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nunft zu vergleichen, und hier pflegt die Sache auf sich zu
beruhen, einer Stimme (z. B. der des Präsidenten) der
Ausschlqg beigelegt oder ein anderer Ausweg nach den yer-
ſchiedenen Verfaſſungen eingeschlagen, nie aber die Entſcheiy
dung dem Volke anheimgeſtellt zu werden.
Es iſt in der Ratur der Sache, in dem Begriff einer
Commùüne, als einer moraliſcher Perſon, und der daraus fol-
genden unbeſtrittenen und schon im gemeinen Razhte geſetzs
lich ſanctionirten Nothwendigkeit
YVPr. 149. D. 50, 1. „Quod major pars curiae elkecit, /
pro eo hahstus ac si omnes agerint'
. Fr. 160 §. 4. D. 50, 17. „Rekertur ad unirersos;
z;i§ . quod publice lit per F:aj6rt partem'ét
begründet, daß der Wille jedes Einzelnen dem durch die
Beſchlußnahme der Mehrheit sich aussprechenden Gesammt-
willen untergeordnet sey, woraus weiter folgt, daß in ſo s:
ferne eine Commüne durch einen. Ausschuß, ein Collegium
repräsentirt wird, auch dieses wiederum als moralische Per
on seinen für die ganze Commüne verbindlichen Gesammt-
willen durch das Concluſum der Stimmenmehrheit bildet.
Wollte man dem repräsentirenden Collegio diese Befugniß
absprechen, so würde damit der (ohne eine solche aus. der
Uebereinſtimmung der Pluralität rechtlich entſtehende Ein-
heit des “allgemeinen Willens ganz undenkbare) Begriff der
zu einer moralischen Person vereinigten Commüne eo ipso
gänzlich aufgehoben. seyn. Der Beschluß der Bebollmächs
tigten der Gemeinde (d. h. derer, denen die Vollmacht
oder volle Macht der ganzen Gemeinde übertragen iſt)
. verpflichtet ohne Zweifel die ganze Gemeinde eben sowol,
als wenn sie. ſelbſt den Beſchluß gefaßt hätte, und so wenig -
wie eine entgegenſtehende Minorität der Stimmen in Ur-
versfammlungen der ganzen Geméinde oder des Volks der
Gesammtverbindlichkeit des Beſchluſſes der Mehrheit für alle
Einzelne, sie mögen con- oder diſſentirende seyn, rechtlicher
; Meiſe irgend einen Eintrag thun oder ein Hinderniß entge-"

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