. das Examen der Physiker und Apotheker obliegt. (S. 4N).
Sehr: nützlich und zwec>mäßig erscheint die Ernennung vm
ausgezeichneten Aerzten oder Naturforschern der Herzogthümer
zu Adjuncten des Coll. (S. 22), welche als Orts- und Lan-
deskundige demselben mit ihrem Rathe beiſtehen und Aufa
träge in Beziehung auf das Medizinalwesen für dasselbe ausn |
richten sollen. Jedoch muß sich diese Einrichtung doch niche
ſo nützlich bewähren, : als sie Ref. erſcheint, da seit 1804 und 6
keine neuen Adjuncten ernannt und von diesen nur noch 3
am Leben sind. ~ Um nun unſeve Meinung über Obermee. |
dizinalbehörden im Allgemeinen auszusprechen, abgesehen von -
unserer vaterländiſchen Medizinalverfaſſung,- so ſcheinen sie
uns nur dann zweckmäßig in die Staatsverwaltung eingreis
fen zu können, wenn sie einen Theil des Regierungscollegi. |
ausmachen, wie das namentlich im Preußischen der Fall iſt,
wo in allen adminiſtrativen Medizinalſachen einige Medizinal-
personen als Mitglieder der Regierung Silz und die Haupts ;
ſtimme haben. Die Medizin in ihrer Unschuld ſcheint ein.
mal nicht gehörig im Stande zu seyn, an der Staatsverwal-
tung thätig und selbſiſtändig Theil zu nehmen, wenn. ihr
nicht die Jurisprudenz zur Seite ſteht, um ihrem Thun die
Form zu geben, auf die doch in dem Staate so viel an-
kommt. Wo aber von. einem bloßen Rathgeben die Rede- Ö
iſt, da kann die Medizin auf eigenen Füßen ſtehen, die ganze
consultative Seite der Medizin bleibt daher in jenen Ländern
billig den mediz. Fakultäten, -
Was nun in den Herzogthümern das Sanitätscollegium
für das ganze Land. iſt, das sollen für ihren Diſtrict die Phy-
sik er ſeyn. In unserm Werke sind die den Physicus . be-
treffenden Verfügungen mit denen, welche überhaupt die Aerzte
angehen, zuſammengeſtellt (S. tt su und . wir wollen ſi ié:
daher hier auch nicht trennen. cs ;


*) Die älteſte Kunds 1 von beſtallten Phyſtcis. findet ſich von einem
] 1618 in Nüraberg beſoldeten Stadtphpſieus Ä U scripte urh.

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