Ä~ 7Tâ6 H
den, getauft habe, und daß sie mit diesem Kinde den Men-
- ſchen Böſes zufügen könnten wenn ſie das Kind, in deren
Namen mit Nadeln ſtächen. :
Metke Fuſchen wollte anfangs nichts bekennen, und als
ſîe ſtark gefoltert wurde, ſtellte ſie ſich todt. Der Stadtvogrt
befragte Ändere, was er vornehmen solle, und erhielt den
Rath, dieser vermeintlichen Zauberin ein Hemd anziehen zu
laſſen, welches von einer alten papiſtiſchen geweiheten Aluen?
gemacht sey. Als dieses geschehen war, bekannte ſie: daß
sie mit Lena Jürgens die gedachte Eingrabung des Topfes
vorgenommen, uud daß ſle außerdem dem Thomas zu Nübel
ſein eigenes Haupthaar in einem Stücke Käſe zu essen gege-
ben, wonach er geſtorben sey.
Die Kläger begehrten nach dieſen Bekenntnissen ihr Recht,
und am Freitage nach Quaſimod. ward das Urtheil gefällt.
Die Angeklagten wurden auf einen aus 40 Trachten Holz
beſtehenden Scheiterhaufen an Pfähle gebunden , und vers
jet; 199. Acten, betreffend die Anklage und Verurthei:
lung der Catharine Eggerds, der Schweſter des Stadtvogts
Peter ECggerds.
Die Acten besagen, daß dieſe damals berüchtigte Zauberin, ]
aus Rücksicht auf ihren Bruder, nichr öffentlich angeklagt sey,
obgleich ſie viel Unglück angeſtiftet, bis endlich der Himmel
selber über ſie erzürnt worden. Als der Bruder ſich von der
Gefahr, worin ſie gerathen würde, überzeugte, ſuchte er ſle
zur Flucht zu bereden, welche ſie aber verweigerte. Sie ward
feſtgenommen, und von Bürgern bewacht; während ihrer Ge-
fangenſchaft bemühte ſich der Bruder einen Bürger, durch die
Belohnung eines Thalers zu überreden, mit der Gefangenen
zu trinken, und ſie zu vergiften.
Die Anklage gegen diese, den Acten nach wahrſcheinlich
wahnsinnige Person, waren folgende: j
: 1) Daß ſie der Frau des Hans Toffelmaker, ein neues
Kiſſeu geſchenkt hätte, um dadurch zu bewirken, daß ihr Mann
ſeiner von ihm ſchwangern Dienſtmagd gram werde, und ſié
selber wiederum lieb gewinne. §;
_ 2) Daß ſte in den Verdacht ſtehe, den Hans Bundtma-
ker in eine langwierige Krankheit gebracht zu haben. Die
Frau des Kranken ging nach Eckernförde, um den berühmten
Doctor Chriſtoffer Smyt um Rath zu fragen, und als
die Angeklagte dieſes hörte, ſagte ſie am Gten Mai 15531 in
Gegenwart mehrerer Einwohner, daß es vergeblich seyn würdt-

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.