mer *) zu fehden pflegte, im folgenden Winter aber für im-
mer oder auf eine Zeitlang sich verſsöhnte, und so kann die
Sache mit dem Tode Gerhards des Großen, der am erſten
April 1340 erfolgte, in Verbindung ſtehen, was wahrſchein-
licher iſt als ein Zuſammenhang mit dem Tode Heinrichs des
Eisernen, Denkbar iſt es freilich, daß das Tippersloer Gefecht
etwas ſpäter vorgefallen iſt, ſo daß beim Presbyter eine große .
Confuſion vorläge. Ich sage dies, weil ſich dann die Behaup-
tung, daß die beiden Theile „„aequo marlet ſich trennten,
vielleicht rechtfertigen ließe. Im Jahre 1340 wäre denn irs-
gend eine andre Fehde geführc; aber 1381 hatte Dithmar;-
schen keinen Krieg, damals blühte Handel und Verkehr im
Lande. Lächerlich iſt die Darſtellung des Presbyters, welcher
hierarchisch sich ärgerte über die Dithmarschen als haupt- und
herrenloſe Leute (sine principe et capite viventes), inem
er dieſe um den Frieden flehen läßt, und dann den Friedens-
ſchluß darlegt, der von Vortheilen für ſte voll iſt. Nimmt
man das Obige nicht an, so weiß man auch mit den Verträe
gen, von 1341 und 45, deren bei Neocorus und Anderen
dann gar keine Erwähnung geschieht, was nicht gut denkbar
iſt, da ſie im Proceſſe mir Adolph VUI. benutzt wurden, gar
nicht zu bleiben, wie sich recht aus Boltens Darſtellung sehen
läßt, indem man a. a. O. S. 396. liest; „„Eine Urkunde redet
gar von einem Orloge! ~ ~ besondere Umſtände aber ſind
davon nicht bekannt – –~ .'" Doch ich breche hier ab, da
eine allſeitige Erledigung des Punktes mich zu lange aufhal-
ten würde, und gehe über zum Jahre 1461. .
| In diesem Jahre erſchlugen die Dithmarſchen Heinrich
Reventlow und einen seiner Leute bei einem Streite über Eis
genthum und Mutzung einer Gränzwiese. Die hiervon han-
delnde Stelle Reimar Kocks, die ſicherlich aus der Räths-
645, wo man auch einen Brief der Dithmarschen an den
Rath zu Lübeck findet, in welchem sie um Verwendung und
Vermittelung hinſichtlich ihrer Händel mit einigen Untertha-
nen Chriſtians I. erſuchen. Die Dithmarschen, zu der, dem
| im Jahre 1456 abgeſchloſſenen Vertrage gemäßen, Rechtsvers
_ handlung ſich erbietend, sagen in diesem Briefe, daß die Ih-
rigen Chriſtian I. „„in etliken synen Lüden'“ verletzt haben
ſollten. Daß zwei Unterthanen, Heinrich Reventlow und sein.
*) Den 23ſten Juni waren freilich die Grafeu Claus und Heins
rich in Souderburg; der Vorfall wird ſpäter ſenn. .



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