unvorhindert up alle Paſchen fiene Huere be-
kömpt. Wert ock geſchehen, dat einer diſſer vorbenöhmeden
î Lüde diſſe Gräſinge ſülven nicht von Nöhden hefte, ſchall he
îkehne Macht hebben, einem andern de Gräſinge tho vorhüren,
fonds wſhpie de Hure tholeggen, de tho dem Paſto-
Dit iß geschehen und vollentagen im Jahr 1590. Deſe
tho mehrer Urkund und Wahrheit hefft de Herr Ambt-
mann Benedictus von Ahlefeld ſien Pitzeer nedden up
dat Spalium diſſes Breves gedrücket.
*) Dieſe große Wettern trennt das Neuenbröker und Gre-
venkopper Feld. Man findet ſie auf der zu Dörfers Topo-
u;
vorgekommene Dorfwettern. : .
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