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und 1 Dvele. Die Verbrecher wurden aufs Rad gebrache,
Und einer derſelben, ein armer. Knabe, ſoll noch am dritten
age auf dein Rade lebend geweſen ſeyn. j
P: 192 In dem Jahre 1539 fand der Stadtvogt Eggerds,
einen Einwohner und Ehemann, Jacob Steenbrygger, in einem
verdächtigen Hause, nahm ihn Jefangen, und ſtellte ihn vor
Gericht. Er ward auf die Fürſprache vieler frommen Leute
von der Todesſtrafe befreit, aber am Pranger mir Ruthen
Heſtrichen, und von dem Bürttel, nachdem ihm 2 Semmel
mitgegeben waren, aus der Stader gebracht. J..;
" Derselbe Stadtvogt fand an einem Feiertage vpp der
Korlye einen Prieſter Namens Jürgen Fynunigk in Unzuch,.Ô
und brachte ihn ins Gefängniß. Er ward auf die Fürbitte
vieler Geiſtlichen und Weltlichen freigelaſſen, mußte dem Kô-
nige und dem Rathe 10 11rj4 Brüche bezahlen, und die Ur-
phede ſchwören. f ! |
p. 195, Acten aus dem Prozeſſe gegen Lene Jürgens,
Anna Jürgens, und Metke Fuſchen, die der Zauberei ange-
_ klagt wurden.
Diese drei, welche das Rathsbuch ,, Touverſchen und
Kunſtfrouven nennt, wurden am Freitage vor Palmarum 1548
gefänglich eingezogen, und in Gegenwart des Kämmerers
Michel Groten, des Stadtvogts Peter Eggerds und 4 Bürger
Lene Jürgens bekannte, daß eine gewiſſe Eſte Andersen
aus Opdorf den Teufel gerufeu hätte, und daß er in der Ge-
; ſtalt eines kleinen ſchwarzen Katers gekommen ſey, und daß
ſie außerhalb der Stadt, Hans Jepſens zu Winderatts Haus
bezaubert hätten, daß Menſchen und Thiere darin nicht hät-
ken gedeihen können. Ferner daß ſie Kay Möllers Frau und
drei fromme Menſchen aus Sterup zu Tode getroddelt.
Ferner daß Metta Fuſchen und ſte, unter Hans Moloenits
und Hans Gotkens Hauschür, eine thönerne Kruke, mit Tod-
kenbeinen, und Haaren wilder Thiere eingegraben, und Zau-
berworte dazu gesprochen hätten; darauf wären dem einen
anne die Nägel abgefallen, und das Vieh krank geworden,
uch bekannte ſie, viele Künſte, aber fruchtlos angewandt zu
aben, um den Schleswiger Müller Claus Selk aus der Mühle.
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M vertreiben. Anna Jürgens bekannte: daß viele böſe Thaten
rer Mutter, Lena Jürgens, ihr unbekannt geblieben wären,
Und daß ſie nur wiſſe, daß Eſte Auderſen und Kay Möllers
rau, ein von Wachs verfertigtes Kind beſäßen, welches der
err Johann Breda zu Flensburg, ehe er verbrannt gewor-
Staatsd. (tag. Vd. v11. Heft 3 u. 4. 48

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