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(S. 90). Die Gesuche um diese Stellen sollen beim Sani-
täâtscollegio eingereicht werden (S. 91) und. es kann Niemand
Anspruch auf Anſtellung machen, der nicht bei der- chirurgio
ſchen Akademie den 1ſten oder 2ten Charakter erhalten hat
oder in Kiel von der medizinischen . Fakultät auch in- der
Epizurzie. examinirt und beſtanden iſt.
.4) Die Medizinalvorſchriften in unserm Codex, welche s
Vie: vierte Klaſſe von Meodizinalperſonen, die Privatärzte
und. ihre. Thätigkeit überhaupt zunächſt: angehen,. ſind die
Medizinal- und Apothekeroronung von 1672. (S. 3), be-
sonders der g. 8 über das Verſchreiben der Rezepte, die
weitern Vorſchriften über: dieſen Gegenſtand von 1809 und 10
(S. 145 u. 147), wornach jeder Arzt Name und Charakter
auf das verschriebene Recept zu ſelzen. hats, has Verbot des
Selbſtdiſpensirens. der Arzneien vom 5. Nov. 4759 und wie-
der. eingeſchärft den 2.. Nov. 1770 und den 22. Mai 1773,
„ ferner die Taxe (S. 49) und ihre. näheren Beſtimmungen
vom 47. Febr. 1821,’ 14. Juni 1822 und. 21. Dec. 1824,
von denen die erſte und: dritte hier nachzutragen sindz ferner
die Verfügung, welche. den Aerzten die Priorität bei Cons .
aurſen für ihre Forderungen vom letzten Jahre. zugeſteht
S. 45); dann die Verordnung, daß jeder Arzt Militärkranke
in die Kur nehmen muß, wo kein Milifärarzt am Orte iſt
(S.. 461). Endlich muß der Arzt, wenn er als Doctor
promotus zu der Commiſſion, welcher. die Untersuchung der
‘hienſtuntüchtigen. Landſoldaten obliegt, requirirt wird, dieser
JCommiſſion mit dem Regimentschef, dem Regimentschirurgus [
und: dem. Physicus beitreten, (Kanzleipatent vom 24, Dec.
4822) eine Verfügung, die ohne Zweifel ihren großen Nutzen
Hat. Uebrigens verſteht sich von ſelbſt, daß jeder Privatarzt
Aich gleichfalls nach den allgemeinem Medizinalverfügungen
richten muß, was z. B. das Ausſtellen von Atteſten betrifft
und das Verzeichnen der dafür: bezahlten Gebühr auf ſelbige,
welches sehr oft muß übertreten seyn, da die Verordnung,-
welche es vorſchreibt,- in [42 Jahren 4 mal. wiederholt: iſt-

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