E . J
mir Beispiele bekannt ſind , daß Defensoren eines Verbres
chers die Gültigkeit des. visi reperli angegriffen haben, weil
. es nicht vom Arzt und Wundarzt ausgeſtelt war, wobei
ſie ſich auf die cit. Carolina beriefen.
h) die andere Vorschrift für das Verfahren bei gerichts
.J. lichen Sectionen iſt ein Obergerichtl. Reſscript vom 7. Mai
1776 (S. 38). Darnach sollen:
aa) Richter und Beisitzer den actum dirigiren und auf
| . Altes dabei Acht haben, und der Actuar soll das vom Arzte
„ dictirte zu Protocoll nehmen;
bb) der Arzt dem viso rep. sein Urtheil über die
Lethalität der bemerkten Verletzungen beifügen;
cc) endlich enthält die Verordn. eine Richtschnur für
das Verfahren bei den Obductionen, nach welcher alles Höhlen
geöffnet werden sollen, nachdem eine allgemeine Beſich-
tigung der Oberfläche des Körpers und ſeiner Beſchaffens
heit vorhergegangen.
gZunächſt iſt dieſe Vorschrift beſtimmt für sÄhirurgen auf
? den Inseln, die etwa eine Section zu machen hätten ohne
gZuziehung des Physicus, wenn dieser nicht kommen kann.
Im Ganzen iſt sie fur Physici sehr dürftig. ;
c) die dritte Vorſchrift endlich iſt ein Cirkularreſcript.
an sämmtliche Physici vom Obergericht d. d. 18. Octbr. 1808,
welche in unserm Werke vermißt wird, worin verfügt wird,
daß gerichtliche Sectionen nur in Gegenwart des Richters
geschehen sollen und das visum vom Actuar protocoline.
seyn müſſe. Nur wenn die zu obducirende Leiche sich ſchon .
in einem solchen Zuſtande befinde, daß die Section keinen
Aufschub leiden könne, solle eine Ausnahme von diesen Grunde
sätzen Statt finden.

Außerdem ſteht noch dem Physicus frei, sich den Chia
. rurgen für die Obduction selbſt zu wählen, nach einem Statt. Z. ; |
halterſchreiben vom 18. Nov. 1755 (S. 42.). f.
Das sind die einzigen, und, wie man sieht, sehr dürfti- Z
gen Fragmente von Vorschriften über das Verfahren in fos


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